Das Aus für paraguayische “Schmarotzer“

Asunción: Es ist soweit. Tausende von Paraguayern, die im benachbarten Ausland leben, kehren in ihre Heimat zurück. Dem “Schmarotzen“ von sozialen Leistungen wurde ein Ende gesetzt.

Insgesamt sollen, so die Statistiken, 4.357 Paraguayer zur Rückkehr aus Argentinien gezwungen worden sein, weil die Regierung aus dem Nachbarland Änderungen einführte. Luis Servin Blaires, vom Ministerium für Rückkehrer, erklärte, dass eine beträchtliche Anzahl von Personen diesen Entschluss gefasst hätte.

„Es ist eine große Anzahl, mehr als 67% der Landsleute aus dem Ausland, sind zurückgekehrt. Der Grund dürfte wohl die politischen Veränderungen im Nachbarland sein“, sagte Blaires.

In Argentinien wurden mittlerweile die Sozialleistungen, insbesondere für Ausländer, drastisch eingeschränkt. Parallel dazu stiegen die Lebenshaltungskosten an. Widerspiegeln tut sich das Phänomen vor allem auch, nachdem Tausende Argentinier die Grenze in Posadas überqueren und in Encarnación einkaufen gehen.

„Die Zahl der Menschen, die aus Argentinien nun wieder hier nach Paraguay zurückkehren ist in den letzten drei Monaten viel höher als im Vergleich zum Vorjahr. Solch eine Situation kam noch nie vor und wird wahrscheinlich noch weiter andauern“, erklärte Blaires.

Das Problem “schaukelt“ sich nun hoch. „Wir müssen mit allen Mitteln eine würdige Eingliederung im Land erreichen. Die Regierung hat viele Projekte geschaffen, die die Rückkehrer, vor allem aus Argentinien, begünstigen. Einfach wird das Vorhaben aber nicht“, sagte der Minister.

Grund für die Prozedere dürften die vielen Ansuchen der Paraguayer für Behandlungen in Krankenhäusern aus dem Nachbarland sein, die kostenlos erfolgten. Es gab in dieser Hinsicht zwar keine Beschwerden, aber vermutet wird, das Bestreben zu beenden. „Die Botschaft aus Argentinien erklärte, dass es keine Diskriminierung gibt. Die Regeln gelten für alle Einwanderer“, sagte Blaires.

Quelle: Hoy

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5 Kommentare zu “Das Aus für paraguayische “Schmarotzer“

  1. Beschämend, dass Paraguay so schlechte Gesundheitsleistungen hat (IPS), dass das Nachbarland mit Gratisleistungen einspringen muss.
    Wie heisst es so schön: Somos orgullosos de ser Paraguayos!

  2. Das Hier die Gesundheit ein hohes Gut ist weis ein Jeder.Das mit der Krankenversorgung ist ein Skandal und gehört bei der nächsten Präsidenten Wahl ganz vorne angestellt für Ziele die sich der neue Präsident zu stecken hat.
    Hatte mal für Paraguay 1000 Krankenhaus Betten aus Deutschland für 100 Euro das Stück mit allen Schnick Schnack außer elektrischer Hydraulik nur Manuel aber Super Zustand.Kein Interesse musste ich hören ein paar antworteten ja wenn sie Elektrisch wehren ,aber liebe Leute in Paraguay ein normales 5 Jahre altes Bett kostete Neu fast 2000 Euro.Habe dann 40 elektrische Betten gehabt aus Privat Klinik wieder kein Interesse nun lasse ich das mit den Angeboten,sind alle nach Russland gegangen mit Kusshand. Gehe ich hier aber in IPS Kliniken sehe ich Betten aus den 2 Weltkrieg. Habe OP Gesichtsmasken gehabt 500000 Stück (Pakete) der Obersten Kategorie für 0,49 Cent das Paket nun was soll ich sagen kein Interesse.Denke wenn ich Schmiergeld bezahlt hätte würde ich alles verkauft haben. Was ich damit sagen will hier ist das Wohl der Patienten und die Gesundung egal solange kein Schmiergeld fließt .Das muss sich ändern auch ein 24 Stunden Kranken Dienst muss her sowie Not Apotheken mit 24 Stunden Dienst. Es kann nicht sein das Menschen in Not Kilometer weit über Land gefahren werden um die Nächste offene Klinik zu erreichen in der auch kein Arzt ist wegen Feierabend sondern nur eine schlecht ausgebildete Krankenschwester.Das muss Oberstes Politisches Ziel werden die ausreichende gute Krankenversorgung.

  3. „Ministerium für Rückkehrer“, im Ernst jetzt? Sind da alle die Tios, Primos, Hermanos untergebracht, für die man keinen für sie qualifizierten Job fand? (ZB. Director de Fotocopias, Director de Elevador (Liftdirektoren), wie sie zu Mehreren im Justizpalast tatsächlich 5x mehr Lohn als der Durchschnittsparaguayer bekommen) Zum Beispiel zur Ausgabe von Anstehnummern am nächsten Schalter? (Für Paraguay-Interessierte aus Deutschland: das war jetzt kein Witz, hier in Paraguay kommst du dir vor wie im Zirkus, wenn du in ein „Ministerium“ musst, das ist so wie eine Arena mit 10 Clowns, die dir eine Nummer geben, damit du damit einen halben Tag später an einem anderen Schalter anstehen kannst.)

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