Blut ist dicker als Tinte

Asunción: Sicherlich könnte man dem Wochenblatt vorwerfen nicht ausreichend über Sport und Kultur zu berichten. Die Cartes Presse hingegen versucht alles um Namensträger nicht erscheinen zu lassen.

Der Versuch von Cartes‘ Cousin 2.000.000.000 Guaranies aus Darío Messers Vermögen von der Nationalbank des Landes abzuheben samt existierenden Bildern der Überwachungskamera war den Cartes Medien La Nación, Hoy und anderen nicht von ausreichender Wichtigkeit sie in ihre Berichterstattung einfließen zu lassen. Auch der Fakt, dass diese Summe aus Luxemburg stammte und die Nationalbank Messer als gefährliches Glied im Bankwesen einstufte, scheint da niemand zu stören.

Und tatsächlich muss man sich fragen, ob jemand so etwas noch lesen will oder sich seine Meinung schon gefestigt hat. Die Amtszeit ist so gut wie vorüber. Alicia Pucheta ist neue Vizepräsidentin und Dario Messer ist immer noch auf der Flucht. Der einzige, der mit Sicherheit weiß, wo er sich aufhält ist vermutlich der scheidende Präsident.

Und ja, das Wochenblatt macht sicherlich nicht alle Leser mit ihren Themen froh. Tatsächlich bieten wir größtenteils die Themen an, die von Ihnen am liebsten bzw. am meisten gelesen werden. Da wir sehen können, wie oft jeder Artikel gelesen wird, ist es ein Einfaches bevorzugte Themen herauszufiltern und somit der breiten Masse das zu bieten, was sie lesen möchte. Nichtsdestotrotz werden auch bei uns Themen “angeschnitten“, was nicht zwingend Mainstream ist und nicht so oft gelesen wird. Um ein breites Spektrum abzudecken, kann man sich nicht nur an der Masse orientieren.

In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern einen schönen Donnerstag.

Wochenblatt / Abc Color / Última Hora

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9 Kommentare zu “Blut ist dicker als Tinte

  1. Au ja fein liebes Wochenblatt. Weiter so mit Themen über Religion, weiß gekleidete Gespenster und Alltägliches aus Schildbürghausen.
    Und warum wurde Cartes‘ Cousin beim Abheben von 2.000.000.000 Guaranies aus Darío Messers Vermögen bei der Nationalbank überhaupt erwischt? Ich meine, damit müsste Herr Cartes eigentlich etwas in die Bredouille kommen.

  2. Das ließt sich wie eine Entschuldigung. Ist etwas vorgefallen?
    Für mich war die Information, Verbindung Cartes / Messer, eine der Besten hier im Wochenblatt seit langem.
    Selbst suchte ich schon lange nach dieser Verbindung. Ich wußte daß es sie geben muß und habe vergeblich versucht diese in Cartes Familie zu finden. Nun ist das Puzzle komplett. Naja, fast…. jetzt kommt bei mir die Frage auf „ist Cartes Strohmann?“ Weil wenn er kein Blutsverwandter ist, muß man diese Frage mit JA beantworten. Gojim bleibt Gojim.

      1. Tja, Gerissenheit, Verschlagenheit, Tücke, Schläue, Hintertriebenheit usw. sind wohl eine Art der Klugheit. Leute welche sich dem bedienen gehören für mich in die Sparte menschlicher Abfall.

  3. Es ist ja nur bescheiden das wenn du ein paar 1000 U$ legal von deiner Bank im Ausland auf deiner Bank in Paraguay holen moechtest und alles uebersetzt und wer weiss was noch alles und immer noch sachen brauchen und momate lang herum fahrst und wartest extrem und die summe wenn der jetzt nicht auf der flucht gewesen wahre ohne probleme bekommen haette und ich sehe das als schweinerei und banditen an

    1. Das ist auch eine Sache, die mich fuerchterlich aufregt. Die Banken schikanieren bei Kleinstbetraegen unter dem Vorwand der Geldwaesche und jeder Heini weiss, dass die grossen Fische, die diese Gesetze eingefuehrt haben sich darueber kaputt lachen.
      Ein Wunder fast schon dass ein aufmerksamer Bankangestellte das gemeldet hat.

  4. Als Cartes das Praesidentenamt uebernahm, dachte ich etwas naiv, dass er als Selfmade-Unternehmer den Colorados den Ar*** treten wuerde. Gut, er hatte bereits eine zweifelhafte Vergangenheit, aber von den Politikern hat jeder Dreck am Stecken. Da die zweifelhafte Vergangenheit lange zurueckliegt, sah man darueber weg.
    Da Cartes als Praesident im Fokus der Presse lag bzw. liegt, kamen dann immer mehr Details an Licht. Dazu war seine „Oeffentlichkeitsarbeit“ gelinde gesagt eine Veraeppelung ans Volk. Seine Twitter- oder Facebook-Videos koennen bestens gebraucht werden in Seminaren „Wie luege ich am besten das Volk an?“.
    Dann sein Schweigen zu allen brenzligen Themen (EPP, Verfassungsaenderung, falscher Grundstueckstitel im Chaco,Zigarettenschmuggel, Skandale um Justizmanipulation) und nun als „Kroenung zum Schluss“ die bruederliche Verbindung zu einem Geldwaescher und Betrueger der ganz uebelsten Sorte.
    Im Endeffekt heisst das, dass Cartes nie weg war von diesem Ambiente.
    So eine Person duerfte nie wieder politische Aemter bekleiden und gehoert von saemtlichen Institutionen (SEAM, Senad, Geldwaescherbehoerde u.a.) auf Verdacht aller moeglicher Delikte untersucht.

    1. Diese Self Made Geschichten sind ein Märchen, genau wie die freie Wirtschaft. Diese Elfenbeintürme sind längst voll und jene, die schon drinnen sind, weil schon vor langer Zeit gekommen, haben die Eingangstüren auch schon längst verschlossen. Man kommt also nur noch hinein, wenn man die Erlaubnis hat.
      Das sind die Grundzüge dieser NWO Verschwörungstheorie, die allerdings menschlich logisch ist, weil der Mensch nach innen zu Kartellen neigt, aber nach aussen von Freiheit, Chancen und Möglichkeiten spricht.
      Das wirklich schlechte für mich, ist, dass im Gegensatz zu Herrschern anderer Jahrhunderte, die heutigen ein paar Jahre hier Politdarsteller spielen und dann nach Hause gehen als wäre nichts gewesen oder in ihren betrieb gehen, der mit ihrer eigenen Politik natürlich den Umsatz und das Monopol verbessert hat. Schröder ist ein super Beispiel, Cartes auch. Ein Unternehmer oder PRIVATMANN wird das alles immer nur als Mittel zum Zweck für seinen Betrieb sehen. Ein STAATSMANN wäre eben gesucht.

    2. So viel ich weiß kommt der Herr Präsident Cartes gar nicht aus einer so armen Familie. Diese Geschichten werden ja auch in DÖCH gerne den Jugendlichen präsentiert: „Du kannst es schaffen vom Tellerwäscher zum Millionär. Rockefeller hat’s auch geschafft.“ Ja, dann arbeiten und arbeiten sie. Nebst Glück, Verstand und Beziehungen hatte Rockefeller beim Tellerwaschen bereits das Abi im Sack.
      Der Herr Präsident Cartes‘ Vater war Pilot unter dem großen Diktator Alf Stroessner. Was dieser so alles im Flieger transportiert und alles aus dem Flieger geschmissen hat das weiß ich allerdings nicht, jedenfalls muss Cartes Papi gar nicht schlecht verdient und über ein paar sehr gute Beziehungen verfügt haben, um seinem Sprössling im einem 5. Weltland eine Ausbildung zum Flugzeugmecanico ermöglicht zu haben, inkl. Studium in den USA, das er schon alles als 19-jähriger mit Fleiß, Können, flüssigen Mitteln und Bravour beendet hat.

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