Chaco: Biodiversität durch Abholzung und Jagd bedroht

Filadelfia: Wenn im Chaco die Jagd nach Tauben eröffnet wird ist das noch nachvollziehbar. Die Vögel richten großen Schaden an. Jedoch werden auch andere Tiere von Flinten ins Visier genommen, mit fatalen Folgen.

In diesem Jahr wurden allein im Chaco 60.000 Hektar abgeholzt. Zudem bedroht eine Wilderei immer mehr die biologische Vielfalt. Verantwortliche Behörden schauen tatenlos zu.

Gabriel Escobar, Bischof vom Apostolischen Vikariat im Chaco, übernimmt nun die Stimme des Protests von vielen Beschwerden der Bewohner in der Region. Insbesondere bei ökologischen Anliegen.

„Derzeit bemerken die Bewohner in Alto Paraguay, wenn sie sich 30 Kilometer von ihren Häusern entfernen, noch wilde Tiere. Rehe, Nabelschweine oder weitere Arten kommen vor, jedoch in einem immer geringeren Ausmaß. Die Abholzung ist besorgniserregend. Alle Behörden müssen endlich massiv eingreifen um die Flora und Fauna im Chaco zu schützen“, sagte Escobar.

Im letzten Jahr kam es zu einem großen Fischsterben im Paraguay Fluss, resultierend durch große Brandrodungen in Brasilien. „Der Fischsektor war stark betroffen“, erklärte der Bischof.

Die am meisten bedrohte Art im Chaco ist der Jaguar, ein emblematisches Tier des Chacos. Gegenwärtig gibt es einen Bewirtschaftungsplan und ein Schutzgesetz für die vom Aussterben bedrohten Arten. Trotzdem wird immer noch Jagd auf ihn gemacht.

Ameisenbären, Riesenotter und Gürteltiere werden von Fahrzeugen überfahren oder bejagt. Die Vögel sind ein Teil vom Ökosystem des Pantanals. Durch den Verlust der natürlichen Umgebung ziehen sie weg. „Das Fischsterben wirkt sich nicht auf die Fische aus, sondern auch auf die Arten, die von ihnen leben. Es gibt verschiedene Ursachen, erhöhte Wassertemperatur, Verschmutzung oder weitere“, erklärte Viviana Rojas Bonzi, Biologin von Guyra Paraguay.

Wochenblatt / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Chaco: Biodiversität durch Abholzung und Jagd bedroht

  1. Wer interessiert sich schon für Diversität, wenn das Bier auf dem Tisch steht, der Burger schmeckt und Fussball läuft? Irgendwann merkt der Mensch vielleicht, dass ER das Unnütze hier ist?

  2. Immer wieder melden sich Leute, wie dieser Pastor oder die Biologin von Guyra Paraguay, dass die Abholzung immer schlimmer wird. Aber wenn nichts passiert, muss man zu anderen Massnahmen greifen.
    Wie waere es mit richtigen Protestaktionen wie mannstarke Demonstrationen, Strassenblockaden, Brandbriefen oder Anketten an Baeumen im Chaco?

    Nicht quatschen, handeln!

    1. Gute Ideen. Doch hier funktioniert das nicht. Die Menschen sind einfach zu phlegmatisch und kommen nicht von ihrem Sessel hoch. Nicht einmal die Jugend! „Wie die Alten sungen so auch die Jungen“

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