“Die Ausländer sind eine Bedrohung“

Bahia Negra: Die Indigenen von der Ethnie Ishir haben eine besondere Beziehung zu Raubkatzen. In der Antike wurde derjenige, der einen Tiger erlegte, als Häuptling ernannt. Heute sieht die Welt anders aus. Die Ausländer sind ihre neuen Feinde.

In der Geschichte von dem Stamm der Ishir kommt der Kampf gegen Raubkatzen seit undenklichen Zeiten vor. Er basiert auf Geschichten, die von Generation zu Generation weiter gegeben wurden. Jedoch verschwindet diese Tradition allmählich, wie die Wälder, in denen der Jaguar Schutz findet.

„Von Anfang an war der Jaguar ein Feind der Ishir“, sagte Anibal Roy aus Puerto Diana im Chaco, Indigener von dem Stamm und Referent. Die Viper wird als ein weiterer Feind von den Ishir angesehen.

Um den Posten als Häuptling von dem Stamm zu besetzen musste man einen Tiger töten und seinen Schwanz bringen. Bei der Aufahmezeremonie trug der neue Häuptling eine Art Kappe, die aus dem Fell des Tieres entstand. „Ich war sehr stolz, diese Mütze zu tragen. Es ist die Hierarchie im Stamm und auch meine Kultur. Ohne Kappe bin ich nichts, denn sie gibt mir Macht“, sagte Roy.

Die Zeiten haben sich geändert, der Tiger ist so gut wie ausgestorben, nun wurde der Jaguar das Nachfolgesymbol für die Ishir. Die Raubkatzen hörten aber auf, eine Bedrohung für den Stamm zu sein. „Es gibt nun eine neue.

Es sind die Ausländer, die in die Berge und Wälder ziehen obwohl kein Tiger mehr dort ist. Sie sind eine Bedrohung für den Stamm der Ishir“, sagte Benigno Giménez, ehemaliger Direktor aus der Schule Nr. 5.825 der indigenen Gemeinschaft Puerto Diana. Jetzt ist er Pädagoge an einer anderen Bildungseinrichtung.

Beide, Roy und Giménez, weisen daraufhin, dass Ausländer eine Versklavung der Ishir anstreben umso an die Stammesgebiete zu kommen. Politische Entscheidungsträger unterstützen dabei. Der Staat sollte eigentlich die Tradition und Kultur der Ishir bewahren und dazu beitragen. „Wenn ein Stammesmitglied stirbt geht eine Bibliothek verloren. Jedoch viele junge Leute haben kein Interesse an Tradition und Geschichte. Es fehlt ein Respekt vor der Kultur“, sagte Roy.

Wochenblatt / Ultima Hora

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9 Kommentare zu ““Die Ausländer sind eine Bedrohung“

    1. Der Titel ist ein Zitat – siehe Anführungszeichen. Also tranquilo!
      Schade, dass einer dieser hirnlosen und sinnentleerten Ausdrücke aus dem linken Europa auch hier Einzug hält. Es gibt derer einige: rassisitisch, menschenverachtend, frauenfeindlich, hetzerisch usw. usf.

  1. Wen meinen die Indios mit „Ausländer“? So viele Ausländer leben doch überhaupt nicht in Paraguay. Könnte es sein, daß die Indios damit auch die Paraguayer meinen?

  2. Selten so einen Bloedsinn gelesen. Die pöhsen Ausländer wollen die Indianer versklaven. Ja klar.
    Karl May wuerde sich im Grabe umdrehen.

  3. In der Jagdsaison kommen viele Ausländer in den Choco.
    Glaube auch, dass die Indios auch die Paraguayer als Ausländer ansehen, ursprünglich stimmte es ja auch.

  4. Vermute auch das die Indios die Paraguayer ebenfalls als Ausländer betrachten!
    Die diffusen Ängste der Indigenen sind durch die Geschichte nachvollziehbar wo sie ausgemerzt und ausgebeutet wurden!
    Auf der anderen Seite müssen sie akzeptieren, dass die Zeit nicht stehen geblieben ist und die jüngeren Generationen sich für die moderne Zivilisation samt ihrer verlockenden Technik& Lebensweise eher öffnen als für alte Indianertraditionen.

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