Das erste Stadtviertel ohne Freileitungen

Asunción: Seit Mittwoch erstrahlt das Stadtviertel Loma San Jerónimo in seinem besten Glanz. Vor allem die bunten Häuser stechen hervor. Kein Kabel trübt die Sicht, eine Meisterleistung ist vollbracht.

Alle Leitungen in dem Stadtviertel wurden unterirdisch verlegt. Auch die öffentliche Straßenbeleuchtung wird über Erdkabel versorgt.

Nun ist Loma San Jerónimo der erste Bereich in der paraguayischen Hauptstadt, bei dem alle Dienstleistungen wie Strom, Telefon, Internet und Fernsehen nur noch unter der Erde erfolgen.

Der Tourismusbezirk ist Teil einer städtischen Umgestaltung. Das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) und die Gemeinde Asunción sind dafür verantwortlich.

Ziel von dem Projekt ist es, eine Revitalisierung und Verbesserungen vom alten Hafen in Asunción sowie in dessen Umkreis liegende Zonen zu erreichen. In Loma San Jerónimo wird sich eines der beiden Terminals vom Metrobus befinden.

Im Zuge der Verbesserungen dürfte es wohl bei Unwettern zu mehr Sicherheit bei der Energieversorgung in dem Viertel kommen. Zudem werden die optischen Erscheinungen deutlich hervorgehoben. Es gibt viele bunte Häuser in Loma San Jerónimo, aber auch noch andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Wochenblatt / Ultima Hora

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13 Kommentare zu “Das erste Stadtviertel ohne Freileitungen

  1. Bisher dachte ich Freileitungen stehen unter Denkmalschutz und sind unzertrennbar mit der Kultur Paraguays verknüpft. Und wirklich, ich vermisse das typische Flair auf dem Beitragsbild.

  2. Super. Herzliche Gratulation. Nun kann endlich Projekt „paraguayscher Satellit ins All bringen“ in Angriff genommen werden.
    Es sieht toll aus auf dem Foto. Wie in Europa. Ja damals in Europa, die Römer, hatten auch schon Pflasterstraßen und ihre Elektrokabel unterirdisch verlegt.
    Da hat das MOPC wieder einmal eine Glanzleistung vollbracht. Ob diesmal die Kabel nicht wieder ausgegraben und fünf Meter versetzt werden müssen wird sich noch zeigen (wie die Wasserleitungen an der Mcal. Lopez, aber da scheinen sie ein grobes Groggi der Verlegung der Leitungen aufgefunden zu haben).
    Als Stadtteil werden die von mir geschätzten 100m bezeichnet, in denen die Kabel unterirdisch verlegt wurden, um ein solch tolles Foto hinzukriegen, um Touristen anzulocken. Aber wie viele Milliarden US-Dollar, pardon, Guaranies, haben denn diese 100m-Verlegung in Schwerstarbeit denn gekostet?
    Ist das Foto entstanden, noch innerhalb 14 Tagen nach Fertigstellung oder vor dem ersten Regen? Sieht ja alles noch wie neu aus auf dem Foto. So ein Kabelkanal wird wohl bald als Abwasserkanal, Moskitobrutstätte und Erneuerung der Radlager zu gebrauchen sein.
    Spätestens nach dem Auffahren modernster Baumaschinen des MOPC werden diese Kabel wohl von einer Schaufel oder einer Hacke durchtrennt. Vielleicht wurden die Kabel aber trotz der resultierenden Mühe 10 cm vergraben. Vielleicht auch 10,5 cm.
    Wurde überhaupt schon getestet, ob das Viertel Strom hat? Ich meine, das ist für manche nicht einmal so einfach zwei Kabel zusammen zu fixen mit Isolierband.
    Gegen Ende des Millenniums wird die Unterirdische Verlegung auch mein Viertel erreicht haben. Also Zeit für mich zu warten und Therere zu trinken.

  3. Hallo Freier Journalist, ich muss Sie fragen: gefällt es Ihnen in Paraguay?
    Also so wie Sie diesen Kommentar geschrieben haben, denke ich eher nicht!
    Für Sie gibt es viele Länder die einen Satelliten im All haben, warum tun Sie uns nicht den gefallen, und suchen den nächsten Satelliten?

    1. Seit wann ist Sarkasmus verboten? Wir wissen doch alle, dass in diesem Lande etliches im Argen liegt. Wer dies verleugnet, hat gewisse Schwierigkeiten. Man braucht nicht unbedingt jeden, der nörgelt oder meckert, des Landes zu verweisen. Wenn dem so möglich wäre, dann würden im Merkelland bestenfalls 60 Millionen Menschen leben.

      1. Ja, genau Caligula. Ich meine es wirklich Sarkastisch. Meist so übertrieben, dass man schmunzeln müsste, wenn man ein wenig Spaß versteht. Ich bin mir bewusst, dass meine Witze etwas abgedroschen sind. Ich bin kein Profi-Komiker.
        Aber alles ist nicht einfach aus den Haaren gesogen was ich schreibe. Vieles ist doch wirklich total gaga, Freakschow, Kindergarten, hier im Lande.
        Wenn ich die News von einem meiner alten Heimat mit den News hierzulande vergleiche, da muss ich schreiben: quien tiene la discapacidad no necesita preocuparse por la burla.

    2. Klar tue ich Ihnen den gefallen. Kostet Sie nur 20.000 Guaranies für dass, dass ich Ihnen den Gefallen tue. Haben Sie so viel Plata?
      Klar gefällt es mir in Paraguay. Ich bin ja auch extra hierher gewandert, um neben einer täglich brennenden Müllhalde bei Kindergartenmusik auf 120 dB den Rest meines Lebens in Lethargie zu verbringen. Das habe ich mir schon von Kleinauf immer gewünscht.
      PS. Bevor ich zurück wandere, ähm, ich hätte da noch eine erstklassige Bruchbude zu verkaufen. Errichtet vom paraguayschen Handwerksmeister. Also meine Nachbarschaft wartet schon sehnlichst darauf, dass die Liegenschaft leer steht. Ok, für die meisten Paraguayer wird es zwar ein wenig schäbig sein für so viel Plata, aber vielleicht will es einer von euch kaufen? Damit ich endlich von diesem 5. Weltland in ein 3. Welt aus- bzw. einwandern kann. Ich weiß ja noch nicht welche Drogen sie in in Burkina Faso trinken, ist aber ein Versuch wert, sobald ich mein Haus deutscher Qualität einem Frischfleisch verkauft habe.

  4. Wow, man glaubt gar nicht dass das Bild in Asuncion aufgenommen wurde. Keine Freileitungen, kein Muell und kein Wasser auf der Pflasterstrasse, die sogar recht gut nivelliert aussieht. Ausserdem keine Namen von Politikern auf den Waenden geschmiert. Sogar eine Regenwasserkanaloeffnung gibt es.

    Jetzt liegt es an den Einwohnern das Stadtbild so zu halten, sonst sind es in einigen Wochen wieder so aus, wie man es „gewohnt“ ist.

    1. Wenn auch das Wasserkraftwerk noch in diesem Stadtteil vorhanden ist, dann besteht kurzfristig die Aussicht das dieser Stadtteil zwei Tage ohne Stromausfall auskommt

  5. mal schauen, wie lange das hält. Vermutlich bis der erste Anwohner irgendwo ein Loch gräbt und lauter Kabel findet, die er dann durchhackt, weil sie SEINEM Holzpfosten im Wege sind. Tiefer als 30 cm dürfte doch nichts verlegt worden sein – oder hat da jemand genauere Kenntnisse?

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