Blut ist dicker als Wasser

Asunción: Einer der treuesten Weggefährten von Ex General Lino Oviedo ist der Abgeordnete und Waffennarr José López Chávez. Bis letzten Dienstag war dieser auf der neuen Liste für die nächste Legislaturperiode (2013 – 2018) eingetragen. Der Parteichef jedoch ließ ihn streichen, um Platz für seine Kinder, Fabiola und Ariel zu machen. Sie wollen als Unace Abgeordnete wiedergewählt werden.

Die vorgefertigten Listen der Partei für ihre Vertreter im Parlament sind undemokratisch und erlauben innerparteilich viel Einflussnahme und eventuelle Entschädigungen. Ein Wechsel zu offenen Listen wird nicht vor 2015 erwartet. Dank des alten Systems halten sich einflussreiche Politiker über 20 Jahre auf ihrem gutbezahlten Posten.

„Ich habe keine Idee was los ist. Mir würde es gefallen mit dem General zu sprechen. So lasse ich die Sache nicht. Ich werde nicht mit gekreuzten Armen auf das Ende warten“, sagte gestern der polemische Gesetzgeber der Partei Unace. Ihn traf die Nachricht wie ein Eimer kaltes Wasser, gab er zu verstehen.

Laut López Chávez war er beteiligt an der Ausarbeitung und Einreichung von unzähligen Projekten. „Ich verdiene diese Behandlung nicht. Ich habe meine Loyalität gegenüber der Partei gezeigt, ich stand General Oviedo in den schwierigsten Zeiten bei, als sie uns wie Lepra-kranke Menschen behandelten“, versicherte der gekränkte Abgeordnete.

Der Grund für seine Streichung aus der „Liste der Bevorzugten“ soll gewesen sein, dass er vor Monaten gegenüber der Presse andeutete ebenfalls gehen zu können, wie andere Mitglieder der Unace, in Bezug auf Oscar Tuma und Daniel Fleitas.

Oviedo notierte seine Kinder Fabiola (33) und Ariel (34) ebenso wie den Generalbevollmächtigten und Senatspräsident Jorge Oviedo Matto an die Spitze seiner zwei Listen.

(Wochenblatt / La Nación)

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