Chaco: Der Bau von dem Zentrum im Nichts wird fortgesetzt

Filadelfia: Selbst viele Autoritäten im Chaco, darunter auch der Bürgermeister aus Loma Plata, glaubten nicht mehr daran, dass das Interpretationszentrum im Chaco jemals fertiggestellt wird. Jetzt schaut die Sache aber anders aus.

Das Senatur kündigte die Wiederaufnahme von dem Bau des Interpretationszentrums Gran Chaco Sudamericano an, der vor mehr als 15 Monaten eingestellt wurde. Die Arbeiten müssen jetzt im August 2019 abgeschlossen sein.

Das Nationale Tourismussekretariat (Senatur) und die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) haben die Fortsetzung des Projekts in die Wege geleitet, das vor mehr als 15 Monaten nach dem Rückzug der Baufirma Constructora Baumann S.A wegen Vertragsverletzungen eingestellt wurde. Zu 47% ist das Vorhaben fortgeschritten.

Nach einer erneuten Ausschreibung erhielt das Unternehmen Engineering S.A den Zuschlag für den Weiterbau. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 6.295 Millionen Guaranies und hat eine Ausführungsfrist von 240 Tagen.

Die Tourismusministerin, Sofia Montiel, sagte, dass sie sich verpflichtet fühle, den Bau fortzusetzen.

Auch die Koordinatorin des nationalen Tourismusprogramms, Stella Barrail, sagte, dass sie nun den gesamten Baufortschritt des Zentrums viel genauer kontrollieren werde.

Der Gouverneur aus Boquerón, Darío Medina, sprach von einem transzendentalen Einfluss, den dieses Zentrum haben würde. Er erinnerte daran, dass er kürzlich in Villa Montes (Bolivien) einen Tourismusvertrag unterzeichnet habe, der darauf hinweise, dass die Bolivianer “glauben, wir haben den Krieg verloren, aber wir wissen, dass dies nicht der Fall ist“. Er wies darauf hin, dass es im Chaco mehrere Megaprojekte gebe, die in fünf Jahren sein Gesicht verändern werden, fügte Medina an.

Der Bürgermeister aus Loma Plata, Walter Stoeckl, deutete an, “dass wir dachten, dieses Zentrum würde im Nichts errichtet“, und feierte die Fortsetzung der Arbeit. „Wir werden uns ermutigen, zu vertrauen und nach Vorteilen für die Region suchen“, sagte Stoeckl, während Sabine Vinke von Paraguay Salvaje betonte, das Zentrum könne für den Tourismus in der Region sehr nützlich sein.

Das Gebäude bietet Raum und Informationen als Eingang zum Gran Chaco Sudamericano, mit einem großen museographischen Ausstellungsbereich. Dabei sollen vor allem die Schönheit und außergewöhnliche Natur der Chaco-Landschaft, dessen Reichtum und die biologische Vielfalt der verschiedenen Ökosysteme der Region im Vordergrund stehen.

Des Weiteren ist geplant, in dem Interpretationszentrum Informationen über die Region, wie die Kreuzung der Kulturen, des Chaco-Krieges sowie der Wandel des Chacos von heute und in der Zukunft den Besuchern zu präsentieren.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Chaco: Der Bau von dem Zentrum im Nichts wird fortgesetzt

    1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

      Na doch nicht die heiligen Mennoniten…

      Zum lachen dass die Bolivianer glauben sie haetten den Chacokrieg gewonnen.
      Das letzte Manoever am Fusse der Anden 1935 war ein Desaster fuer die paraguayische Armee da die Nachschublinie der Bolivianer bedeutend kuerzer war und die der paraguayer bedeutend laenger. Der Chacokrieg wurde durch die Laenge der Nachschublinien entschieden (in etwa wie die Operation Barbarossa).
      Am Ende 1935 kam es zu einem „Pushback“ der Bolivianer da die immer mehr Leute und Material an die Grenze bringen konnten (und die paraguayer wegen langer Wege immer weniger) so dass man schnell Frieden schloss.
      Also kein Wunder dass die Bolis sich an deren „Endsiege“ eher erinnern als an dem ganzen verlorenen Krieg.

  1. Richtig, Johann Moritz van Nassau-Siegen. Denn die ersten Kämpfe wurden ja fast schon vor den Toren Asuncions ausgettragen, und das war ja freilich für Paraguay schon wegen den kurzen Nachschublinien zunächst recht vorteilhaft. Aber mit fortschreitendem Krieg wurden auch die Nachschublinien der Paraguayer zusehends länger und die der Bolivianer kürzer. Nun, daß die bolivianische Bevölkerung daran glaubt, Bolivien habe diesen Krieg gewonnen, das ist mir nie bekanntgeworden und es ist schwierig, an so etwas zu glauben, denn auch in Bolivien gibt es Landkarten, und die Karten von 1932 mit den von 1935 vergleichend, ergibt sich ein klar sichtbarer Landgewinn zu Gunsten von Paraguay. Es sollen ja bei diesem Krieg 40.000 Paraguayer und 60.000 Bolivianer gefallen sein. Nun soll aber keiner glauben, daß diese Zahlen als Folge der Kampfhandlungen zustande gekommen sind. Nein, auf beiden Seiten sind die allermeisten ganz einfach verdurstet, tatsächlich in Kämpfen sind nur sehr wenige gefallen. Nun, wer da verloren oder gewonnen hat, darüber läßt sich tatsächlich streiten. Rein militäriisch gesehen hat Paraguay diesen Zwist ohne Zweifel gewonnen. Wenn sich da nicht die Tommies eingemischt hätten, um dann die endgültigen Grenzen zu ziehen, dann hätte sich Paraguay auch geholt, was ihm zugestanden wäre. Paraguay wurde zwar ein kleiner Landgewinn zugestanden, aber gerade dort, wo die Erdölfelder liegen, um die es ja eigentlich letztlich ging, da haben die Tommies dann eben die Grenzen zugunsten Bolivien gezogen. Und seitdem sucht man im Paraguayischen Chaco nach Öl und wird angeblich nicht fündig. Nun, Bodenschätze richten sich nunmal nicht nach politischen Grenzen. Sehr auffallend ist jedenfalls, daß von der Westseite Paraguays her, also von Argentinien her gesehen, die auf der argentinischen Seite in die Karten eingetragenen Ölvorkommen genau an der Grenze zu Ende sein sollen. Und die Krümmung dieses Ölfeldes weiter verfolgend durch Paraguay, beginnt dann in der selben Krümmung an der Nordseite Paraguays wiederum scheinbar dasselbe Öllager glaich nach der Nordgrenze Paraguays und setzt sich fort in Bolivien. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, daß es sich um dasselbe Öllager handelt, das von Argentinien durch den paraguayischen Chaco verläuft und sich dann im Norden in Bolivien fortsetzt. Und die dort vorhandenen Ölvorkommen haben längst schon ihre Eigentümer und künftigen Förderer.

  2. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Also hier wurde einer meiner Kommentare wieder zensiert.
    Also dieses Zentrum soll den nach Revanche wutschnaufenden Bolivianern wohl den Ausgang des Chacokrieges „interpretieren“ und ins „rechte Licht ruecken“.

    @Martin
    Nun im Artikel stehts der Gouverneur hats selbst erlebt in Bolivien dass diese „glauben den Krieg gewonnen zu haben“.
    Dem Deutschen ist sowas unverstaendlich und deswegen wird er auch nie die Araber verstehen und auch nicht die Hiesigen.
    Saddam Hussein behauptete den Irakern gegenueber den Golfkireg gewonnen zu haben. Die Pharaonen meisselten jede verlorene Schlacht so ein als ob der Pharao diese gewonnen haette. Siehe auch der „Endsieg“ der Nazis und die „Wunderwaffen die jetzt den Sieg bringen wuerden“.
    Die Landkarten in Bolivien werden dann „als Faelschung der Kapitalisten“ ausgegeben um „das glorreiche bolivianische Volk geistig zu sabotieren“. Sie auch Nordkorea. Oder diese Holocaustverleugner.
    Oder die Bibel: so haelt man dem Gottlosen den Wisch vor die Nase und der tut die Bibel als „gefaelscht und ausgedacht“ ab. Das ist dasselbe wie die obigen.
    Daher werdet ihr die Mennoniten auch nie verstehen. Beweise werden halt unter den Teppich gekehrt oder partout als „gefaelscht“ abgetan und wenn einem der Beweis vor der Nase gehalten wird, so versucht der Mennonit sich opportun zu verdruecken und zu ignorieren.
    Also der Deutsche ist glatt auf die Schnauze gefallen in seiner Menschenkenntnis des Araber, Lateiners und anderer kognitiv Dissoziativen Subjekten die auf Gottes Erde rumlaufen.
    Wenn der Gouverneur das dort in Bolivien gesagt bekommen hat das bedeutet die Bolivianer leiden an einer fortschreitenden kognitiven Stoerung (in der Bibel der von Suende verursachte „verduesterte Verstand“).

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