Das Wasser kommt: Asunción wappnet sich gegen das drohende Hochwasser-Chaos

Asunción: Angesichts des potenziellen Anstiegs des Río Paraguay, insbesondere im Gebiet der Bañados und anderen ufernahen Zonen der Hauptstadt, treibt die Gemeinde Asunción die Ausarbeitung von Notfallprotokollen und die Einrichtung von Notunterkünften voran, um den Auswirkungen des “El Niño“-Phänomens zu begegnen.

In diesem Rahmen arbeitet die Direktion für Risikomanagement an der Planung und Umsetzung präventiver Maßnahmen. Auf Anweisung von Bürgermeister Luis Bello werden die Aufgaben in koordinierter Weise mit dem Nationalen Notstandsekretariat (SEN) durchgeführt, mit dem Ziel, die Sicherheit und Unversehrtheit von Tausenden von Familien zu schützen, die in den ufernahen Gebieten der Hauptstadt ansässig sind.

Der operative Leiter der Erstversorgung, Eduardo Olmedo, berichtete, dass der Pegel des Río Paraguay in Asunción derzeit bei 3,15 Metern liegt – eine Situation, die den Alarmzustand und eine ständige Überwachung der hydrologischen Indikatoren aufrechterhält. Er wies darauf hin, dass die technischen Berichte der Direktion für Meteorologie und Hydrologie sowie der SEN prognostizieren, dass der Flusslauf gegen Ende dieses Monats kritische Werte zwischen 3,80 und 4 Metern erreichen könnte. Dieses Szenario würde die Aktivierung der von den zuständigen Institutionen vorgesehenen Notfallprotokolle erzwingen.

„Wir bereiten das gesamte notwendige Szenario vor, um unser Notfallprotokoll aktivieren und die Unversehrtheit der Menschen schützen zu können, die in den gefährdeten Gebieten der Stadt Asunción leben“, erklärte er.

Vorbereitung von Notunterkünften

Als Teil der Präventivmaßnahmen arbeitet die Stadtverwaltung bereits an der Identifizierung und Herrichtung von kommunalen Grundstücken, die als temporäre Notunterkünfte für die betroffenen Familien genutzt werden können.

Olmedo betonte, dass die Strategie darauf abzielt, die unkontrollierte Ausbreitung von provisorischen Lagern auf Straßen und öffentlichen Plätzen zu verhindern. Stattdessen sollen organisierte Zufluchtsorte priorisiert werden, die bessere Bedingungen für Sicherheit, Betreuung und Unterstützung der Betroffenen bieten.

Er deutete zudem an, dass man – je nach Ausmaß des Notstands – wieder auf Vereinbarungen mit privaten Institutionen und Organisationen zurückgreifen werde, die in der Vergangenheit bei Überschwemmungen geholfen haben. Die aktuelle Priorität liege jedoch auf der Nutzung ordnungsgemäß hergerichteter öffentlicher und städtischer Räume.

Gleichzeitig bestätigte er, dass die Generaldirektion für Katastrophenrisikomanagement und -reduzierung (DGRRD) über grundlegende Hilfsgüter für die Erstversorgung verfügt, darunter Wellbleche, Matratzen, Decken und andere lebenswichtige Utensilien für Familien, die eventuell evakuiert werden müssen.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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