Fatale Verwandschaftsverhältnisse

Asunción: Eine Klägerin wurde als Alkoholikerin, Drogenabhängige und Verrückte denunziert. Die Mutter eines Kindes kämpft gegen die paraguayische Justiz, vergebens. Der Internationale Gerichtshof soll nun Recht sprechen.

Seit einem Jahr kämpft die Beschwerdeführerin dafür, ihren fünf Jahre alten Sohn zu sehen. Der Junge ist in der Obhut seines Vaters, der ein Enkel eines bekannten Magistrats ist. Die verwandschaftlichen Beziehungen sind wohl entscheidend bei dem Fall.

„Ich wurde erst als Alkoholikerin denunziert. Ein ärztliches Attest widerlegte die Anschuldigung. Dann stempelte man mich als Drogenabhängige ab. Eine DNA-Analyse meiner Haare bewies das Gegenteil. Schließlich wurde ich als Verrückte erklärt. Ich musste mit Mördern und Kriminellen in einer Zelle sitzen, bis ein Psychiater mein Verhalten positiv beurteilte, den der Großvater meines Sohnes Befehle erteilt“, sagte die Klägerin.

Sie beschloss nun den Fall an die Öffentlichkeit zu bringen, weil die paraguayische Justiz ihr keine Hoffnung gibt, ihren Sohn sehen zu können. Es gibt nicht einmal eine minimale Geste, damit eine Mutter dem Jungen Liebe und Wärme geben kann, die ein kleines Kind in dem Alter braucht.

„Ich werde an den Interamerikanischen Gerichtshof appellieren, denn hier ist die Korruption unverschämt. Ich dachte nie, dass ich solche Qualen erleide. Viele Frauen sind betroffen, in denen die Justiz ihnen verwehrt, ihre Kinder zu sehen“, sagte die Beschwerdeführerin.

Sie ist Ärztin und Ernährungsberaterin. Zwar wurde eine Klage wegen Verfassungswidrigkeit eingereicht, “aber diese wird in der Schublade verschwinden, für Tage, Monate und Jahre. Ich will nicht Jahre warten bis ich meinen Sohn sehen kann“.

Wochenblatt / Ultima Hora

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2 Kommentare zu “Fatale Verwandschaftsverhältnisse

  1. Interessanter Fall, ich sehe viele Männer, denen ihre Kinder nach der Trennung der Ehefrau ziemlich egal sind, hautptsache die neue Geliebte ist jung und knackig.
    Hier ist es wohl anders. Mir tut die Frau schon ein bisschen Leid, aber wer sich mit einflussreichen Leuten zusammentut, kann bös auf die Schnauze fallen. Deswegen ertragen es die meisten Frauen einfach und tolerieren Gewalt und Fremdgehen.

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