Chaco: Staatsanwaltschaft rettet Puma

Filadelfia: In der Ansiedlung Tres Palmas offerierte eine Person ein Puma Jungtier, was gesetzlich verboten ist, da es sich um ein Wildtier handelt. Die Staatsanwaltschaft wurde alarmiert und griff ein.

Im Status des WhatsApp Kontaktes von Darío González Alvarenga bot derselbe das Jungtier zum Verkauf an. González gehört der Gruppe der Guaraní Enxet an. Als auf einem Vertreter der Polizei und der Staatsanwaltschaft vor seiner Tür standen, übergab dieser freiwillig den Puma an diese. Für den morgigen Montag erhielt er eine Vorladung bei der Staatsanwaltschaft.

Das Jungtier wurde dem Bürgermeister von Filadelfia, Holger Bergen, übergeben, welcher dieses in sein Wildtierrefugium Urutau brachte. Bergen muss den Vorfall dem Umweltministerium melden, welches González sicherlich anklagen wird, da er gegen Gesetz N° 716/96 verstieß und entweder bis zu 5 Jahre Haft oder eine Geldstrafe von 500 Tagessätzen (Gs. 42.170.000) bis 1.000 Tagessätzen* (Gs. 84.340.000) auf ihn warten.

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Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Chaco: Staatsanwaltschaft rettet Puma

  1. Aegir Edler von Schanderhasy

    @Donvigo et al.
    Ein Tagessatz in der Juristerei entspricht einem Tageslohn nach gaengigem Mindestlohn „de la capital“. Paraguay kennt auch einen Mindestlohn fuer laendliche Gebiete wie Vieh-, und Milchwirtschaft (Agrarwirtschaft ist glaube ich ausgeschlossen davon) welcher aktuell bei etwa 27.000 Gs pro Tag liegt wo aber der Arbeitgeber dann dem Arbeitnehmer Proviant und Wohnung frei stellt und umsonst gibt. Ansonsten fuer staedtische Zonen belaeuft sich der Tageslohn auf abgerundete 80.000 Gs/Tag. 500 x 80.000 = rund 40 Mille und derselbe Tageslohn x 1000 Tageloehne macht dann rund 80 Mille.
    Es ist schon bezeichnend dass der Buergermeister von Filadelfia ein Privatnaturschutzgebiet unterhaelt (so ne Art von Privatzoo) der natuerlich ohne das Buergermeistersgehalt und staatliche Zuschuesse nie unterhalten werden koennte – die Amigowirtschaft hat sich wirklich in alle Poren der Gesellschaft eingeschlichen.
    Das Pumakitz bringt dem Buergermeister dann immer mehr Zoobesucher die ihr Eintrittsgeld dalassen. Oder wird dieser Privatzoo von Unionisten aus Europa finanziert? Meist steckt das Steuergeld der EU Buerger hinter solchen Projekten – alles was mit Natur, Umwelt, Wald und Tiere zu tun hat wird a priori in der EU „durchgewunken“.

  2. Da stellt sich die Frage, wo das Muttertier ist? Wenn es an das Junge geht dürfte es schwierig sein ein Muttertier zu vertreiben um beim Jungtier zuzugreifen.

  3. Hm, da bin ich doch einmal auf die mathematische Auflösung gespannt!

    Wenn 500 Tagessätzen Gs. 42.170.000 entsprechen, wie können dann 1.500 Tagessätzen Gs. 84.340.000 entsprechen?
    Das müsste dann doch 1000 Tagessätze sein, während 1500 Tagessätze ganzen Gs. 126.510.000 sein müssten.
    Ganz einfache Rechnung: 42.170.000 geteilt durch 500 entspricht einem Tagessatz von Gs. 84.340.
    Diesen Tagessatz mit 1500 multiplizieren und man kommt auf Gs. 126.510.000.
    Aber man kann es auch einfacher machen: Gs. 42.170.000 x 2 = 84.340.00 = 1000 Tagessätze.
    Alles klar? Verstanden? Gut! Setzen! Weitermachen!

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