Das sollte doch für eine Freilassung aus einem US-Gefängnis ausreichend sein

Asunción: Die Familie von Juan Angel Napout bat Anfang des Monats die US-Botschaft in Paraguay darum, dass dieser an den Augen operiert werden kann, da es ihm von Tag zu Tag schlechter geht und er erblinden könnte.

Diese Äußerungen der Familie sorgten in wenigen Stunden dafür, dass der Senat unter der Initiative einiger alteingesessener Colorado Politiker die US-Botschaft aufforderte das US-Justizministerium dazu zu bringen, dass Napout die medizinische Behandlung bekomme, die er brauche. Die Familie des Ex-Fifa Mitglieds, hoffe zudem, dass dieser seine Reststrafe in Paraguay absitzen könne, ein Wunsch dem bisher niemand nachkam.

Nano Galaverna, der Sohn von Juan Carlos Galaverna, sagte über Napout: “Sie beschuldigen ihn eines Verbrechens, das er sicher nicht begangen hat. Ich hatte nicht die Gelegenheit, ihn so gut zu kennen, aber mein Vater sagte mir, dass er seine Hände ins Feuer legen würde, dass er diese Dinge nicht getan hat“.

Da Juan Carlos „Kale“ Galaverna als oberste moralische Instanz, zumindest in der Colorado Partei, angesehen wird, sollten diese Worte doch ausreichend sein, damit Napout unverzüglich aus der Haft entlassen wird.

Napout wurde am 3. Dezember 2015 in Zürich unter dem Vorwurf der Annahme von Bestechungsgeldern verhaftet. Am 11. Dezember 2015 trat Napout von seinem Amt als Präsident der CONMEBOL zurück und wurde interimistisch von Wilmar Valdez abgelöst.

Nach seiner Verhaftung stimmte Napout seiner Auslieferung zu und erschien am 15. Dezember 2015 vor einem Bundesrichter in New York, wo er sich in Bezug auf die fünf gegen ihn erhobenen Anklagepunkte für nicht schuldig erklärte. Anschließend wurde er gegen Kaution freigelassen. Sein Prozess begann im November 2017. Die US-Behörden warfen ihm eine Verschwörung zur organisierten Kriminalität sowie Betrug durch Überweisung und Geldwäsche vor. Der stellvertretende US-Staatsanwalt erklärte, er habe Bestechungsgelder gefordert und angenommen. Am 22. Dezember 2017 wurde Napout in drei Anklagepunkten der Verschwörung zum organisierten Verbrechen und der Verschwörung zum Betrug für schuldig befunden. Am 29. August 2018 wurde Napout zu neun Jahren Haft verurteilt.

Im November 2017 enthüllten Untersuchungen der Paradise Papers, dass Napout im Jahr 2010 ein Unternehmen auf den Bahamas gründete, als er begann, Schmiergelder von Datisa (dem Konsortium, das die Fußballübertragungsrechte in Paraguay verwaltet) zu erhalten. Außerdem wurde unter dem Namen seiner Frau (Ruth Forster) ein stellvertretendes Bankkonto in der Schweiz eingerichtet, um das Geld von den Bahamas auf ein europäisches Konto zu überweisen und zurück nach Paraguay zu leiten. Im Jahr 2015 soll er im Zusammenhang mit der Copa América 2015 1 Million Dollar an Bestechungsgeldern erhalten haben.

Im September 2019 verhängte die FIFA eine lebenslange Sperre gegen Napout.

Wochenblatt / Twitter / Wikipedia

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4 Kommentare zu “Das sollte doch für eine Freilassung aus einem US-Gefängnis ausreichend sein

  1. Galaverna, die oberste moralische Instanz des Landes, immer wieder gut.
    Der Alte würde in den USA entweder auch hochrangiger Politiker sein oder mit mindestens 200 Jahre mit Hochsicherheitsgefängnis verurteilt sein, nicht nur wegen Korruption auf allerhöchstem Niveau, sondern weil er es auch mit minderjährigen Mädchen treibt(e).
    Und Napout kann ruhig noch weiter im US-Gefängnis schmoren, glaube nicht, dass er gelernt hat, dass es nicht gut ist Bestechungsgelder einzunehmen.

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  2. Die USA als ” Moralische Instanz “, das ist der gleiche Witz, wie Galaverna als moralische Instanz zu benennen.
    Es zeit nur eines, die an der Macht sind, die haben keinerlei Skrupel den größten Unsinn zu erzählen und ihn auch durchsetzen.
    Die Menschen ertrage es immer wieder, sind offensichtlich unfähig dagegen…….
    Der Schwachsinn kennt keine Grenzen !!!

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