“Das Geheimnis nehme ich ins Grab“

Asunción: Egal, wer Bürgermeister von einer Gemeinde ist, hat vor allem ein Problem: Verwandte oder Freunde rufen an und wollen davon profitieren. Das führt zu einem Interessenkonflikt.

Mario Ferreiro, Bürgermeister von Asunción, erklärte, mehrere Leute würden ihn anrufen und um einen Job ansuchen. „Unsere eigene Budgetverordnung sieht vor, dass keine Neueinstellungen vorgenommen werden. Viele politische Freunde fragen, ob es nicht doch für Bekannte einen Arbeitsplatz in der Gemeinde gibt“, sagte er.

Ferreiro betonte, die Stadtverwaltung sei kein Arbeitsamt und rechtliche Hindernisse beschränken das vertraglich festgelegte Personal in der Gemeinde.

Auf die Frage, wer denn die Leute seien, die nach offenen Stellen ansuchen antwortete Ferreiro: „Das ist ein Geheimnis, das ich ins Grab nehme. Es sind Freunde, andere wiederum kenne ich nicht. In Paraguay ist die Berufung zu einer Beschäftigung sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor eine nationale Sportart. Wirklich beeindruckend“.

Ferreiro ist klar, dass es eine Rationalisierung der Beamten in der Gemeinde geben müsse.

230 Neueinstellungen, mehr oder weniger, hat es dieses Jahr in der Stadtverwaltung von Asunción gegeben. Mirtha Frutos, Direktorin der Personalabteilung, bestätigte, dass die offizielle Zahl von 183 neuen Mitarbeitern nicht stimmt. Es gab in der Tat mehr, die Arbeitsverträge erhielten. Frutos betonte, in einigen Bereichen sei mehr Personal erforderlich, wie für Arbeiten an der Costanera oder im Sektor des Fonds Fonacide. Im Gegenzug versuche man einige Mitarbeiter zu bewegen in den Ruhestand zu gehen um die Zahlen wieder ausgleichen zu können.

Wochenblatt / ABC Color

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1 Kommentar zu ““Das Geheimnis nehme ich ins Grab“

  1. Typisch Südamerika – Dritte Welt.
    Würde mich interessieren, wie das in Afrika ist. Kennt sich da jemand aus?