Chaco Kolonien investieren mehr als die ANDE meint

Die mennonitischen Kolonien im Chaco investierten mehr als 60 Millionen US Dollar in Übertragungs- und Verteilungsleitungen während die ANDE behauptet, im Rahmen der ursprünglichen Vereinbarungen aus dem Jahr 1992, könnten dies wesentlich weniger sein, sie will eine Differenz von 23 Millionen US Dollar errechnet haben.

Behördenvertreter des staatlichen Stromversorgers (ANDE) sagten, sie würden hart durch eine Übernahme des Stromnetzes im zentralen Chaco getroffen, allerdings zeigen, nach Recherchen, die Zahlen etwas anderes.

Verantwortlich für den Aufbau und Betrieb der Stromversorgung waren bis heute die mennonitischen Kooperativen Chortizer, Neuland und Fernheim. Der wirtschaftliche Verlust in Höhe von 117 Milliarden Guaranies, das wären in etwa 23 Millionen US Dollar, nach dem jetzigen Wechselkurs, würde die Siedler hart treffen.

In den letzten 15 Jahren, seit 2000 sind die Daten dokumentiert, investierten die Kolonien mehr als 60 Millionen US$ in 2.700 Kilometer Hoch- und Mittelspannungsleitungen um etwa 15.000 Kunden in der Umgebung zu versorgen. Die geschätzte Wachstumsrate der Genossenschaften betrug zwischen 2004 und 2013 rund 8%.

Von der Kooperative Fernheim wurde zudem eine industrielle Anlage zur Energieverteilung erstellt. Sie baute eine 66/23-kV Umspannstation mit einer Leistung von 30 MVA, die an das ANDE System angeschlossen ist. Schon 1942 erzeugte Fernheim Strom mit Hilfe von Dampfloks, lange bevor das ANDE System erschaffen wurde, einige Jahre später gab es das erste öffentliche Beleuchtungssystem in Filadelfia, Chaco.

Im Augenblick befinden sich die Kolonien und der staatliche Stromversorger an einem Verhandlungstisch, obwohl eigentlich noch eine Kooperationsvereinbarung besteht, unterzeichnet am 9. Mai 2011 mit einer Laufzeit von 10 Jahren. Manager und Techniker der ANDE inspizieren zurzeit die elektrische Infrastruktur der mennonitischen Kolonien um sich einen Überblick zu verschaffen.

Quelle: ABC Color

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3 Kommentare zu “Chaco Kolonien investieren mehr als die ANDE meint

  1. Sehr schoener Satz im Artikel, der letzte “ Manager und Techniker der ANDE inspizieren zurzeit die elektrische Infrastruktur der mennonitischen Kolonien um sich einen Überblick zu verschaffen….“ Die wollen bestimmt endlich mal lernen wie man die Stromversorgung des 21. Jahrhunderts in die Reihe bekommt…

  2. Ein Haufen Taugenichtse versuchen Techniker zu sein. Die Ande ist nur ungemein neidisch und bekommt nichts auf die Reihe, weil sie sich auch zu sehr auf unaufrichtige und unehrliche Machenschaften verfangen hat.

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