Das Hochwasser wird zurückkehren

Asunción: Experten für Meteorologie und Hydrologie warnen vor einem erneuten Hochwasser. Sie weisen darauf hin, dass in Asunción die Kanalisation nicht auf die starken Regenfälle vorbereitet ist und sich neue Evakuierungen nähern.

Nach dem Ausmaß der intensiven Regenfälle, die beim letzten Unwetter in verschiedenen Regionen des Landes registriert wurden, steigt der Wasserstand des Paraguay Flusses weiter an und erreichte gestern einen Pegel im Hafen von Asunción von 4,58 Meter.

Laut der Direktion für Meteorologie werden diese intensiven Regenfälle in den kommenden Wochen anhalten und tiefliegende Gebiete wie Bañados de Sur und Chacarita sind von Überschwemmungen bedroht, sodass diese Familien umgesiedelt werden müssen.

Der Meteorologe Ricardo Pereira gab an, dass die starken Regenfälle anhalten werden, dies sollte jedoch nicht als “gelber Alarm” bezeichnet werden, da es in dem Land keinen rechtlichen Rahmen gibt, der diese Arten von Niveaus festlege. Er behauptet, dass das meteorologische Phänomen, das neue Überschwemmungen in den niedrigen Gebieten auslöst, anhalten werde.

„Der Paraguay Fluss ist in den letzten 20 Tagen nach den Regenfällen von großer Intensität stark angestiegen, etwa 3 Meter. Bisher gab es sowohl in Asunción als auch in anderen Teilen des Landes mehr als 600 Millimeter Regen, insbesondere im Norden, wo die normalen Niederschlagswerte bereits bis zu dreimal überschritten wurden“, sagte Pereira.

Der Experte fügte an, dass die Prognose für die nächsten zwei Wochen Regen anzeige, aber nicht mehr mit großem Ausmaß. „Die Regenprognose für die kommende und die nächste Woche ist vorerst gering”, behauptet er.

Pereira wies darauf hin, dass der Paraguay Fluss mit durchschnittlich 5 Zentimetern pro Tag weiter progressiv ansteigen werde und dann ohne nennenswerten Niederschlag sinken könnte. „In Asunción, Central, Paraguari, Guairá, Misiones, Cordillera und Concepción werden Schauer registriert. Mit der Fortsetzung des Regens könnten die sehr niedrigen Gebiete in der Nähe des Flusses Ende Februar wieder überflutet sein“, erklärte er.

Auf der anderen Seite wies Nelson Pérez, stellvertretender Direktor für Hydrologie der Nationalen Direktion für Zivilluftfahrt (Dinac), darauf hin, dass in der Stadt die Kanalisation nicht vorbereitet sei, wenn atypische Regenfälle auftreten, wie dies beim letzten Unwetter der Fall gewesen sei.

„Asunción versank mit den starken Regenfällen und der Ansammlung von Wasser im Chaos, weil in der Stadt die Kanalisation dafür nicht ausgelegt ist“, versicherte er.

Wochenblatt / Ultima Hora

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Europakongress

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6 Kommentare zu “Das Hochwasser wird zurückkehren

  1. „Asunción versank mit den starken Regenfällen und der Ansammlung von Wasser im Chaos, weil in der Stadt die Kanalisation dafür nicht ausgelegt ist“, echt jetzt, waaaaahnsin, stand doch in der Bild, dass der staatliche Wasserversorger ESSAP in Asunción 1998 das letzte Mal investiert hat. Das war glaubs noch im letzten Jahrhundert, ne, Jahrtausend.

  2. Jedes Jahr der gleiche Zirkus mit den Armensiedlungen unterhalbs des Kongressgebäudes und des Präsidentenpalastes in ASU. Niemand hat die Menschen gezwungen dort zu leben. Was also soll das Gezetere? Aber das ist typisch. Nichts aus Fehlern lernen und niemand der sich getraut endlich eine klare Entscheidung zu treffen um diese unmöglichen Zustände zu ändern.

    1. Das ist bei Regen aber nicht nur unterhalb des Kongressgebäudes und des Präsidentenpalastes so. Asu steht ja teilweise auf einem Hügel. Oder sind es mehrere? Jedenfalls schon bei einem kleinen Platzregen wandeln sich die Straßen in reißende Bäche. Es stimmt aber, das Wasser fließt natürlich Hügelabwärts und da wird es dann nicht mehr lustig. Ein Glück hat es überall Straßenkrater, das staut das Wasser ein wenig. Jedenfalls möchte ich kein Kleinkind sein, wenn es in Asu wirklich stark regnet. Und in anderen Städten wie Loma Pyta, MRA, San Lorenzo, Luque ua. ist es nicht viel besser. Die Colorado-Korruptie-Mafia weiß schon, warum sie ihre Häuser nicht genau da hat. So ist das halt in einem Land, wo die Korruption viel Geld für Infrastrukturverbesserung zur Verfügung hat.

  3. Diese atypischen starken Regenfälle gibt es ja auch erst seit die Stadt gegründet wurde.
    Natürlich konnte die Stadtverwaltung in dieser kurzen Zeit nicht dafür sorgen, daß die tiefer liegenden Stadtteile sich nicht beim kleinsten Gewitter aufgrund der sich in reissende Flüsse mutierten Straßen in Überschwemmungsgebiete verwandeln.
    Auch kann die Municipalidad nicht eingreifen, wenn die oberschlauen Bauherren ihre Häuser mitten in den Fluß bauen, weil dort der Bauplatz gratis ist, wenn der während einiger trockenerer Jahre etwas weniger Wasser führt.
    Sie bringen es auch nicht fertig, die “Armen” dort dauerhaft umzusiedeln.
    Kaum ziehen die einen aus, weil sie in ein neues Haus umgesiedelt wurden, ziehen die nächsten ein, denen dann auch ein neues Haus gebaut werden muss.
    Dabei wäre es so einfach.
    Sobald die Bewohner ausgezogen sind, schiebt der wartende Traktor die Hütte über den Haufen.
    Fertig.
    Da zieht dann keiner mehr ein.
    Und anschließend die Neuansiedlung verhindern.
    Anscheinend ist das aber gar nicht gewollt, daß diese prekären Viertel dauerhaft verschwinden.

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