Das Recht des Stärkeren gilt auf einer Straße in Paraguay

Paso Yobai: Auf der Strecke zwischen Paso Yobai und Independencia, Guairá, kommt es aufgrund der Asphaltierungsarbeiten zu prekären Situationen. Der stärkere Verkehrsteilnehmer zwingt hier andere zum Ausweichen.

Das Bauunternehmen Feldmann SA trägt die Asphaltierung auf der rund 20 km langen Strecke auf. Im Zuge dessen wird die Hälfte der Fahrbahn geteert und dann die andere. Ist ein Teilstück fertiggestellt, nutzen fast ausschließlich alle Fahrzeugführer die neu geteerte Asphaltdecke, ohne auf den Gegenverkehr zu achten. Motorradfahrer wurden regelrecht gezwungen auszuweichen, sonst würden sie wohl nicht mehr leben.

„Wir haben die Problematik erkannt und teeren nur noch kurze Abschnitte auf einer Seite und dann sofort die andere Hälfte der Fahrbahn“, sagte Louis Souza von dem Bauunternehmen.

Sergio Villalba war einer der betroffenen Motorradfahrer, der nur mit Glück einen Frontalzusammenstoß vermeiden konnte.

„Ich war von Independencia auf dem Weg nach Carmen del Portrero, als ein LKW auf meiner Seite mir entgegenkam. Er wich nicht aus, obwohl ich Lichtzeichen gab, um zu warnen. Es blieb mir nichts anderes übrig als auf den Grünstreifen zu fahren. Zum Glück konnte ich einen Sturz vermeiden“, sagte Villalba. Er fügte an, dass weder die Polizei noch andere Behörden präsent seien, um dieses Verhalten zu ahnden oder zu verhindern. „Der Asphalt wird zu prekären Situationen auf der Strecke führen. Wenn der erste Tote zu beklagen ist, werden wohl erst einige aufwachen“, betonte Villalba.

Wochenblatt

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