Bei einem Flugzeugabsturz kam das größte militärische Genie ums Leben

Asunción: Am 7. September 1940 starben bei einem Flugabsturz der Präsident der Republik, der damalige General José Félix Estigarribia, seine Frau Julia Miranda Cueto und der Pilot Carmelo Peralta auf tragische Weise. Sie waren auf dem Weg von Asunción nach San Bernardino, wie sie es normalerweise jedes Wochenende taten.

Das Buch “Luftfahrt vor und während des Chaco-Krieges“ enthält Einzelheiten zu dem Flug, den Estigarribia und seine Frau in die oben genannte Stadt bringen sollte. Das 1927 gebaute Flugzeug, eine Potez 25, war im Chaco-Krieg im Einsatz. Kapitän Carmelo Peralta war der Pilot. Das Flugzeug startete gegen 11:00 Uhr in Ñu Guasu.

Ursprünglich wollten der Präsident und seine Frau in einem in Italien hergestellten Flugzeug mit einer Kapazität für sechs Personen die Reise antreten, aber die Maschine war zu diesem Zeitpunkt nicht verfügbar, da sie in den Chaco unterwegs war, um nach einem erkrankten Soldaten zu suchen. Sie baten ihn, 40 Minuten zu warten, dann würde das Flugzeug, das sie normalerweise benutzten, wieder verfügbar sein.

Estigarribia zog es vor, nicht zu warten und dann wurde ihm eine kürzlich reparierte Potez 25 mit einer Kapazität von zwei Personen zur Verfügung gestellt.

Die Potez 25 erreichten San Bernardino nie und die Überreste wurden in der Nähe von Altos gefunden. In Berichten heißt es, dass sich Estigarribia und seine Frau zum Zeitpunkt des Aufpralls umarmt hätten.

Als Soldat galt Estigarribia als Genie, dessen Strategien während des Krieges mit Bolivien angewendet wurden. Er hatte zuerst den Rang eines Obersts inne und nach den beiden Gefechten bei Campo Grande und Pozo Favorita, in denen er alle seine taktischen Fähigkeiten demonstrierte, die er während seines Studiums in Chile und Frankreich erworben hatte, wurde er zum General befördert.

José Félix Estigarribia wurde am 21. Februar 1888 in Caraguatay, Departement Cordillera, geboren. Während seiner politischen Karriere nach dem Ende des Chaco-Krieges war er Botschafter in den Vereinigten Staaten und anschließend Präsident der Republik. Nachdem er die allgemeinen Wahlen als Kandidat der Liberalen Partei gewonnen hatte, nahm er diese Position am 15. August 1939 ein und hielt sie bis zu seinem Tod am 7. September 1940 vor 80 Jahren.

Eines der herausragendsten Ereignisse der kurzen Zeit seiner Präsidentschaft war die Abschaffung der Verfassung von 1870, die durch die neue von 1940 ersetzt wurde. Seine sterblichen Überreste ruhen im Nationalen Pantheon der Helden.

Wochenblatt / La Nación / Twitter

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6 Kommentare zu “Bei einem Flugzeugabsturz kam das größte militärische Genie ums Leben

  1. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Also das groesste Genie von Paraguay – und nicht weltweit.
    Hier der erste Luftkampf in Suedamerika mit einer Potez 25 (paraguay) und einer Vickers (bolivien): https://youtu.be/IijJtjE6Bto.
    Ein Pabon aus Bolivien soll damals das paraguayische Flugzeug abgeschossen haben.
    Das war das Fliegerass aus Bolivien. Der wurde spaeter dann aber bei Mcal Estigarribia von einer paraguayischen Potez 25 abgeschossen: https://youtu.be/fub2JRaD2Sg.
    Im ersten Video werden die Paraguayer wieder Guarani bezeichnet was andeutet das auch der Chacokrieg ein Stammeskrieg war.
    Die Potez 25 waren so langsam dass die Paraguayer die Taktik der Alliierten im 1. Weltkrieg anwandten da die deutschen Flugzeuge weit schneller waren. Die Potez 25 wurde dicht ueber die Baumkronen im Zickzack geflogen bei STOL Geschwindigkeit (so langsam wie moeglich ohne abzuschmieren). Dann schiesst die schnelle Vickers an der langsamen Ente vorbei und der Schuetze schiesst was das Zeug haelt der Vickers hinterher (nicht Salvenschiessen sondern das ganze Magazin leeren). Eine der Kugeln traf das bolivianische Ass Pabon worauf der englische Vogel dann runterging.
    Die Potez 25 waren Zweisitzer und militaerische Maschinen. Die Frau des Marschalls sass also auf des Marschalls Schoss als sie abschmierten. Die Potez 25 waren damals moderne Kampfflugzeuge.
    Warum man nicht mit der gleiten konnte wie mit modernen Buschflugzeugen ist mir ein Raetsel. Normalerweise sollte man den Motor in der Luft abstellen koennen und dann bei den breiten Fluegeln seelenruhig abgleiten koennen. Da muss wohl einer bei der Wartung eine Schraube vergessen haben oder das Ruderseil riss.

  2. Da war dann sicherlich das größte Reparaturgenie der Welt vorher am Flugzeug beschäftigt. Oder der General kam gerade zur Tererepause und sie hatten die Kiste noch nicht ganz zusammengeschustert. Wobei – hier bleiben doch eh bei jeder Autoreparatur einige Schrauben übrig…. Ist hier normal.

  3. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Die Potez 25 war fuer die damalige Zeig garnicht so leicht bewaffnet. Sie war mit Madsen MG’s aus Daenemark bestueckt. Diese hatten spgar schon synchron MG beim Propeller was wohl der Gipfel der Technologie damals war. Im 1. Weltkrieg glaub ich war das noch nicht.
    Diese Potez 25 scheinen aber aus Holz gefertigt geqesen zu sein.
    Sie hatten 1 MG vorne das nach vorne schoss synchron durch den Propeller. Dann beim Bordschuetzen ein Madsen MG das nach unten durch ein Loch im Boden zeigt um Convoys am Boden zu beschiessen wie LKW’s, etc. Dann das Hauptmaschinengewehr das hinter dem Bordschuetzen montiert war das in alle Richtungen zielen konnte und von rechts und links und hinten den Bereich abdeckte. Das war nicht ganz ohne.
    Dad muss die fliegende Festung der damaligen Zeit gewesen sein und ein Video meint dass die Bolivianer sich in acht hielten vor der langsamen aber schwerbewaffneten Ente. Dazu konnte die Pitez 25 noch Bomben tragen. Also dem Ding naeherte man sich nur aus gewissen Winkeln und dann mit Geschwindigkeit. Flog man vorbei schoss die Ente einem mit allem was sie hatte hinterher die Taktik der Alliierten des 1. Weltkriegs kopierend.
    Ein standard Madsen Leichtes Maschinengewehr hat aber eine viel zu geringe Kadenz fuer ein Flugzeugmaschinengewehr. Beim Flug MG will man eine sehr hohe Svhussrate haben umd so viel Blei in den kurzen Zeitfenstern abzufeuern wie es nur geht. Dazu eignete sich das MG 42 gut mit 1200 Schuss pro Minute, aber das Madsen?
    Es koennten auch spezielle Flug-Madsen gewesen sein mit einer hoeheren Kadenz.

  4. Der Mann ist wohl an seiner eigenen Autorität gestorben und hat Frau und Pilot mit in den Tod gerissen. Ohne seine Autorität haette man ihm gesagt, warte bis das passende Flugzeug zurueck ist oder nimm ein Auto bzw LKW. Beim Praesidenten und General hat man sich das nicht getraut…..

    1. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

      Das scheint der Fall zu sein. Er starb an seinem eigenen Hochmut. Uebergewichtig svheint die Ente nicht gewesen zu sein denn die 3 Madsen Maschinengewehre duerften zusammen mit Munition durchaus das Gewicht det Frau erreicht haben und das Flugzeug war ja wahrscheinlich jetzt ohne die Bewaffnung. Lektion: flieg nie als erster nach der Wartung sondern der Mechaniker muss zuerst fliegen und den Testflug machen. Bei den Deutsvhen muessen ja auch bim U-Boot die Mechaniker, Ingenieure und Arbeiter den ersten Tauchgang machen um sicherzugehen dass sie auch gute Arbeit geleistet haben. Saeuft der Kahn ab so sind sie alle tot und man weiss wenigstens was Sache ist.

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