Carperos – jetzt im Nationalpark oder doch auf Privatgelände?

Ñacunday: Nachdem der Regen nachließ zogen die rund 10.000 Landbesetzer mit staatlicher Hilfe rund 8 km weiter in ein Gebiet, was keinen Baumbestand aufweist.

Der Innminister Carlos Filizzola erklärte dazu, dass unter anderem Tranquilo Favero, der brasilianische Großgrundbesitzer im Nationalpark Flächen für den Sojaanbau roden ließ. Favero wiederum erklärte, dass das Rückzugsgebiet auf dem die 10.000 Menschen jetzt sind der Rand seines Grundstücks sei und seine Anwälte erneut einen Räumungsbefehl erwirken werden.

Somit befinden sich seiner Aussage nach die Carperos nicht im Nationalpark. Der Ansicht ist auch der Minister des Umweltsekretariats, Oscar Rivas, zusammen mit dem Generalstaatsanwalt, Javier Diaz Verón darauf plädiert hätte die Carperos erneut umzusiedeln damit der Park keinen Schaden nimmt.

Tatsächlich hatte Óscar Rivas bei der gestrigen Ortsbegehung keine Ahnung, wo die Parkgrenzen sich befinden. Aus diesem Grund sollen weitere Messungen folgen, um klar festzulegen wer sich wo niedergelassen hat.

Bleibt abzuwarten welche Dokumente vor der paraguayischen Justiz mehr bestand haben. Victoriano López, Anführer der „Landlosen“ erklärte, dass sie von diesem Land sich nicht so einfach vertreiben lassen.

Die Fläche die sie jetzt besetzen liegt auf einem 40 ha Grundstück welches an einem Waldrand endet, der Beginn des Nationalparks. Das ehemalige Maisfeld soll laut Aussage der Landlosen ein bewaldetes Gebiet gewesen sein. Faveros Anwälte dementierten dies und erklärten auch einen Eigentumstitel für dieses Teilstück zu besitzen.

(Wochenblatt / Foto: Última Hora)

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3 Kommentare zu “Carperos – jetzt im Nationalpark oder doch auf Privatgelände?

  1. ———Geldschiebereien von reichen Personen———-
    Wahr ist, dass in der Vergangenheit im Alto Paraná und anderswo es bei Erwerbung von Bodeneigentumstitel nicht mit rechten Dingen zu ging.
    Geldschiebereien von reichen Personen haben Staatsland in Privatbesitz gebracht.
    Wenn nun eine staatliche Kontrolle erfolgt ist es recht und billig. Ist es aber ehrlich gemeint? Oder soll eine allgemeine Verunsicherung bei den Eigentümer bewusst politisch gewollt sein.
    Doch auf jedem Fall ist es nicht rechtens, wenn auf dem Fuße die Landbesetzer mit den Bodenspekulanten folgen.

  2. -Zitat-„zogen die rund 10.000 Landbesetzer mit staatlicher Hilfe“ -Zitat Ende- Geht’s noch? Mit staatlicher Hilfe wird privater Boden besetzt? Und Victoriano López ist der Größte von allen Bodenspekulanten, nach den Regierungsmitgliedern. Da folgen keine externen Spekulanten nach, die machen das schon so unter sich aus.

  3. Im Nationalpark wird doch seit Jahren abgeholzt. Anzeigen verlaufen im Sand. Man muss eben gross und mächtig sein, dann kann man sich alles erlauben.

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