Ciudad del Este hat seine eigenen Gesetze

Ciudad del Este: Während einfache Menschen in Paraguay seit Beginn des Jahres Einschränkungen beim Geldtausch hinnehmen mussten, wuschen andere ohne Probleme hunderte von Millionen US-Dollar vor den Augen der Behörden. Nun wird klar warum die USA involviert waren.

Das von der US-Justiz an Paraguay gesandte Schreiben enthüllt die Einzelheiten der Vorgänge, die zur Verfolgung des Brasilianers libanesischer Herkunft, Kassem Mohamad Hijazi, führten, der in weniger als zwei Jahren 1.600.000 US-Dollar in 20 Banken eingezahlt hat.

In dem Bericht an das Land heißt es: “Eine Untersuchung der Strafverfolgungsbehörden identifizierte Hijazi als einen hochrangigen Geldwäscher, der in Ciudad del Este, Paraguay, tätig ist. Die Ermittlungen ergaben, dass Hijazi zwischen Mai 2019 und Dezember 2020 eine Reihe von etwa sechs Finanztransaktionen durchführte, um Gelder zu waschen, von denen er glaubte, dass sie aus dem Drogenhandel stammten.”

Die Eigentümerin des Unternehmens Mobile Zone International und Geschäftspartnerin von Kassem Mohammed Hijazi, Liz Paola Doldán (Beitragsbild), hat in Paraguay über einen Zeitraum von fünf Jahren Steuern in Höhe von 600 Millionen US-Dollar hinterzogen, so der stellvertretende Finanzminister Óscar Orué heute auf einer Pressekonferenz.

Noch am gestrigen Mittwoch erklärte die Frau der Presse, sie wüsste gar nicht warum gegen sie ermittelt wird. Schon 2019 war man ihr auf der Spur, doch trotz vieler Anhaltspunkt gelang es der Staatsanwaltschaft nicht, Beweise zu sammeln, um sie wegen Geldwäsche und krimineller Vereinigung anzuklagen. Die Ermittlungen gegen sie wurden daraufhin eingestellt. Die relevanten Daten wurden später vom US-Außenministerium zur Verfügung gestellt.

Wochenblatt / Última Hora / Abc Color

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