Chicharõ wieder im Visier der Ermittler

Capitán Bado: Trotz Anklage wegen Geldwäsche brachten zahllose Eingaben seines Anwaltes den erwünschten Erfolg. Sein Aufenthalt hinter Gittern wurde beendet. Nun steht er wieder mit einem Bein in Tacumbú.

Der stellvertretende Abgeordnete des Departements Amambay, Carlos Rubén Sánchez Garcete, alias „Chicharõ”, brachte sich unfreiwillig wieder ins Spiel als er sich vor zwei Tagen filmen ließ, als er und seine Handlanger eine brasilianische Familie mit Waffen bedrohten.

Dank dieses Beweises bewegte sich die paraguayische Staatsanwaltschaft nach Capitán Bado, wo sie in seinem Aeroclub Norte Porã nach seinen Waffen und Komplizen gesucht wurde. Da jedoch ein Durchsuchungsbefehl von einem örtlichen Richter unterzeichnete werden musste, kann man sich vorstellen, wie lang dieser Besuch geheim bleibt. Da Chicharõ sicher gewarnt wurde, erwartete sein Anwalt Diego Rotela die Polizisten und Vertreter der Staatsanwaltschaft. Wiedererwartend fand man keine Hinweise auf Waffen oder seine Komplizen.

Anscheinend hatte die Aktion von Chicharõ auch eine politische Wirkung, da Rudy Paetzold, der bedrohte Mann, ein brasilianischer Politiker ist. Am gestrigen Sonntag waren in Brasilien Bürgermeisterwahlen.

Carlos Rubén Sánchez Garcete, der in Capitán Bado als Heiliger angesehen wird, wird ein Leben als Drogenboss nachgesagt. Angeblich soll er die Kandidatur des Abgeordneten Marcial Lezcano finanziert haben, damit dieser im Fall der Fälle, wenn eine große Gefahr droht, diesen Posten bekleiden kann und Immunität genießt.

Eine Frau aus Capitán Bado, dessen Kinder starben als ein Drogenflugzeug unfreiwillig notlanden musste, empfing Chicharõ hinter Gittern, vermutlich um ihr eine Entschädigung zu versprechen. Da sie dies jedoch nie erhielt, wendete sie sich an die Presse. Diesem Fall wurde nicht weiter verfolgt.

Wochenblatt / Abc Color

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