Behinderte fordern Respekt und keine Betteleien

Asunción: Die Nationale Vereinigung der öffentlich Bediensteten von Paraguay mit Behinderungen (Asonadis) übt harte Kritik an der Kampagne Teletón. Sie fordern Respekt und keine Betteleien für Behinderte.

„99% der arbeitenden Menschen mit Behinderungen in Paraguay billigen nicht die verabscheuende und abstoßende psychosoziale Manipulation mit der Teletón ihre Würde behandelt“, sagte Julio César González, Präsident von Asonadis.

10 bis 12% der Paraguayer haben irgendeine Form von Behinderung, Das sind rund 700.000 bis 850.000 Bürger. Die Kampagne Teletón unterstützt aber nur rund 2.000 Personen aus diesem Sektor.

„Wir wollen weder das Mitgefühl noch das Mitleid des paraguayischen Volkes. Wir sind keine Objekte des Mitgefühls von irgendjemand, sondern würdige Menschen mit Rechten und menschlichen Gesichtern. Die übertrieben und abscheuliche Darstellung von Jugendlichen oder Kindern mit Behinderungen ist illegal. Teletón verletzt Menschenrechte durch den Eindruck, dass Behinderte in Armut oder Elend leben würden“, lautete eine Erklärung von Asonadis.

Die Vereinigung fordert Respekt, Arbeits-, Bildungs- und Gesundheitsmöglichkeiten für ihre Zielgruppe. Asonadis verlangt, dass Teletón klare Zahlen vorlegen solle, wohin die Spendengelder gehen. Teletón ist eine private Stiftung und habe keine Person im Vorstand mit Behinderung, das sei eine Doppelmoral.

„Niemand kann den Verlauf der Spendengelder prüfen. Weil Teletón als barmherziger und braver Samariter auftritt wagt niemand daran daran zu zweifeln was sie tun. Es ist erforderlich die Stiftung transparent zu machen und was mit den öffentlichen Geldern der Menschen geschieht. Sie helfen zwar Kindern und Jugendlichen mit sehr wenigen Mitteln, was nicht geleugnet wird, aber das ist nicht der wahre Kern der Angelegenheit. Teletón projiziert uns als Bettler und das sind wir nicht. Wir sind geschätzte Mitbürger und Landsleute“, erklärte der Verband Asonadis.

Erst am vergangenen Wochenende hatte die Teletón Stiftung wieder zu einer großen Spendenaktion aufgerufen. Zum ersten Mal seit 10 Jahren wurde das gesteckte Ziel von über 15 Milliarden Guaranies nicht erreicht. Es kam eine Summe von 13.754.804.281 Gs. zusammen.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / ABC Color

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4 Kommentare zu “Behinderte fordern Respekt und keine Betteleien

  1. Egal um welche „Wohtätigkeitsorganisation“ es sich handelt, ob hier oder sonst irgendwo auf der Welt, es geht nur darum, daß sich die Verwaltungen die Taschen füllen.
    Vor vielen Jahren gab es eine Überprüfung einiger Oranisationen durch die Stiftung Warentest.
    Bei keiner der sogenannten Hilfsorganisationen kam mehr als 10% der Spendengelder wirklich dort an, wofür sie eingeworben wurden.
    90% oder mehr blieb in der Verwaltung „hängen“.
    Man sieht es doch schon daran, mit welchen Luxusfahrzeugen die Mitarbeiter vor Ort herumfahren, wo und wie sie untergebracht sind, usw.
    Wenn zur Kleiderspende aufgerufen wird, verkaufen die Organisationen das Recht, diese einzusammeln an Privatunternehmer, die sie sortieren.
    Die Markenklamotten werden in Second Hand Läden verkauft, der Rest wird in den Ländern der 3.Welt verhökert.
    Damit wurde und wird dann die einheimische Textilindustrie kaputt gemacht.
    Und die meisten Spender sind immer noch der Meinung, die Kleidung käme Bedürftigen zugute.

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