Das Ende besiegelt

Asunción: Kaum zwei Stunden, nachdem der Haftbefehl gegen González Daher und Sohn veröffentlicht wurde, stellten sich beide. Ihre Verteidigerin wirft der Presse vor, den Prozess zu beeinflussen.

Als sich Óscar González Daher und sein Sohn sich bei der Staatsanwaltschaft stellten, hatten sie nur verschwitzte Kragen. Nachdem sie aus dem Gebäude gingen, vor dem wütende Bürger auf sie warteten, waren ihre Hemden durchnässt. Eine öffentliche Schmach in der Größenordnung hatten sie bisher noch nicht erlebt. Während die Verteidigung auf Hausarrest plädiert, beharrte die Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft, da die Anklage aus ungerechtfertigter Bereicherung, Geldwäsche und Falschaussage besteht, wie Staatsanwalt René Fernández erklärte. Zu einer Aussage waren weder González Daher noch sein und Sohn Óscar Rubén bereit.

In Bezug auf die Geldwäsche stieg die Summe auf 103.000.000.000 Guaranies, deren legale Herkunft mit Dokumenten nicht nachweisbar ist. Richter Humberto Otazú entschied nach einer 4-stündigen Sitzung in der beide Parteien angehört wurden, den Politiker und seinen Sohn in Untersuchungshaft zu nehmen. Zuvor sollte ein vermeintlicher Schwächeanfall sie davor bewahren. Sie werden in das Hochsicherheitsgefängnis Agrupación Especializada gebracht. Bei Veruteilung könnten bis zu 10 Jahre Haft auf Óscar González Daher warten.

Wochenblatt

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3 Kommentare zu “Das Ende besiegelt

  1. Dafür, dass er 2 Stunden später mustergültig vor der Staatsanwaltschaft steht, liegt der Verdacht nahe, dass hier nach einem Drehbuch verfahren wird, damit es „echt aussieht“. Weitere Beweise sind in der Zwischenzeit wohl alle vernichtet oder in einem anderen Ort unauffällig verfrachtet worden.
    Naja selbst eine Luxuszelle ist schon Demütigung genug für den Mafiaboss Luques.

  2. Daran glaubt doch kein Mensch, daß diese Politgauner und Betrüger namens Daher & Co. wirklich verurteilt werden und für viele Jahre in den Knast wandern. Wo käme man da in Paraguay hin, wenn jeder betrügerische Politiker einer gerechten Strafe zugeführt würde. Am Ende wollte keiner mehr in die Politik und Paraguay wäre führungslos – ein fürchterlicher Gedanke!

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