Campesinos unterbinden Festnahme wegen Sachbeschädigung

Colonia Independencia: Insgesamt 16 Haftbefehle sollten heute morgen vollstreckt werden. Die der Polizei bekannten Personen griffen zwei Mal einen Traktoristen und Angestellten des deutschstämmigen Klaus Escher Dresow an und beschädigten das Gerät, dass in der Gegend um Caguare’i eine 130 ha große Sojanpflanzung mit Pestiziden besprühen sollte.

Die Campesinos, die schon auf die Polizeiaktion vorbereitet waren hatten zwei Straßensperren angelegt wodurch kein weiteres Vordringen zu den beschuldigten Personen möglich war. Die an den Sperren postierten Personen ließen den Uniformierten und Staatsanwalt nur den Rückweg offen, wodurch ein Aufeinandertreffen zwar unterbunden jedoch die Situation nicht endgültig gelöst wurde.

Staatsanwalt Bernardo Elizaur, der erklärte, dass die Aktion völlig ohne Gewalt ablief vermerkte, dass das eigentliche Problem nicht durch die Staatsanwaltschaft gelöst werden kann. Die Eigentümer der Sojafelder sowie die landlosen Bauern müssen sich irgendwie arrangieren.

Carmen de López, Mitglied einer politischen Organisation die sich gegen den Sojaanbau stark macht erklärte, dass die Polizeiaktion sehr zeitig begann und die Kinder einiger Familien erschreckt wurden. „Wir werden nicht erlauben, dass einer unserer Kollegen mitgenommen wird. „Wir bleiben in ständigem Alarm und werden weiterhin militant gegen das Produktionssystem vorgehen, welches sich gegen Campesinos richtet“, unterstrich sie.

(Wochenblatt / Radio 970 AM)

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11 Kommentare zu “Campesinos unterbinden Festnahme wegen Sachbeschädigung

  1. Armselige Staatsgewalt! Dann sollen sie sich auch Haftbefehle schenken wenn diese aus Angst nicht vollstreckt werden.Hier zeigt sich deutlich die Unfähigkeit Recht und Gesetz durch zusetzen.
    Trotzdem möchte ich betonen das auch ich gegen Sojaanbau in diesen Ausmassen bin und der damit verbundenen Giftaktionen.Obwohl ich diesen Deutschen den Umgang mit Pestiziden zu traue ist es einfach zu viel hier im Land was da verspüht wird.
    Aber egal was ich denke in Sachen Soja hat der Mann das Recht auf Unversehrtheit seines Eigentums und das Recht seinen Boden zu bestellen,wenn dieses Recht von der Staatsgewalt nicht durchgesetzt werden kann oder will ist das ein Zeichen von Show Gerechtigkeit.Dann auch bitte die Zeiten des Wilden Westen zurück wo jeder das Recht mit Umgeschnallten Revolver durchsetzen konnte.
    Sollte nur ein Witz sein über diese Auffassung von Recht .

    1. Stimme Ihnen grundsaetzlich zu !
      Auf was beziehen sie sich , wenn sie sagen , es waere einfach zuviel , was hier im Land verspritzt wird ?
      Im Vergleich mit welchem anderen Land ?

      1. In Brasilien werden 33,5 Millionen Hektar gen-manipulierter Mais, Soja und Baumwolle angebaut – Spitzenreiter in der Region.

        1. Richtig !
          Aber interessanter waere es zu wissen , was ist der reale Verbrauch von Chemie pro Hektar in den jeweiligen Laendern !!

      2. Mit dem Standart in Europa!Mit Giften die auch von der Natur abgebaut werden können,was hier bei manchen Sorten und der unkonntrollierbarkeit des Umgangens damit nicht möglich ist.

        1. Da moechte ich wiedersprechen !
          Welches Gift das hier benutzt wird ,hat denn inEuropa keine Zulassung ? In Europa ist es doch sogar noch moeglich Parationhaltige Mittel legal zu kaufen , die hier schon mehr als 10 Jahre nicht mehr auf dem Markt sind .
          Der einzige Unterschied ist doch , das evtl. der Umgang beim ausbringen , von besser geschultem Personal ausgefuehrt wird .

  2. Bravo Campesinos, lasst euch nicht unterkriegen, wer bis zu 6 mal pro Soja ernte gift spritz hat, kein recht weiterhin den Boden zu konterminieren sowie verantwortlich für Mitgestaltungen von kindern, obwohl es auch mit 1 mal spritzen genügen würde, danke Monsantos.

    1. Und was traeumen sie sonst noch ? Welche Kultur wird denn weniger mit Gift bespritzt ? Maiz ? Weizen ? Canola ? Hirse ?
      Wie oft glauben sie denn , wird zb. Weizen in D besprueht ? Mit 6 mal , kommen sie dabei lange nicht aus , und Beizung habe ich damit noch nicht mitgezaehlt !!

      1. Hallo Cristian!
        Zum ersten einmal ,klar wird überall gespritzt aber auf die Menge kommt es an.Ein Beispiel in den USA und Südamerika werden 6 mal mehr Mengen versprüht als in Europa..Mache das an nur einen Herbizid fest um meine Meinung dazu zu untermauern.
        Das Welt weit eingesetzte Herbizid-Glyphosat bekannt unter den namen Roundup darin enthaltene Zusatzstoffe POEA (Polyethoxylated-tallow-amine) sowie das Abbauprodukt AMPA was wesentlich giftiger ist als Glyphosat selbst.
        Dieses Herbizid ist eine Zeitbombe,Warum?
        Durch den von Roundup-Ready-Gensoja verabreichten Futtermittel bei Nutztieren entstehen Missbildungen,Fehlgeburten und Resistenzen.Was zur weiteren Folge Superkräuter hat und somit noch mehr gespitzt wird.Bei Milch,Käse,Fleischwaren,Eiern usw. sind Rückstände von diesen Herbizid enthalten was zur Folge auch hat das in der Medizin höhere Medikamenten Dosierungen gebraucht werden.Denke das hier der Knackpunk ist in der Menge des ausgebrachten Herbizids.In PY wird nach PIE mal Daumen Dosiert,darum bin ich dagegen.Was ich aber den landwirt in den es in diesen Artikel geht nicht unterstellen will.

        1. In einem moechte ich wiedersprechen !
          Auch in PY wird nicht Pie mal Daumen dosiert ! Das kann kein Mensch bezahlen , und auch den Pflanzen und der Bodenstruktur schadet dies . Ich war 20 Jahre hier in der LDW taetig , und was das dosieren anbelangt laeuft das hier nichts anders als in D . Und was die Gesamtmenge an Gift anbelangt , ist nach wie vor die EU Spitzenreiter was die Giftmenge pro Hektar betrifft .
          Und die Behauptung , das durch die „Superkraeuter“ mehr Glyphosat gespritzt wird ist schlichtweg falsch , denn seit einige dieser pflanzen hier , in BRA und ARG auftreten , wird auf Alternativprodukte zurueckgegriffen. Nur leider ist das auch nicht umbedingt besser . Aber immer noch einfacher , die Sau GLYPHOSAT durchs Dorf zu treiben , als sich Gedanken ueber Fomesafen , Lactcofen , Metsulfuron zumachen.

  3. Es sind nicht nur die große Landbesitzer, die Gift anwenden. Die kleine Firmen, die z.B. Caña bearbeiten (sei es für Honig oder Schnaps), sprühen gerne die kleine Flecken mit allen Sorten Gift, um schlechte Ernten zu vermeiden. Der schwächste Wind macht den Rest und die Nachbarn können gesetzlich nichts unternehmen da die mindestens Entfernung bis zum Nachbarn-Grundstück (100m glaube, oder?) eigentlich einbehalten ist. Aber wie gesund ist nun dies Gesetz?

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