Chaco: “Lieber Krankenhäuser als ein Hochsicherheitsgefängnis“

Filadelfia: „Mir hätte es gefallen zu hören, dass man uns mit Schulen und Krankenhäuser bedenkt. Früher wollte man giftigen Müll in den Chaco bringen, heute Häftlinge“, so Holger Bergen, Bürgermeister von Filadelfia.

Bergen sprach über die Möglichkeit verurteilte Häftlinge in den Chaco zu verfrachten um die Überbelegung der Gefängnisse zu mindern. “Leider will man immer ungeliebte Dinge in den Chaco bringen. Bevor man solche Ideen laut ausspricht sollten Autoritäten zuvor mit den betroffenen Bewohnern reden. Wenn es zu keinem Konsens kommt, sperren wir die Ruta Transchaco“, so Bergen weiter.

„Von Seiten der Regierung plant man ein Gefängnis in der Zone von Lageranza. Bürgermeister Bergen gab zu verstehen, dass ein Hochsicherheitsgefängnis näher an der Bevölkerung mehr Sinn macht. Zum einen kostet es weitaus weniger alle Baumaterialien dahin zu liefern und zum anderen findet man auch Gefängniswärter, die dann da arbeiten wollen. Wer lässt denn seine Familie zurück um da zu arbeiten?“, fragte Bergen abschließend.

Wochenblatt / Radio Ñanduti

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2 Kommentare zu “Chaco: “Lieber Krankenhäuser als ein Hochsicherheitsgefängnis“

  1. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Was jetzt will er die Ruta versperren? Bis jetzt wurde das ja so verteufelt von den Mennoniten wenn die Lingwa (Indianer) das taten – Knueppel, Polizei und Militaer wurden normalerweise aufgeboten um die Proteste zu sprengen. Will er denn dann nur die LKW’s der Kooperativen und Mennoniten durchlassen? Ansonsten waere es ein Eigentor denn die Mennoniten verlieren ja am meisten wenn Autobahnen von Protestlern gesperrt werden.
    Noch mehr Krankenhaeuser wollen die Mennoniten aufbauen? Vor einigen Tagen kam ein Interview ueber Radio ZP30 wo der Direktor des Hospital Neuland mit breitem Grinsen den Erfolg der Erhoehung der vom IPS zu kassierenden Summe feierte. Anstatt 2 Milliarden Guaranies jede 18 Monate bekaemen jetzt die 3 Krankenhaeuser der Mennoniten zusammen 8 Milliarden Guaranies und dabei waere das Geld nur fuer 24 Monate gedacht anstatt der bisher 18 Monate.
    Die Gesundheit ist zum Mordsgeschaeft geworden. Damit wird die Summe verdreifacht da eben die Gehaelter der Mennoniten 3 mal so hoch sind wie im Landesdurchschnitt. Jeder Arzt bekommt ein saftiges Geld in Millionenhoehe fuer jede Operation, dann folgen die Pharmaprodukte gegen die Folgeerscheinung der Operation (Oxykodon & Co), dann werden die Patienten suechtig nach Oxy und so rutscht der Mennonit rein in die Drogenabhaengigkeit. Der Dealer freut sich. So passierte es wenigstens in den USA: es fing mit dem Arzt als Dealer an, dann Marihuana und dann andere Drogen. Aus irgendwelchem Grund steigt ja die Nachfrage im zentralen Chaco nach Drogen. Frueher verschrieb der Arzt nur im aeussersten Notfall Antibiotika und Schmerzmittel sowie Morphium – durch diese Finanzspritze will man jetzt auch Medikamente ausliefern an die paraguayer, und wir wissen ja alle das diese Drueckeberger sehr gerne “Krank sind“ um nicht arbeiten zu muessen. Na die Pharmaindustrie freut sich, die Aerzte auch und vor allem das Management der Mennonitenspitaeler.
    Man erhoehe ums 3fache sein Gehalt und kassiere dieses vom Staat.

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