Das stand nicht auf dem Plan

Guayaquil: Beim Südamerikanischen Athletik Wettkampf in Ecuador war auch Fátima Amarilla angetreten und beendet die 400 m Sprint mit 64,29 Sekunden auf dem sechsten Platz. Bis dahin lief alles reibungslos.

Als ein Fernsehkorrespondent sie interviewte, bat er sie zum Abschluss sich in Guaraní zu verabschieden, was der Athletin sichtlich schwer fiel. Sie sagte sehr müde und blockiert zu sein, weswegen ihr keine Worte in Guaraní einfallen. Zudem gab sie zu verstehen, dass sie nicht spricht aber versteht. Für eingefleischte Paraguayer ist dies mit Hochverrat vergleichbar, wenngleich die Oberschicht in Asunción nicht selten dieses Problem hat. Sehen Sie hier den Ausschnitt, in dem die Athletin sich zum Gespött machte.

Neben Fátima Amarilla vertreten auch Nilo Duré und Leticia Añazco Paraguay bei dem Wettkampf in Guayaquil.

Wochenblatt / Extra

CC
CC
Werbung

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet. Übertrieben rohe, geistlose oder beleidigende Postings werden gelöscht. Auch unterschwellige Formen der Beleidigungen werden nicht toleriert. Das Setzen zu externen Links ist nicht erwünscht, diese werden gelöscht. Bitte bedenke, dass die Kommentarfunktion keine bedingungslose und dauerhafte Dienstleistung darstellt. Eine Garantie für das dauerhafte Vorhalten von Kommentaren und Artikeln kann nicht gegeben werden. Insbesondere besteht kein Rechtsanspruch auf die Veröffentlichung und/oder der Speicherung von Kommentaren. Die Löschung oder Sperrung von Kommentaren liegt im Ermessen des Betreibers dieses Dienstes.

12 Kommentare zu “Das stand nicht auf dem Plan

    1. Wieso soll das schade sein?

      Die Sprache wird mit Sicherheit nicht so schnell aussterben, weil die Paraguayer stolz auf ihr Guarani sind und es das “Wir”-Gefühl stark vermittelt. Und warum sind sie stolz darauf? Weil es einer der ganz wenigen Dinge sind, die “einzigartig” paraguayisch sind.
      Ich spreche kein Guarani, aber habe mal ein Wörterbuch gehabt. Die Sprache ist an sich sehr primitiv, komplexere Sachen kann man damit gar nicht erklären. Auch bei Nummern über 10 müssen viele schon passen, obwohl es auf den Geldscheinen steht. Dafür soll es mindestens 5 Begriffe des weiblichen Geschlechtsteil auf Guarani geben.

      1. Weil es eben ein Kulturgut ist.
        Selbst im Deutschen gibt es gefühlt hunderte von Beleidigungen und Bezeichnungen von Geschlechtsteilen. Das macht eine Sprache nicht aus. Zählen ist auch auf Französisch oder Belgisch eine kleine Herausforderung. Guaraní ist eine recht einfache/primitive Sprache, aber das muss auch nichts Schlechtes sein. Bei vielen Dingen schmunzelt man. Es ist eine Ursprache, aber jede Sprache kann sich weiterentwickeln. Für mich gehört Guaraní zu Paraguay und ich kann darüber lachen, wenn ich beim Aussprechen noch Fehler mache und aus porã ungewollt pora wird oder umgekehrt. Es gehört zur paraguayischen Kultur, und ich kann nicht verstehen, warum Einwanderer nicht die Sprachen des Landes lernen, in dem sie sich entschieden haben zu wohnen. Meist sind es ja auch noch genau die Leute, die sich darüber aufregen, dass Einwanderer in Deutschland kein Deutsch lernen. Diese Ironie ist jedes mal herrlich.

        1. @Jelly Das Guarani ist völlig unnsinniges Kulturgut, was keinem etwas nutzt, ausser den Politverbrechern, die so das Hirn der dummgehaltenen Bevölkerung verstopfen und einen falschen Nationalstolz hervorrufen.
          Genauso mit dem Heldenkult um Gral. Lopez. Der Verbrecher hat Millionen von Toten auf dem Gewissen. Er hat die letzten Vorräte für sich requiriert, weggefressen und seine Soldaten verhungern lassen. Er hat sich feige und vollgefressen im Unterholz versteckt, weil er vor Fettsucht nicht mal mehr alleine sein Pferd besteigen konnte um “ehrenvoll” zu flüchten und seine Soldaten(Kinder) im Stich zu lassen.
          Der gleich Held Lopez hat seine Mutter nackt vor versammelter Mannschaft auspeitschen lassen.
          Was für ein grössenwahnsinniger Held, aber Hauptsache man kann die dumm gehaltene Bevölkerung mit Nationalstolz statt Verstand zusammenschweissen.
          Und da Lopez nicht genug ist, wird das Volk auch noch mit Fussballhelden aufgeputscht.
          “Panem et circenses” benutzte schon die römische Elite. Wobei die PY Politverbrecher das mit dem panem nicht kapiert haben, nur zu Wahlen aus Schweinetrögen, Sonst nix.
          Und nun noch zur Landessprache etc.
          Spanisch ist die Landessprache, die Regierung benutzt es und Guarani dient nur dazu, die Bevölkerung dumm zu halten mit Stolz auf eine völlig nutzlose Sache.
          Einwanderer sollten Spanisch lernen, nicht Guarani.
          Und nun zu dem hirnrissigen Vergleich zu Deutschland.
          1. wird da Englisch auf allen Schulen gelernt, von den restlichen Fächern und Schulzeiten mal abgesehen.
          2. Keiner fordert, dass Einwanderer ausser Deutsch auch noch bayerisch, sächsisch oder gar ostfriesisch lernen. Auch Kölsch oder Öcher Platt steht nicht auf der Liste, obwohl das sicher mehr Einwohner sind, als die Guarani Indios.

          1. @xyz
            Völlig richtig. Die wahre Amtssprache, Wirtschaftssprache, Litaratursprache, Lehrsprache in Py ist Spanisch. Mit Guarani läßt sich nicht viel anfangen, außer mit Hinterwäldlern zu reden, die so ungebildet sind, dass die die Hauptsprache ihres eigenen Landes nicht einmal verstehen.
            Die Kinder in Paraguay lernen sowieso schon viel zu wenig in den Schulen. Da muss man sie nicht noch mit so einem folkloristischem Unsinn vollstopfen.
            Dass diese Läuferin, egal wie langsam sie auch sein mag (schneller als ich ist sie sowieso) kein Guarani kann, spricht eher für sie, dass sie ihre Zeit damit nicht vergeudet hat.
            Ich kann bei den Guarani auch nicht so eine umfangreiche Kultur erkennen. Sie rasseln herum, schrömmeln auf einer Gitarre, weil sie nicht einmal eine stunde geübt haben diese zu spielen und die sogenannte Kunst ist nicht wirklich von Kunsthandwerk geprägt, sondern grobe Schnitzarbeiten, die ich als kleiner Junge schon besser hinbekommen habe.
            Aber man muss ehrlich sein, auch was im Westen immer mehr als Kunst bezeichnet wird, hat mit echter Kunst, was vom Können abstammt, nicht viel gemeinsam.
            Es gibt Naturvölker, die wirklich kunsthandwerkliche Trachten herstellen. Mit filigranen Stickereien. All das habe ich bei den Guarani noch nicht gesehen.
            Sogar ihre traditionellen Waffen, also ihre Bögen schießen nicht besonders weit. Während man in Eurasien schon vor tausenden von Jahren Bögen laminiert hat, mit Sehnen überzogen hat, Recurve-Formen entwickelt hat, benutzen die Guarani einfach nur einen Stock aus biegsamen Holz. Da wird nchts getriggert, damit der Bogen hinterher möglichs genau schießt. Die waren gerade eben gut genug, um im Dschungel auf Sichtweite, also so 5 bis 10 maximal 15 Meter noch was erreichen zu können.
            Wenn man sich mal die Habseligkeiten der Ötzi-Gletschermumie anschaut, dann hatte selbst der vor über 5000 Jahren mehr handwerkliches Geschick, inclusive Metallurgie.

  1. Wer interessiert sich außerhalbs Paraguay überhaupt für Guarani? Kann man damit etwa im Leben weiter kommen oder irgend etwas erreichen? Oder ist das nicht vielmehr als eine Folkloresprache, schön um als Kultur zu pflegen, aber mehr auch nicht? Anstatt in Paraguay so viel Wert auf eine uralte Indianersprache zu legen, sollten in allen Schulen wenigstens eine Fremdsprache wie Englisch gelehrt werden. Ansonsten ist und bleibt man in dieser Welt einfach abgehängt. Aber gut, wir sind ja in Paraguay, in welchem die Uhren der Menschen einfach völlig anders ticken, auch wenn sie sich damit selbst schaden und damit kaum über den Tellerrand hinaus blicken können.

    1. In vielen Schulen ist Englisch inzwischen sogar als Pflichtfach hinzugefügt worden. Wieso sollte man eine Sprache aussterben lassen? Man kann doch locker beide lernen. Zumal dadurch die paraguayische Bevölkerung bilingual aufwächst, was ihnen einen Vorteil beim Erlernen weiterer Sprachen bringt. In Spanien ist es ein kleiner Trend Guaraní zu lernen, ebenso wie Katalan. Man kann Paraguay auch sinnlos abwerten.

  2. Guaranie ist die Sprache der Verlierer. Selbst spanisch sichert keinen Zugang zu Menschen mit Geld, die ein gutes Einkommen gewähren koennen. Intelligente Menschen lernen die Sprachen der jeweils Reicheren, um daran teilzuhaben. Die förderung von Guaranie dient dazu die armen arm zu halten, so das die Eliten die Elite bleiben.

    1. Naja, die Zonendeutsche Weltrekordhalterin (47,6 s) war sicher auch aufgespritzt, jedoch nicht mit Botox. Die sah aus wie ein Kerl.
      https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4c/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0821-011%2C_Marita_Koch.jpg
      Wahrscheinlich war sie sogar ein Kerl. Den Kommunisten war jedes Mittel recht.
      Dagegen sieht diese Schnecke doch ganz ansehnlich aus.
      Ich würd die nehmen…..und anbinden…..sonst läuft die mir zu schnell weg.

  3. Wenn man die Kinder nicht mit dem unsinnige Guarani vollstopfen würde und sie in der Zeit Englisch lernen ließe, dann könnte sie internationale Presse lesen und verstehen, wie die Politiker das Volk ausrauben und unterdrücken
    Genau das will man aber verhindern, also Guarani, Singen, Beten, Tanzen und Klatschen verhindert Bildung zuverlässig 🙁
    Just my 2Gs 🙁

Kommentar hinzufügen