Chaco: Die Reparatur des Aquädukts würde den Baukosten entsprechen

Loma Plata: Der Präsident der staatlichen Sanitärgesellschaft von Paraguay (Essap), Luis Fernando Bernal, betonte, dass die Reparatur der ersten 202 Kilometer des Aquädukts unter kritischen Bedingungen etwa 110 Millionen US-Dollar kosten würde, eine Zahl, die nahe am Gesamtwert der Arbeiten liegt, in Höhe von 130 Millionen US-Dollar.

In einem Interview mit dem Radiosender 1080 AM bekräftigte Bernal den Ernst der Situation mit dem Aquädukt und betonte, dass “es tiefgreifende Probleme“ in diesem kritischen Teil der Infrastruktur gebe, der sich im Chaco vom Bezirk Puerto Casado im Departement Alto Paraguay nach Loma Plata, Boquerón, erstreckt.

Der Präsident von der Essap führte zusammen mit dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) eine gemeinsame Inspektion durch, bei der Fahrlässigkeit, Apathie und mögliche Mängel bei der Gestaltung und Ausführung von Verträgen im Zusammenhang mit dem Aquädukt festgestellt wurden.

Bernal betonte, wie wichtig es sei, jede Phase des Projekts zu analysieren, um die Verantwortlichen zu identifizieren und gegebenenfalls Strafanzeige wegen möglicher Korruptionshandlungen einzureichen. Darüber hinaus kündigte er an, dass in den kommenden Tagen Eingriffe durchgeführt werden, um das Aquädukt in Betrieb zu nehmen und den Wassermangel im Loma-Plata-Stausee auszugleichen.

Der Präsident von der Essap betonte, dass die verbleibenden 300 Kilometer des Aquädukts zwar in gutem Zustand seien, die Reparatur der ersten 202 Kilometer jedoch unerlässlich sei, um kritische Infrastrukturprobleme zu lösen und mögliche Anomalien in anderen Bereichen zu erkennen.

„Es wäre eindeutig ein sehr großer Schaden für die Wirtschaft“, warnte Bernal und verwies auf die geschätzten Kosten der Reparatur, die nahe an der ursprünglichen Investitionssumme für den Bau des Aquädukts liegen.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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1 Kommentare zu “Chaco: Die Reparatur des Aquädukts würde den Baukosten entsprechen

  1. Einer, der an dem Bau beteiligt war von Seiten des Ministierums ist übrigens heuer Direktor dieser Abteilung. Ich meine, ihn auf dem Foto zu erkennen. Was er da wohl gedacht hat?
    Vielleicht: “Oh mann, hab ich viel Sche**e gebaut, aber so geil, dass ich trotzdem Direktor werde, als Partei-Amigo ist alles möglich in diesem Land.”
    Aber Wohl eher: “Ich hab nie Schuld an diesem Mist gehabt, alle anderen sind Schuld gewesen.”
    Dieses Projekt wurde übrigens von der Weltbank finanziert und zog sich über 10 Jahre – und die ganze Sache wurde etwa 1,5 Jahre betrieben. Und nun muss wieder so wahnsinnig viel Geld erbettelt werden. Das ist so irre, da hab ich keine Worte mehr. Ich frag mich, ob es in Paraguay etwas vergleichbares wie dieses Megamillionengrab gibt, da ist sogar das Metrobus-Projekt ein klitzekleines Versehen dagegen gewesen.

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