Bischof: “Der Albtraum hat bereits begonnen“

Caacupé: Die jüngsten Auftragsmörder und die Gewalt, die das Land erleidet, zeugen von einer Atmosphäre des moralischen Verfalls, in der wir leben, beklagte sich der Bischof Ricardo Valenzuela, der die Gläubigen aufforderte, für wahren Frieden zu kämpfen.

„Nach dem heiligen Augustinus ist Frieden die Ruhe der Ordnung und Menschen. Wenn es zu Unordnung kommt, kommt es zu Unruhen, Unstimmigkeiten und Krieg“, sagte der Bischof aus Caacupé während der Predigt bei der Messe in der Basilika.

Er fügte hinzu, dass “innerer Frieden aus der ruhigen und stabilen Ausrichtung all unserer Neigungen und Wünsche auf Gott besteht, der der Führer alles Existierenden ist. Aber alles verschwindet, wenn der Wille des Menschen gegen die Vernunft von Gott und seinem Willen abweicht und sich auf die Suche nach materiellen Gütern macht, die die Welt bietet“.

Valenzuela versicherte, dass “wir uns aufgrund von Unehrlichkeit und Mangel an Idealen in einem Umfeld moralischer Dekadenz befinden. Wir sind den Höhen und Tiefen der Welt ausgesetzt“, in Anspielung auf die jüngsten Morde von Attentätern, dem Staatsanwalt Marcelo Pecci und dem Bürgermeister von Pedro Juan Caballero, José Carlos Acevedo. Und er fügte den Fall des 3-jährigen Mädchens hinzu, das von ihrem Stiefvater in Caaguazú zu Tode geprügelt wurde.

Valenzuela verwies auch auf die Androhung von Schießereien und Berichte über sexuellen Missbrauch in Schulen und fügte hinzu: „Dies lässt uns denken, dass der Albtraum bereits begonnen hat. Was kommt als nächstes?”

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Ultima Hora / Beitragsbild Archiv

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7 Kommentare zu “Bischof: “Der Albtraum hat bereits begonnen“

  1. Man muß weder katholisch noch evangelisch ausgerichtet sein, oder überhaupt an nichts glauben, doch man muß anerkennen, daß die Worte von Bischof Valenzuela voll in´s Schwarze treffen. Einer der wenigen im Lande, der den Mut hat, die Wahrheit über die hiesigen Zustände immer wieder offen auszusprechen. Allerdings sind die Zustände in Paraguay auch nicht so viel anders, wie anderswo in der Welt. Es scheint eher so, daß die gesamte Menschheit an einem Zustand des allgemeinen geistigen und moralischen Verfalls leidet, es nicht bemerkt und auch noch stolz darauf ist. Wie sagte doch schon Jesus: “Breit ist der Weg in die Hölle und viele sind es, die diesen Weg gehen. Doch schmal ist der Pfad in das Himmelreich und wenige sind es, die sich darauf bewegen.”

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  2. Der Bischof hat hier recht, aber ich glaube trotzdem nicht an den Unfug mit Himmel und Hölle.
    Das Märchen dient nur zur Disziplinierung und Schurigelung der Gläubigen.
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    Zum Thema Hölle:
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    Heinz klopft bei Petrus an die Pforte.
    Petrus lässt ihn rein.
    P: Guten Tag, möchtest Du in den Himmel oder die Hölle?
    H: Weiss nicht…
    P: Ok, wir sind ein modernes Dienstleistungsunternehmen, ich führ Dich
    mal rum und zeig Dir alles.
    H: Und wenns mir nicht gefällt?
    P: dann kannste Dir in der Hölle alles ansehen und entscheiden.
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    Sie latschen von Wolke zu Wolke, Petrus zeigt Manna und Hosianna Wolken.
    Auch Halleluja Wolken sind im Programm. Wolken voller Harfen und Schalmeien.
    Der Heinz findet das alles stinklangweilig.
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    H: Ist krass öde hier, wo sind die denn alle?
    P: Tja leider alle in der Hölle. Da geht der Punk ab, da kann ich nicht
    mithalten.
    H: Kann ich mir das ansehen?
    P: Sicher, hier in dieser Wolke ist ein Fahrstuhl. Wenn Du dort unten
    ankommst, dann sagst Du, ich hätte Dich geschickt.
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    Gesagt getan. Unten angekommen öffnet sich die Tür und man sieht eine
    riesige Empfangshalle. Alles mit tollster Beleuchtung, künstlichen Seen
    mit Flamingos, Spiegel und tolle Sitzecken, herrliche Pflanzenbeete.
    Dazwischen laufen absolute Super Models in aufreizenden Kostümen.
    Prompt kommt so eine leckere 90-60-90 Mieze auf ihn zu.
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    Hallo, ich heisse Chantalle und begrüsse Dich recht herzlich.
    H: Petrus schickt mich, Du sollst mir alles zeigen, damit ich mich entscheiden
    kann.
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    C: Ok, ich führ Dich rum.
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    Sie gehen aus der Empfangshalle rüber in ein gewaltiges Spielcasino, danach
    durch Konzerthallen mit klassischer Musik, Rock-Arenen, Jazz… Einfach toll.
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    Dann noch mit einem Aufzug in die Hotelzimmer. Eine ganze Suite mit Whirlpool,
    tollen Wohnzimmer mit tollster Audio/Video Technik, einem riesigen Schlafzimmer
    mit Himmelbett und allem Schnickschnack. Sie treten auf den Balkon mit einem
    prächtigen Kugelgrill. Draussen riesige Parkanlagen. Vor dem Hotel ein Parkplatz.
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    H: Iss ja irre, lauter Lambos, Ferraris, Porsche, Maserattis, Bugattis…
    C: Auch für Dich ist was dabei, such Dir einen aus.
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    H: Toll, kann ich noch mehr sehen?
    C: Sicher, sie schnippt mit den Fingern und ein Hubschrauber kommt. Sie steigen
    ein und fliegen los.
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    H: Der Wahnsinn, das sind ja Golfplätze, Tennisplätze und ein Yachthafen.
    C: Du kannst Dir jede Yacht wünschen. Kein Problem.
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    H: Toll, aber was ist das denn dahinten auf der Waldlichtung für ein hässlicher
    grauer Kasten?
    C: Fliegen wir doch einfach hin und Du siehst es Dir an.
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    Sie landen neben einem 100m breiten, 200m langen und 20m hohen Betonklotz.
    In den Wänden sind Schiessscharten. Sie gehen hin und der Heinz schaut durch
    die Schlitze in eine gewaltige Halle. Darin steht ein riesiges Eisenbecken,
    voll mit siedendem Pech, jede Menge schreiender Leute darin. Darunter ein
    gewaltiges Feuer und jede Menge Teufel, die mit glühenden Zangen rumsausen
    und die Leute zwacken.
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    H: Ist ja grauenhaft, was soll das denn?
    C: Ach das ist für die Christen, besonders die Katholiken, die wollen das so!
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    🙂 🙂 🙂

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  3. Solange es die Beichte und die Absolution gibt, werden die Katholiken weiterhin “fröhlich” sündigen.
    Denn der Pfaffe vergibt ihnen ja alle Sünden und sie sind wieder “rein”.
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    Dazu kommt, daß es hier keine Schuldkultur gibt, sondern eine Schamkultur.
    Es ist nicht schlimm zu lügen, zu betrügen, zu stehlen, fremdzugehen und zu morden.
    Solange man dabei nicht erwischt wird ist alles bestens und die Täter fühlen sich auch kein bisschen schuldig.
    Aber wehe, sie werden ertappt, dann schämen sie sich. Aber nicht wegen des Unrechts das sie begangen haben, sondern weil sie ihr Gesicht verloren haben.
    Dem Opfer, das sie angezeigt und ihrer Strafe zugeführt hat, verzeihen sie das nie.
    Denn es hat sie vor ihrer Familie und den Freunden blossgestellt.
    Ihre Taten bereuen sie nie und nimmer. Sie beklagen nur, daß sie bestraft werden.

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