Courage ist gut, Ausdauer ist besser

Asunción: Da selbst die WHO erklärt, das Grenzschließungen eigentlich nutzlos sind, steht kaum mehr die Frage ob es sinnvoll war diese zeitig zu schließen, in Paraguay ganz besonders nicht.

Genau genommen sind Grenzschließungen nur dann sinnvoll, wenn diese wirklich geschlossen bleiben und man eine Pandemie vollkommen isoliert aussitzen will. Da die paraguayische Wirtschaft und ergo die Bevölkerung aber keine 5 Jahre Zeit hat darauf zum warten, bis Corona der Vergangenheit angehört, ist ein langsames Anstecken, wie im Rest der Welt die einzig sinnvolle Maßnahme.

Bereits Ende Januar, als die Weltgesundheitsorganisation wegen der Ausbreitung des Coronavirus den internationalen Gesundheitsnotstand erklärte, hatte sich WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus gegen Grenzschließungen ausgesprochen: Es gebe keinen Grund für Maßnahmen, „die unnötigerweise den internationalen Reiseverkehr und Handelsverkehr behindern“. Dennoch haben nach und nach gut 130 Staaten dicht gemacht. Weitere gut 50 Länder haben Grenzüberschreitungen etwa durch Visumsbeschränkungen erschwert.

Zudem sind geschlossene Grenzen in Paraguay so abwegig wie Dauerfrost in der Sahara, denn Schmuggler arbeiten Tag und Nacht an der Grenze nach Brasilien und Argentinien, wo hauptsächlich Zigaretten die Ländergrenze überqueren. Allein die Schmuggler oder ihre Komplizen, die Polizei zu beschuldigen ist jedoch nicht ausreichend. Auch an den Kontrollpunkten der Freundschaftsbrücke, gab es personen, die mit Passierschein tagtäglich nach Ciudad del Este oder Foz de Iguazú kamen und wieder zurück konnten. Dies lag an den Kommandanten, die sich ein Geld mit Spezialgenehmigungen dazu verdienten.

Auch wenn das Departement Alto Paraná für 14 Tage wieder in eine Art Tiefschlag versetzt wird, sucht Paraguay den Ausweg über die Luft und will zukünftig, wie aktuell Brasilien, die Ein und Ausreise mit Flügen erlauben, wenngleich auch nur über Uruguay. Ein genaues Datum gibt es zwar nicht, doch der Druck nimmt zu und wie im Falle des angedrohten Lockdowns in Alto Paraná, kam es schlussendlich nicht ganz so schlimm wie angenommen. Die Einwohner der Stadt dürfen dennoch täglich 12 Stunden arbeiten.

Wochenblatt / Rainews / Última Hora

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6 Kommentare zu “Courage ist gut, Ausdauer ist besser

  1. Es ist einfach nur noch lächerlich. Komme mir vor wie in einem Hollywoodstreifen, 5 Leute kommen ums Leben einen Hund zu retten und die restlichen applaudieren, wenn der Hund gerettet wurde. Alles nur noch Gaga!

  2. Hatte letztens schon geschrieben, dass die WHO eine Infektion durch Aerosole (Tröpfcheninfektion) nicht bestätigen kann.
    Leider ist mein Kommentar, offensichtlich durch einen der Redaktion nicht angenehmen Link, gesperrt worden.

    1. https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/reisebeschraenkungen-101.html
      https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2020/05/tag-WHO-Reisebeschraenkungen-Grenzen-nicht-sinnvoll-726b2c1c-dd28-4620-9f23-27eda162926a.html
      https://www.fxstreet.de.com/news/who-chef-tedros-es-gibt-keinen-grund-fur-massnahmen-die-den-internationalen-reise-und-handelsverkehr-unnotig-behindern-202002031014
      https://www.euro.who.int/de/health-topics/health-emergencies/coronavirus-covid-19/news/news/2020/01/novel-coronavirus-emerges-in-china

  3. Wenn die WHO Grenzschliessungen als falsch bezeichnet sind diese zweifelsfrei richtig. Wer das Gegenteil von dem macht, was diese kriminelle NGO fordert, macht das Richtige.

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