Kunsthandwerk Ao po’i zum nationalen Interesse erklärt

Asunción: Der Präsident der Republik, Mario Abdo Benítez, drängte die Regierungsbeamten zur Verwendung von Ao po’i-Kleidung. Er unterzeichnete ein Dekret mit dem Ziel, den Umsatz nationaler Produkte zu fördern, aber es gibt auch Probleme in dem Sektor.

Das Präsidialdekret Nr. 739, am 28. November von Mario Abdo Benitez unterzeichnet, fördert die Verwendung von Ao po’i-Kleidungsstücken in öffentlichen Einrichtungen. „… mit dem Ziel, das nationale Handwerk zu fördern und zum Erhalt der kulturellen Identität unseres Landes beizutragen“, betont er.

In dem Dokument heißt es, dass dieser Vorschlag hauptsächlich freitags praktiziert werden könne. Man berücksichtigt dabei auch, dass öffentliche Einrichtungen ihre Kleidung stärker an den nationalen Sommer anpassen können, der normalerweise ziemlich heiß ist.

In diesem Zusammenhang forderte Adriana Ortiz, Leiterin des paraguayischen Instituts für Kunsthandwerk, alle Beamten und Bürger auf, Kleidung zu kaufen, die in Paraguay hergestellt werde. „Hauptsächlich wird Ao po’i in Yataity und in ganz Guairá produziert. Die Wahrheit ist, dass wir solche Stickereien im ganzen Land haben, aber die Wiege ist in Yataity „, betonte sie.

Carola Eickelmann, ebenfalls eine Designerin und Produzentin aus dem Sektor in Mbocayaty, entwirft verschiedene Kollektion, passend zu der jeweiligen Jahreszeit. Aktuell sind es, in Bezug auf Weihnachten, kurze rote Hosen und weiße Hemden, die bei den Kunden großen Anklang finden. Aber sie beklagt andere Probleme in dem Sektor, vor allem ein Mangel an Baumwolle.

„Die Stickerinnen in Yataity haben Probleme, ausreichend Baumwollstoffe zu beziehen. Wenn jeder kleine Landwirt in Guairá oder auch von privater Seite wieder mehr Baumwolle angepflanzt wird, dann wäre es sicherlich von Vorteil für dieses nationale Kunsthandwerk“, berichtete Eickelmann.

Ernesto Bauer, aus Carlos Pfannl, erklärte, dass dieser Mangel in dem Sektor vor allem auf niedrige Preise und Probleme bei der Beschaffung des Saatguts zurückzuführen sei.

„2.500 Guaranies werden etwa für ein Kilo geerntete Baumwolle gezahlt. Im Verhältnis zum US-Dollar ist das sehr gering. Vor Jahren war der Preis für ein Kilo Baumwolle, im Vergleich zur nordamerikanischen Währung, 1:1, jetzt ist es weniger als die Hälfte“, erklärte Bauer.

Wochenblatt / ABC Color / Fotos: Carola Eickelmann

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4 Kommentare zu “Kunsthandwerk Ao po’i zum nationalen Interesse erklärt

  1. Falls es dann wieder genug Baumwolle hat, bitte auch was Grösseres Herstellen als bis Grösse 46…. Sind echt schön….

  2. Das finde ich mal ein sinnvolles Dekret. Doch, ernst gemeint. Ich finde es wirklich zum Lachen, wenn Pinguine bei 40 ° C unterwegs sind. Zwar im gekühlten Auto und Büro, aber dennoch ist es völlig unpassend zu dieser Jahreszeit.

  3. Das wird sich wohl kaum durchsetzen. Zunächst ist da die Opposition der Baumwolle-Anbauer, die mit dem erzielbaren Preisen nicht einveranden sind, und die scheinen mir tatsächlich auch sehr niedrig. Dannn ist die Ao-Poí- Stickerei eine derartig zeitraubende Handarbeit, die natürlich auch bezahlt werden müsste, und gerade dieser Arbeitspreis wird dann die „Arbeits-Kleidung“ der staatlichen Angestellten derart verteuern, daß die dann plötzlich niemand mehr als Arbeitskleidung haben möchte. Wer es sich leisten kann, wird sich die Ao-Poí -Kleidung kaufen, aber dann nur für private Zwecke, und nur zum Ausgehen, denn so ist diese teure Kleidung geschützt und hält dann auch länger, statt sie regelmäßig in der Arbeit zu benützen. Noch nie hat der Staat seinen Verwaltungs-Bediensteten ihre Kleidung bezahlt, und wird das jetzt mit den Ao-Poí-Kleidern auch nicht machen.

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