Chaco: Transparenz gefordert, Transparenz geliefert

Filadelfia: Wer sich bis jetzt immer fragte was bei Stadtratssitzungen alles besprochen wird oder auch nicht, kommt ab nun voll auf seine Kosten. Auch Außenstehende können nun wöchentlich dank Facebook live daran teilhaben.

Der Vorsitzende des Stadtrates, Iván Cáceres sieht diese Initiative als Teil des geltenden Gesetzes der Transparenz, wodurch jeden Dienstag Interessierte am Inhalt teilhaben können. “Da der Stadtrat eine Art Kontrollorgan des Bürgermeisters ist, können nun auch die Bürger sehen wie wir kontrollieren“, sagte Cáceres.

Um den Stream zu sehen müssen sie diese Seite aufrufen. Die heutige Sitzung sehen sie eingebettet im Artikel. Sie dauert eine Stunden und 17 Minuten.

Wochenblatt / Facebook

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

1 Kommentar zu “Chaco: Transparenz gefordert, Transparenz geliefert

  1. Was auffaellt: diese Initiative ging aus von einem – Lateiner. Und nicht von einem Mennoniten.
    Der offene Chat ist eine sehr positive Entwicklung Richtung direkte Demokratie – eine Horrorvorstellung fuer jeden Kooperativisten.
    Transparenzgesetz? Wird bei den Mennoniten genauso beachtet wie der „Alkoholverbotsparagraph“ vom Gesetz 514.
    Ich hoffe nur nicht dass diese Transparenz eine Art von Bumerang wird mittels der der Buergermeister (der Kontrollierte) die aktuelle Diskussion live mitansehen kann und so einige Stunden Vorsprung bekommt um sich ins Ausland abzusetzen sollten diese Kontrolleure seine Absetzung beschliessen oder Unregelmaessigkeiten entdecken. Leider birgt diese Transparenz die Gefahr dass der Buergermeister einen Stundenvorsprung durch die live Uebertragung der Tagung bekommt, und so Zeit genug seine Taten zu verdunkeln – oder schnell sich ins Ausland abzusetzen wie schon in einigen Munizipen des Chaco geschehen.
    Der Buergermeister ist somit auf dem aktuellen Stand der Kontrolleure und dieses kann sehr wohl ein Schuss sein der nach Hinten losgeht. Z.B. der Buergermeister wuerde warten bis das Itaipu Geld reinkommt und dann Teile dessen Abzweigt. So kann er nach der Straftat staendig live die Sitzung der Kontrolleure mitverfolgen und genau wissen wann diese Wind von der Sache bekommen. Er koennte solange auf den Posten ausharren um noch das Gehalt so lange wie moeglich abzuschoepfen und dann wird die Straftat live online von den Kontrolleuren angesprochen, sofort die Koffer packen und ab ueber die Grenze nach Argentinien. Ist die live Diskussion nach 1 Stunde vorbei, so ist der Buergermeister schon ueber die Grenze auf nimmer wiedersehen. Der live Chat erspart ihm Geheimagenten innerhalb dieses Kontrollorgans anzuwerben und zu bezahlen und er braucht nicht mal Wanzen im Diskussionssaal unter dem Tisch oder an den Waenden anbringen – das alles kann er sich durch den live Chat sparen.
    Sowas ist schon passiert, wie mir scheint im Munizip Tnte. Irala Fernandez.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.