“Big Mac Index“

Der Big Mac Index wurde von der Zeitschrift “The Economist“ erfunden, er zieht Vergleiche des Hamburgers im Verhältnis zu verschiedenen Währungen der Erde.

Auf lange Sicht ist die Vorstellung, bestehende Wechselkurse der Ländern gegenüber des Preises eines identischen Warenkorb, in dem Fall eines Burgers, basierend auf dem Vergleich mehrerer Länder, zu erheben. Der Big Mac ist ein Indikator für die Kaufkraft einer Währung, da es ihn fast überall auf der Welt in standarisierter Größe gibt.

Beispielsweise betrug der Preis eines Burgers 2015 in den USA 4,79 US $, in China waren es nur 2,74 US Dollar.

Der Faktor dient allein dazu, Wechseltheorien leichter verstehen zu können. Mittlerweile hat dieser, obwohl lange verschmäht, globale Beachtung gefunden, in verschiedenen Wirtschaftslehrbüchern und mindestens in 20 wissenschaftlichen Studien hat man die Parameter angewendet und für weitere Analysen genutzt.

Die Aussagekraft ist allerdings begrenzt, denn die Wechselkurse werden in der kurzen Frist nicht nur aus Preisentwicklungen und Güterströmen festgelegt, sondern auch durch Devisenspekulationen und Zinsdifferenzen zwischen den Währungsräumen, Konjunkturentwicklungen und politischen Faktoren bestimmt.

Der Big Mac wird außerdem in einigen Ländern auch aus religiösen Gründen nicht angeboten, sodass an dessen Stelle ein ähnliches Produkt als Vergleichsmaßstab verwendet wird (zum Beispiel Indien). Aufgrund der Tatsache, dass die durch andere Faktoren beeinflussten Burgerpreise dem Big Mac Index zugrunde liegen, kann mit dem Index die Kaufkraft von historischen Währungen offensichtlich nicht objektiv gemessen werden.

Hier ist nachzulesen wo und wie sich die Preise in den einzelnen Ländern darstellen, Paraguay ist nicht erfasst, eine Feldstudie des Wochenblatt ergab Kosten in Höhe von 16.000 Guaranies für die Anschaffung eines Big Mac in Paraguay, dies sind umgerechnet 3,09 US Dollar, etwa in der Mitte zwischen China und den USA.

Quelle: The Economist, Foto: Evan-Amos

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2 Kommentare zu ““Big Mac Index“

  1. Sehr guter Artikel, der den Schwachsinn der ganzen Wirtschaftsforschungsinstitute etc. belegt.
    Wenn man bedenkt, dass es Dutzende von solchen Instituten allein in Deutschland gibt, die größtenteils entweder direkt oder indirekt vom Staat finanziert werden (z.B. Stiftungen, die sich mit „eingesparten“ Steuern finanzieren) und welche Gelder damit sinnlos verschleudert werden, dann kann einem schon ziemlich übel dabei werden. Und wenn ich dann noch einen Herrn Sinn im TV sehe…, ja spätestens dann weiß ich wieder, warum ich Deutschland verlassen habe. 😉

    1. Ich bin für einen Maniok-Index. Da wäre dann Paraguay vermutlich nach etlichen afrikanischen und einigen asiatischen Staaten im vorderen MIttelfeld der günstigsten Staaten anzutreffen.
      Und wieder ein Grund, nach Paraguay auszuwandern oder hier zu bleiben: Günstiger Maniok… — So ihr Paraguay-Kritisierer: Da bleibt euch die Spucke weg, wa?

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