Bildungsministerium kauft Notebooks für seine Lehrer

Asunción: Obwohl die Initiative Schüler mit Notebooks auszustatten schon vor fast zwei Jahren Einklang fand, sind es nun 38.000 Lehrer, die sich nach der Ausschreibung auf ein Arbeitsgeschenk zum Ende des Jahres freuen können.

Der Ausschuss, der die Angebote von fünf Firmen, darunter der nationale Hersteller Guru, prüfte erklärte bei einer Pressekonferenz, dass die Preise für besagte Menge zwischen 75,8 und 158 Milliarden Guaranies bewegen. Damit bewegt sich die Preisspanne pro Notebook zwischen 1.994.000 und 4.116.000 Guaranies.

Innerhalb von 10 Tagen müssen die Mitglieder des Ausschusses eine Entscheidung treffen, damit die elektronischen Helfer noch vor Jahresende angeschafft werden können.

Eine Reihe von Sachen wurde den Anbietern auferlegt, um an der Ausschreibung teilnehmen zu können. Sie mussten zum Beispiel ein Ausstellungsmodell des angebotenen PCs zur Verfügung stellen. Wichtig, so ein Sprecher des Ministeriums, ist nach wie vor der Preis bei der hohen Stückzahl.

(Wochenblatt / Red Guaraní)

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2 Kommentare zu “Bildungsministerium kauft Notebooks für seine Lehrer

  1. Na hoffentlich enthalten diese Notebooks auch Programme zum Erlernen der spanischen Sprache.
    Die meisten Lehrer sind dieser Sprache kaum mächtig oder reden aus purer Bequemlichkeit nur Guarani oder Jopara mit den Schülern.

    Auch die Ausgabe dieser Einfach-Notebooks schon an Erstklässler finde ich kontraproduktiv.
    Die Kinder lernen weder lesen noch schreiben noch rechnen, aber wie man mit diesen Dingern Musik runterlädt und Spiele machen kann, DAS lernen sie ganz schnell.

    Im Prinzip finde ich es gut, daß Lehrer und Schüler mit Notebooks ausgestattet werden.
    Aber zuerst einmal sollten die Lehrer dazu gebracht werden, ihren Pflichten nachzukommen, indem sie auch bei schlechtem Wetter an ihrem Arbeitsplatz erscheinen.

    Und für die Kinder wäre es noch früh genug, erhielten sie ihr Notebook ab der 4.Klasse.
    Zuersteinmal sollten sie das 1 x 1 lernen und Kopfrechnen, auch richtig lesen und schreiben.
    Und dann erst das Spielen am PC.
    Wie wäre es, Bibliotheken in den Schulen einzurichten, damit die Kinder Freude am Lesen bekommen ?

  2. Da bin ich voll und ganz der Meinung von @TejuJagua.
    Zwar ist Wikipedia äusserst wertvoll für die Menschheit. Es gibt auch gute SpielLernProgramme für Kinder, doch die guten sind kostenpflichtig.
    Die Kinder werden ihren OLAP hauptsächlich dazu benutzen, um auf Facebook zu kommunizieren oder Youtube-Videos herunterzuladen. Kostenlose Kinderlernprogramme sind meist nach kurzer Zeit langweilig.
    Lehrer sollten einen Notebook haben, diesen jedoch selber kaufen, wenn sie einen möchten. Warum soll der Staat diesen finanzieren?
    Nun stellt sich mir die Frage, welchen Vorteil ein Lehrer hat, wenn er einen Notebook besitzt! Lehrer, welche auf Kinder losgelassen werden, sollten den Umgang mit Word/Excel schon intus haben, und diesen nicht noch erlernen müssen! Nun können die Lehrer als Word/Excel lernen, toll, aber ein wenig kostenintensiv ist es. Nun können die Lehrer einen Stundenplan auf ihrem eigenen Computer erstellen, toll? Sie können sich auch mittels auf Youtube veröffentlichen Videos in Mathematik weiterbilden, toll. Und was sonst noch? Ach ja, sie können auf dict.cc ein paar Spanisch-Englisch-Übersetzungen nachschlagen. Hat jemand eine Idee für was ein Lehrer sonst noch einen Notebook dringend braucht?
    Ausserdem ist das Lernen durch die Handschrift statt über die Tastatur immer noch viel besser.
    Für dieses Geld würde der Staat besser altersgerechte Literatur in Buchform abgeben.
    Naja, alles ist nicht schlecht, ich mag es den Kindern und Lehrern gönnen. Aber es ist und bleibt ein teurer Spass für den Staat, wenn man bedenkt, dass sie nun zwar Computer haben, aber auf halb kaputten und nicht für die Körpergrösse ausgelegten Möbeln, in halb verschimmelten Klassenzimmern lernen und lehren müssen und alle Tage mal wieder keinen Strom haben und noch viele andere Mängel…

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