Carrillo: UNO bestätigt Verschwörung gegen Lugo

Asunción: Der Präsidentschaftskandidat der Parteigruppe Frente Guasu, Ánibal Carrillo Iramaín sagte bei einem Interview mit der kubanischen Presse, dass die Vereinten Nationen entdeckt hätten, dass es eine Verschwörung zur Absetzung Lugos gegeben hätte, weswegen sie nun eine überparteiliche Untersuchung fordern.

Vorausgegangen war der Absetzung eine missglückte Räumungskation am 15. Juni 2012 auf dem Grundstück eines Colorado Politikers in Curuguaty, der legal eigentlich kein Eigentümer sein dürfte, da er nur durch gute Beziehungen zu Ex Diktator Stroessner die rund 2.000 ha Land in Besitz nahm.

Carrillo hob bei Prensa Latina hervor, dass der Menschrechtsauschuss der UNO die Untersuchungsergebnisse stark anzweifeln und mehr Objektivität fordern. Laut Carrillo schwebt ständig ein Schatten über der Wahrheit des Massakers, bei dem 17 Menschen starben.

Der Interviewte befand zudem, „dass die internationale Organisation vermutet dass die Räumungskation ein politisches Verbrechen war womit die Verschwörung zur Absetzung Lugos ihren Anfangspunkt hatte. Das Ende stellte die Parodie des Amtsenthebungsprozesses dar, wo Lugo nicht ausreichend Zeit zur Verteidigung gegeben wurde“.

„Das zeigt wer hinter der Maske von „Präsident“ Franco steckt. Ebenso herrscht Misstrauen gegenüber der Staatsanwaltschaft und der Justiz“, fuhr er fort.

Die Absetzung Lugos führt außerdem zum Ausschluss des Landes aus den regionalen Bündnissen die nicht viel für das Amtsenthebungsverfahren übrig hatten.

(Wochenblatt / Prensa Latina)

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15 Kommentare zu “Carrillo: UNO bestätigt Verschwörung gegen Lugo

  1. Der Mann predigt den Sozialismus und ist selbst Hauptaktionär eines der teuersten privaten Kinderspitals in Asunción. Sein monatliches Einkommen hat er mit Gs. 30 Millionen angegeben, was sicher stark untertrieben ist. Der Kinderarzt mag sicher seine Qualitäten haben, aber er kann leicht vom Sozialismus reden, da er selber in einem kapitalistischen Umfeld lebt und sich darin auch sehr wohl fühlt.

  2. Vielleicht sollte man mal eine neue „Operation Condor“ hier durchziehen damit die ganzen Kommies endlich verschwinden…

    1. Hallo Cowboy Chris,
      weist Du überhaupt, was die Amis`s damals hier angezettelt haben? Dein Kommentar glingt so, als hättest Du die Politik von USA noch nicht durchschaut!

  3. was die UNO dazu meint ist praktisch nebensache.
    was der paraguayische waehler dazu meint am 21.4.,
    auf das kommt es an.und alle umfragen geben den angeblichen „GOLPISTAS“ zusammen 80-90% der stimmen.
    nicht die geringste chance fuer die noch dazu gespaltenen
    lugofreunde.oder haben sie die hoffnung, dass die UNO usw
    das ergebnis nicht anerkennen wird,was nicht passieren wird.
    ob man mit den liberalen oder den colorados sympathisiert
    ist eine sache,wie die grosse mehrheit der paraguayer
    denkt ist eine andere sache.und zum leidwesen einiger
    leser faellt die entscheidung zwischen cartes und alegre.
    asuncioner hat mit seinem kommentar vollkommen recht.
    der andere linkskandidat mario ferreiro hat einmal gesagt
    dass er zur beibehaltung seines lebensstandarts so etwa
    50 000 000 gs monatlich braucht. lugo braucht fuer seine alimentezahlungen auch etliche millionen.wo arbeitet eigentlich lugo jetzt??
    cowboy,dieses mal liegen sie etwas falsch.eine OPERATION CONDOR wuerde doch nur „martyrer“ erzeugen.
    eine katastrophale niederlage an den urnen ist viel ueberzeugender.

    1. lieber bayer,
      ich habe eine ganz große Bitte: Schreiben Sie bitte nach jedem Punkt oder Komma ein Leerzeichen. Wie man es in der Schule gelernt hat. Dann kann man Ihren Text auch viel besser lesen.
      Nachträglich noch frohe Ostern

      1. wenn meine kommentare unleserlich sind werde ich halt
        keine mehr schreiben.ich weiss selber,dass ich kein germanist bin.in vielen anderen kommentaren kann ich aber mehr schreibfehler erkennen und nehme das hin ohne gleich den kommentaristen zu bekritteln.
        fuer mich jedenfalls ist die aussage wichtiger als der stil. das waers gewesen liebe leser.auf wiedersehen.

        1. Hallo der Bayer,
          bitte nicht so empfindlich sein. Fast jeder Schreiberling wird irgend einmal kritisiert, ob berechtigt oder nicht. Also bitte weiter schreiben!

        2. Ich bin auch der Meinung, dass es auf den Inhalt und nicht auf die Verpackung ankommt. Was andere sagen, schreiben, meinen, ist mir persönlich so und so egal. Querdenker und Realisten werden von vielen Fantasisten nicht gerne gesehen. Wir zwingen ja keinen unsere Meinungen zu lesen.

          Gruß aus Asunción vom Asuncioner.

        3. Ihre Kommentare sind realistisch. Ich lese sie mit großem Interesse. Sie sind hier ein wichtiger Pfeiler der Objektivität!

          1. Asuncion45, sie irren sich mit bayer, er ist ein ausgezeichneter Kenner de paraguayschen Ambientes!

  4. hola bayer,

    bitte weiter schreiben…..wir würden sie vermissen…..

    ach ja, wer meine fehler findet, darf sie behalten :-))))

    und dies ist kein aprilscherz ****

  5. der Bayer Kommentar läßt darauf schließen, dass er noch nicht verstanden hat, wie Politik funktioniert. Versuchen wir es doch mal zum Mitschreiben:
    Der Bayer und ich wären politisch nahezu einer Meinung und gehörten der Elite dieses Landes an. Jeder von uns beiden gründet eine Partei. Wir nennen sie einmal Liberale und Colorados. Danach stellen wir jeweils einen Kandidaten für das Präsidentenamt auf und erdrückten mit unseren Mehrheiten jeden anderen Mitbewerber. Die haben 1. bei weitem nicht unser Geld zur Verfügung, 2. keinerlei Sprachrohr (private Rundfunksender, Zeitungen etc). Zu allem Überfluß gibt es dann sogar noch Bayers, die an Demokratie glauben und ein Abstimmungsergebnis von 90% bejubeln. Das ist tiefster Ostblock und keine demokratische Wahl mit tatsächlichen politischen Alternativen. Wie man so etwas gut heißen kann, werde ich wohl niemals nachvollziehen können.

    1. Demokratie ist doch auch nur Theorie. Wo in DACH herrscht denn Demokratie?
      In D bei den Wahlen haben die die besten Chanchen, die sich am besten dem Wahlvolk darbieten können. Und wem gehören in DT die Medien? Über Aufsichtsrats- und Vorstandsposten sitzen die führenden Parteien in den Medien und bestimmen den Inhalt. Ausserdem gibt es ein ach so demokratisches Gesetz, demzufolge vor der Wahl die Sendeminuten nach dem letzten Wahlergebnis bestimmt werden. So werden kleinere Parteien ausgegrenzt und sicher gestellt, dass die großen etablierten auch wieder gewählt werden – ganz im Interesse des Finanzkapitals und der Wirtschaft. – Warum soll es hier denn anders zugehen?

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