Das schwere Leben eines Tomatenproduzenten in Paraguay

3 de Febrero: Im Departement Caaguazú werden traditionsgemäß Tomaten angebaut. Auch wenn die Qualität niemals die aus den Nachbarländern erreichte, sieht man spätestens jetzt, wie schön und billig nationale Ware ist.

Und genau dies ist das Problem. Ebenso vom Klima abhängig wie die Nachbarländer gedeihen nun mal die Paradieser nur dann am besten wenn der Markt schon fast gesättigt ist und die Presse fallen.

Heutzutage kostet ein Kilogramm Tomaten bester, nationaler Qualität keine 2.000 Guaranies, was etwa 30 Cent wären. Damit können Produzenten eine Kiste von rund 17 kg auch nur für 20.000 Guaranies verkaufen. Großhandelspreise gehen bis zu 300 Guaranies pro Kilogramm im Ankauf. Um die Tomaten zu züchten, den Transport bis nach Asuncion zu zahlen und einen Gewinn anzurechnen, bedarf es jedoch einem Preis von wenigstens 80.000 Guaranies pro Kiste. Alles andere ist ein Verlust. Um die Paradeiser nicht wegzuwerfen, verschenken die Produzenten derzeit ihre Ernte.

Seit etwa 30 Jahren haben sich die Produzenten im Departement Caaguazú auf Tomaten spezialisiert. Ohne weiche Kredite und eine bessere Infrastruktur machte es jedoch bald keinen Sinn mehr sich des Anbaus zu widmen.

Erst wenn die Produzenten in Zeiten wie diesen die Überproduktion in einer Fabrik absorbieren, um Tomatenpüree herzustellen, kann man dem Monaten September und Oktober etwas Positives abgewinnen.

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7 Kommentare zu “Das schwere Leben eines Tomatenproduzenten in Paraguay

  1. Also ich kann weder Schönheit noch billig erkennen. Ich habe weder im Abasto Norte noch im Supermarkt bisher das Kilo mieser Qualität nicht unter 7000- 9000 Gs gefunden. Naja, liegt sicher an den Großabnehmern, das die Preise nicht fallen. Vielleicht sollten die mal alle samt, die Hälfte des Sicherheits Personals entlassen.

    1. Wieso kann Argentinien, welches ein wesentlich höher entwickeltes Land ist als Paraguay, Tomaten so viel billiger produzieren als Paraguay?

      2000GS/kg umgerechnet in Argentinien, während in Paraguay 6000 bis 15000 verlangt werden.

      Eine Idee das Rätsel zu lösen bietet dieser Artikel!
      Großhandelspreis: Gs 300 !!! – ich vermute mal stark, daß ist weniger, als der vergleichbare Preis in Argentinien.
      JEDOCH die Argentinier mit ihrer (mehr oder weniger) frei entwickelten Wirtschaft sind zufrieden mit Gs 300 Einkauf und Gs 2000 verkauf im Laden.

      In Paraguay jedoch, wo die Mafia regiert, ist das anders. Alle großen Handelsketten gehören ganz wenigen Leuten. Und da wird der Preis im Rahmen des Monopols hoch getrieben was geht.
      Gs 300 im Einkauf und Gs 8000 im Verkauf. Da bleit ordentlich was hängen!
      Leider ist diese Situation nicht nur bei Tomaten so. Die Liste ist endlos.

      1. Si so ist es, ob Gemüse, Obst bis hin zum Fleisch, egal, was hier produziert wird ist weitaus teurer und schlechterer Qualität, als im Ausland. Allerdings, seit der Peso sich erholt hat, kann man in Argentinien auch nicht mehr gut einkaufen.

  2. Vorletzte und letzte Woche bezahlten wir in Caacupé und Umgebung 1 900.- bis 2 500.- Gs pro Kilo Tomaten und die waren wirklich so schön wie noch nie.

    1. Heute habe ich auch 1 Kilo Tomaten für 3000 Gs kaufen können, während ein Kilo fast verfaulter Kartoffeln, komplett mit Sand, immer noch mit 8000 Gs zu Buche schlägt

  3. Versteh ich irgendwas falsch, oder ist in dem Artikel ein Rechenfehler: Wenn 1 kg Tomate 2000 gs kosten, waeren 17 kg (1 Kiste?) 34.000 Gs und nicht 20.000 Gs.

    Die Preise fuer Tomaten sind momentan jedoch tatsächlich recht günstig: Im Supermercado Central (Av. Felix Bogado) kosten sie pro kg. 2500 Gs. Auch um den Abasto-Markt ist der Preis in dem Bereich. Bei der Vierci-Mafia kostet es 8000 Gs.

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