Bedrohungen eines Bürgermeisters im Chaco

Mariscal Estigarribia: Es kam bei der Stadt von Teniente Montania, im Chaco, die etwa 70 Kilometer von Mariscal Estigarribia entfernt liegt, zu einem prekären Zwischenfall mit Waffengewalt.

Eine Gruppe der Indigenen von der Ethnie Ayoreo blockierten die Verbindungsstraße Teniente Montania nach Agua Dulce. Sie forderten, mit Waffengewalt, eine Mautgebühr von den Einheimischen. In einem Fahrzeug saß der Bürgermeister von Filadelfia, Holger Bergen und appellierte an die Indianer auf, den Weg frei zu geben. Es gab einen heftigen Wortwechsel, im Zuge dessen räumten die Ayoreos die Straße und drohten, nächsten Tag wieder zurückzukommen.

Andere Beteiligte wurden im Vorfeld an derselben Stelle von den Indigenen zu einer Zahlung von 20 Millionen Guaranies aufgefordert, sonst würde ihr Fahrzeug beschlagnahmt, weitere Bedrohte flüchteten in eine nahe gelegene Polizeistation. Die Beamten konnten eine Person verhaften, die mit einem Schrotgewehr einen Fahrer bedroht haben soll.

Mittlerweile ist der Staatsanwalt Juan Manuel Ledesma, aus Filadelfia, mit der Angelegenheit betraut worden. Er ermittelt wegen illegalen Besitzes von Feuerwaffen und Freiheitsberaubung mit Waffengewalt. Der Beschuldigte ist weiterhin auf freiem Fuß, obwohl angeblich schon ein Haftbefehl bestehen soll.
Bergen bedauerte die Situation und sagte, es sei nicht der erste Zwischenfall dieser Art gewesen. Egon Neufeld, ein örtlicher Unternehmer, sprach von “Erpressung, die schon länger andauert“.

Die Ayoreos wollen offenbar erreichen, dass der staatliche Stromversorger ANDE Leitungen in ihr Siedlungsgebiet verlegt. Die Arbeiten haben schon begonnen, sollten Ende Dezember 2016 abgeschlossen sein, aber dies ist nicht der Fall.

Quelle: Hoy

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.