Das Märchen der Transparenz

Asunción: Wenn einem ein HC Politiker weismachen will, besser zu sein als der andere, braucht es meist nur wenige Tage um zu sehen, dass keiner den ersten Stein werfen will.

Cartes‘ Mann für den Parteivorsitz und Präsident des Abgeordnetenhauses, im Kreis der Familie Mangui genannt, engagierte keinen geringeren als seinen Schwager als seinen Fahrer, auf Kosten des Staates und mit einem Bonifikation für Verantwortlichkeit im Amt.

Über zwei Jahre ist der heute 26-jährige Rodrigo Souto Ortiz schon im Auftrag von Alliana unterwegs. Selbst unter dem Vorsitz von Cuevas wurde sein Lohn plus Bonifikation brav weitergezahlt. Eine Rechtfertigung dessen ist unmöglich. Die allgemeine Formel ist solchen Momenten ist, dass alle (auch der Schwager) Recht auf einen Arbeitsplatz haben.

Keiner wird ihm verweigern Maniok in San Pedro zu pflücken aber Fahrer des Schwagers in hoher Polition heißt Vetternwirtschaft und gehört angeprangert. Da hilft auch kein Mitleid wegen seiner Krebserkrankung. Wer nicht zuerst an das Land denkt, so abgedroschen das auch klingen mag, hat in der Politik nichts zu suchen. Mit solchen Aktionen zeigen sie dem Volk den Mittelfinger und lachen sich krank.

Die Entscheidung heute nicht zu arbeiten entschied Pedro Alliana ebenso, da die Partei ihr Jubiläum feiert, was eine normale Amtsausübung unmöglich macht.

Wochenblatt

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4 Kommentare zu “Das Märchen der Transparenz

  1. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Die Sache ist ein bisschen so wie mit der Krebserkrankung: fuer die Pfingstler, Naturalisten, “Heiler“ und Spiritisten ist es eine “Strafe Gottes“; und fuer die Calvinisten, Stoiker, Kapitalpapisten und Fatalisten ist es ein “Angriff des Teufels um den Glauben zu versuchen“.
    Biblisch gesehen “daempft die Krankheit die Faehigkeit des Menschen zu suendigen“. Ich persoenlich bin praktisch nie krank (ganz davon abgesehen dass einige mich in der Klapsmuehle als Dauerinsasse waehnen), habe aber schon oft bemerkt dass wenn ich krank bin, ich dann praktisch ueberhaupt nicht suendige. Warum? Nun das Fleisch ist “verhindert“ da gerade das Fleisch das Vehikel der Suende ist. Ist das Fleisch tot, so suendigt der Mensch nicht. Deswegen: Tote suendigen nicht weil eben das Fleisch tot ist.
    Bei so manchen Saeufern wird die Faehigkeit zu suendigen durch den Alkoholismus gedaempft – das beobachtet man unter Mennoiten. Saeuft er nicht mehr, ists aerger denn je mit ihm. Daher, ein Dauersaeufer stiehlt weniger als ein nuechterner Schlipstraeger. Das wusste auch schon der Apostel Paulus. Die einen landen halt in der Hoelle fuers stehlen, betruegen und Geiz, waehrend die anderen in der Hoelle landen wegen Trunkenheit.

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