Das Pferd von hinten aufgezäumt?

Altos: Üblicherweise wird für öffentliche Bauten erst eine Ausschreibung gemacht und dann der Auftrag an den besten und günstigsten Anbieter vergeben. In Altos macht man das andersherum.

Die Randstreifen der Straße, die nach Altos führt sollten eine Erneuerung erfahren. Der Bau im Wert von 144 Millionen ist seit drei Wochen im Gange. Das Öffnen der Umschläge aller Mitbietenden wurde für den 21. Juli angekündigt. Dumm nur, dass dies jemand mitbekommen hat. Kleine Geschäfte mit der Stadtkasse sind für viele Bürgermeister etwas ganz normales, so auch für Juan Ramírez (PLRA) aus Altos. Schon in der Vergangenheit verwechselte er die Kassen und wollte Bauten, die vom Gouverneur bezahlt waren über den Fonacide Fond erneut abrechnen.

Mit der Ausschreibung Nummer 3504/18 die am 12. Juli öffentlich wurde kündigte man den Bau von Seitenstreifen auf der Länge von vier Blocks entlang der Avenida Mariscal López an, die schon Ende Juni verteilt wurde und begonnen hatte.

In den vergangenen Jahren war dies anscheinend gängige Praxis in Altos, da alle vermeintlichen Ausschreibungen immer von Baumeister Jorge Adalberto Vergara Arenas gewonnen wurden. Das gesamte Auftragsvolumen beläuft sich auf über 1 Milliarde Guaranies. Weder der Bürgermeister noch der Baustoffhändler Vergara wollten ihre Beziehung der Presse gegenüber näher definieren.

Wochenblatt / Abc Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Das Pferd von hinten aufgezäumt?

  1. Sperrt diese korrupten Affen für fünf Jahre weg. Danach sollten sie den Schaden beheben. 30 Jahre maximal, schnell ist das dann vorbei. Denn nach den ersten fünf Jahren wird es nie wieder passieren …

  2. Wolfgang Pöllinger

    Reply

    Diese allgegenwärtige Korruption und Unehrlichkeit (2× abrechnen) wird man solange nicht abstellen können, wie keine Köpfe rollen. Erst, wenn das Volk als Ganzes schon darauf schaut, daß Steuergelder nicht verpraßt werden, müssen Bürgermeister & Co. auch für ihr Geld arbeiten. Dazu bedarf es allerdings eines Paradigmenwechsels, der mit Paraguayern nur schwer machbar sein dürfte. Man könnte sie unterstützen, soweit sie durch ihr Tun signalisieren, endlich dazulernen zu wollen. Dazu wiederum kann jeder von uns beitragen. Aber: wer will das schon?

  3. Eisgekühlter Bommerlunder

    Reply

    Das wäre ja auch nicht witzig und nicht geistreich, die involvierten Damen und Herren vor Gericht zu stellen. Witzig und geistreich ist allerdings, dass die involvierten Damen und Herren auch morgen noch am Arbeitsplatz kleben und es bestimmt nicht mehr tun werden, jetzt wo alles zum 10. x ans Licht gekommen ist.
    Wahrscheinlich haben alle einen IQ über 80 inkl. Abschluss der täglich 3 stündigen Grundschule. Wer sollte da nachfolgen? Wenigstens bis zu den nächsten Wahlen. Da wird wohl die Flamingo-Verwandschaft wechseln.

  4. Aus der Originalquelle:
    El intendente Juan Ramírez reconoció que desde hace años trabaja con Jorge Vergara, un compueblano suyo. Agregó que el mismo empresario se encarga de realizar los cómputos métricos y especificaciones para los llamados a licitación.

    Das wird ja immer besser, da macht der Bauunternehmer selbst also die Mengenberechnung und das Leistungsverzeichnis der Ausschreibung, um diese dann zu gewinnen. Genial.
    Da aber der Bau schon begonnen hat über eine direkte Untervertragnahme ohne Ausschreibung, dient ja diese Ausschreibung ja dann tatsächlich nur, damit Vargas ein zweites Mal (!) abkassiert?

  5. Wolfgang Pöllinger

    Reply

    Schlau sind sie ja, die Paraguayer: wer sich bereichern kann, macht das auch. Leider ist das nicht identisch mit intelligent. Da sind sie eher Sonderschüler.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .