Brücken: Eine schleichende Gefahr in Asunción

Asunción: Noch nie wurde die Struktur der Brücken in der paraguayischen Hauptstadt genauer untersucht. Nachdem eine einstürzte scheinen die Verantwortlichen aufgewacht zu sein.

Ingenieur Antoliano Benitez, Direktor für städtische Bauten in Asunción, gab zu, dass der Einsturz von der Brücke Artigas ein Weckruf gewesen sei.

Um zu gewährleisten, dass die Strukturen der 41 Brücken in Asunción keine Gefahr für Tausende von Autofahrern und Motorradfahrern darstellen, wird nun eine Erhebung über deren Zustand in mehreren Schritten erfolgen.

Der Auftrag ging an das Bauunternehmen Sergio Gavilán mit einem Volumen in Höhe von 600 Millionen Guaranies. Innerhalb von 90 Tagen müssen die ersten Berichte erstellt sein.

Benitez erklärte, dass bei dem Vorhaben Schäden entdeckt werden sollen, die auf den ersten Blick nicht zu sehen seien.

„Wir müssen bedenken, dass die meisten der bestehenden Brücken in der Hauptstadt vor mehr als 40 Jahren gebaut wurden“, sagte er.

Benitez betonte, dass er seit 28 Jahren in der Gemeinde Asunción angestellt sei und erst jetzt zum ersten Mal eine Inspektion dieser Eisen- und Stahlbetonkonstruktionen durchgeführt werde.

Er erinnerte daran, dass der Einsturz der Brücke auf der Artigas über den Fluss Mburicaó dazu geführt habe, den tatsächlichen Zustand aller Bauwerke in dem Bereich zu untersuchen.

In einem anderen Moment behauptete Ingenieur Antoliano Benítez, dass “die Arbeit dieser Beraterfirma uns erlauben wird, den Zustand der Statik zu erkennen, die mit bloßem Auge nicht gesehen werden kann. Insbesondere wenn sie oxidiert oder mit Rost versetzt sind. Die Carbonatisierung des Betons ist ein sehr schwerer Schaden, der unvorhergesehene Einstürze verursacht“.

Er betonte, dass ein abschließendes Gutachten erstellt werde, das in Abhängigkeit von den festgestellten Schäden einen öffentlichen Ausschreibungs- oder Reparaturauftrag zur Folge habe.

Er wies auch darauf hin, dass bei einer ernsten Situation entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden, obwohl er der Auffassung ist, dass niemand der Gefahr eines Zusammenbruchs ausgesetzt sei.

Schließlich erklärte Benitez, dass die Monate Oktober und November durch viele Regenfälle gekennzeichnet seien. Dadurch treten Bäche über die Ufer und können vorhandenen Schäden an den Brücken noch verschlimmern.

Wochenblatt / Ultima Hora

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8 Kommentare zu “Brücken: Eine schleichende Gefahr in Asunción

  1. Wow, man muss bedenken, dass die meisten der bestehenden Brücken in der Hauptstadt vor mehr als 40 Jahren gebaut wurden und man nun eine Erhebung über deren Zustand in mehreren Schritten erfolgen soll. Ja, tatsächlich, das gibt zu bedenken.
    Wow, durch Regenfälle treten Bäche über die Ufer und können vorhandenen Schäden an den Brücken noch verschlimmern. Ja, tatsächlich. Das konnte ich aber vor dem Lesen des Artikels noch nicht wissen, danke.
    Wow, den Zustand der Statik, die mit bloßem Auge nicht gesehen werden kann, wird in 90 Tagen bzw. drei Monaten zu erkennen sein. Mich haut’s jetzt aber um.
    Wow, 1 Million Euro um 40 Brücken in der Rekordzeit von 90 Tagen, das sind, moment, aha, ja, drei Monaten zeigt calc-app, in mehreren Schritten zu erheben. Faszinierend. 1 MILLION EURO !!! (I glaub i hab den falsche Job).
    Fazit: Inspiziere nie über 40 Jahre lang eine Brücke mit Coca-Cola sonst ist sie danach mit Kohlensäure versetzt.

    1. Aber meine Herren, diese Brueckenbauwerke wurden schon damals mit allerhoechster Sorgfalt, hervorragendem Ingenieurswissen (Praxis inbegriffen) und hoechster Praezision gebaut. Man erstellte damals sogar fuer das benoetigte Wasser Siebkurven. Also bleibt locker und haltet euch von Bruecken fern.

  2. Das paßt doch wieder optimal in das Gesamtbild: VERANTWORTUNGSLOSIGKEIT & IGNORANZ ganz nach dem Motto: „Es wird schon nichts passieren und außerdem wissen wir sowieso schon alles (besser).

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