Bilanz des Grauens: 10 Tote und Millionen an Schaden nach Unwetter

Asunción: Das Unwetter des vergangenen Sonntagmorgens, welches über das ganze Land zog, richtete viel Schaden an. Es tötete eine Großmutter samt zwei Enkel und sorgte für tödliche Unfälle auf den Straßen.

Offengelegt wurde wieder einmal wie arm und schlecht die Infrastruktur des Landes ist. In Asunción rutschen Häuser ins Nichts, in Lambaré Autos, in Caaguazú löste sich der Asphalt auf und Capiatá stand fast komplett unter Wasser.

Um 04:15 Uhr begann Sonntagmorgen in Asunción das Unwetter, was am Nachmittag als das niederschlagsintensivste in den letzten 23 Jahren betitelt wurde weil 172,5 mm Regen innerhalb von zwei Stunden* fielen.

Die ersten Opfer waren Sara Carolina Jiménez Riveros (49) sowie ihre Enkel von 6 und 8 Jahren, die von einer Schlammlawine davon gespült wurden, nachdem das Haus durch einen umgefallen Baum den Abgrund herunter rutschte. Weitere Kinder im Alter von 5 und 13 wurden schwer verletzt ins Trauma Krankenhaus gebracht. Eine andere Frau aus den Reihen der Polizei rutschte mit ihrem Auto gegen einem Betonmauer in Capiatá und starb.

Im Großraum fielen 49 Strom-Verteiler aus, womit fast eine halbe Million Menschen zeitweise ohne Strom waren, währenddessen in Villa Elisa die Feuerwehr versuchte Millionen von Litern Alkohol zu löschen. Die Flammen sollen voraussichtlich erst am Vormittag des morgigen Dienstag vollkommen gelöscht sein.

Der Fahrzeugverkehr auf der Ruta II war im Bereich von km 149 für gut 10 Stunden unterbrochen, bis man wieder die Fahrspuren freigeben konnten. Grund für die Ablösung des Asphalts und Überflutung der Strecke war ein alter Wasserablauf, der den Regenmassen nicht standhielt. Auch in Ciudad del Este lief der städtische See über und überflutete ein Stadtteil komplett. Auch am heutigen Nachmittag soll es wieder regnen.

  • wurde geändert.

Wochenblatt

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5 Kommentare zu “Bilanz des Grauens: 10 Tote und Millionen an Schaden nach Unwetter

  1. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Nur 175mm in 24 Stunden? Das ist nichts. In einem 15 Km x 25 Km Quadrat regnete es im Chaco vor einigen Wochen bis zu 600mm in 24 Stunden. Das sind mehr als 50% der Jahresregenmenge. Da machte das Ministerium den Asphalt ueber 200 Meter auf damit das Wasser durch konnte.
    Im Chaco wird es so langsam wie in Deutschland – es regnet fast jeden 3. Tag so 10 bis 20mm.

    1. Keine Sorge, ich bin ja kein hiesig Hobby-Meteorologe. So viel ich weiß gibt der Rest der 5 bis 6 Länder dieser Erde (fragen Sie einen Eingeborenen) diese Angabe pro Stunde und nicht pro zwei Stunden an. Aber nichts ist unmöööööglich in Absolutbescheurtstan (man kann es also ins Positive oder ins Negative ziehen, der Betrag von Bescheuert ist immer Bescheuert).
      Nun, schuldig an Toten und Verletzten kann natürlich nur das doofe Wasser sein, das vom Himmel viel. Denn es wusste einfach nicht wohin. Hat sich überall mal verteilt, um den Müll von überall gleich mitzunehmen.

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