Das ist beim Kauf einer neuen Nebeneingangstür wichtig

Beim Kauf neuer Haustüren entscheiden Sicherheit, Wärme- und Lärmschutz. Nebeneingangstüren allerdings besitzen eine mitunter andere Funktion. Dementsprechend wichtig ist es, dass sich Käufer vor dem Umbau genau mit den grundlegenden Facetten und Schutzmechanismen auseinandersetzen.

Tür ist nicht gleich Tür – und wer ohne Planung agiert, kauft falsch oder doppelt. Wir haben uns angeschaut, was die neue Nebeneingangstür können muss, um modernen Ansprüchen an Form und Funktion gerecht zu werden!

Diese technischen Details entscheiden

Der Sinn einer Tür ist offensichtlich: Wärme soll in den Räumlichkeiten verbleiben, Kälte bestmöglich abgewiesen werden. Wer plant, eine neue Nebeneingangstür bestellen zu wollen, kann mit der richtigen Wärmedämmung nachhaltig Geld sparen. Die aktuellen Vorschriften der Klimabeanspruchung nach DIN EN 1121 zählt zu den wichtigsten Kriterien beim Neukauf.

Auch an die Einbruchsicherheit sollte grundsätzlich gedacht werden. Dies gilt vor allem, wenn sich die Nebeneingangstür auf einer wenig beleuchteten Seitenstraße befindet und potentielle Einbrecher anlocken könnte. Die Tür sollte den hohen Anforderungen nach DIN EN 1627 gerecht werden, außerdem für Schall-, Feuer- und Rauchschutz garantieren.

Was sind Widerstandsklassen?

Nebeneingangstüren sind in sogenannte Widerstandsklassen eingeteilt. Jene geben an, wie hoch der zu erwartende Schutz vor unerwünschten Eindringlingen ausfällt. Es gibt verschiedene „resistance classes“, je nach Höhe des Einbruchrisikos:

  • RC1 (WK1)bietet einen Grundschutz, der bei Nebeneingangstüren notwendig wird, die keiner allzu großen Gefahr ausgesetzt sind.
  • RC2 (WK2)stellt einen Minimalschutz sicher. In diesem Fall ist durchaus mit Gefahren zu rechnen, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen sind gegeben.
  • RC3 (WK3)empfiehlt sich bei Nebeneingangstüren, die einem besonderen Risiko ausgesetzt wird. Die Schutzwirkung ist weitaus höher als bei den anderen Widerstandsklassen.

Während der Grundschutz der Widerstandsklasse RC1 bei Einbrüchen unter Anwendung körperlicher Gewalt geboten ist, werden die Türen der RC3 mit zusätzlichen Verriegelungspunkten ausgestattet. Wer auf noch mehr Sicherheit besteht, kann Türen der Klassen RC5 oder RC6 in Betracht ziehen. Dabei dauert es mitunter bis zu 20 Minuten, sie aufzubrechen. Für gewöhnliche Nebeneingangstüren sind diese Maßnahmen jedoch nur selten angebracht.

Zeitgemäßer und effektiver Brandschutz

Der Brandschutz darf beim Kauf einer neuen Nebeneingangstür nicht unter den Teppich gekehrt werden. Schließlich kann es im Ernstfall notwendig werden, die Ausbreitung von Bränden zu verhindern oder wenigstens das Haus verlassen zu können. Mangelhafter Brandschutz tötet und lässt sich mit speziellen Verordnungen für Feuerschutztüren umgehen. Eine Nebeneingangstür der Klasse T30 ist feuerhemmend und kann bis zu einer halben Stunde Temperaturen von 800 Grad Celsius aushalten. Türen der Klasse T180 sind sogar im höchsten Maße feuerbeständig.