Debatte über fragwürdige Privatisierung des Salto del Monday artet in Schlägerei aus

Presidente Franco: Ein Wasserfall der in Größe auf paraguayischen Territorium nicht zu überbieten ist wurde Ende November des Vorjahres in Gefahr gebracht. Obwohl das Wasserkraftwerk Itaipú und die Kommune Presidente Franco, rund 30 km südlich von Ciudad del Este, 1,3 Milliarden Guaranies in die Erneuerung des Aussichtplattform sowie Verbesserungen im Parkgelände und Asphaltzufahrt investierte, privatisierte diese den Touristenmagnet in Rekordzeit auf Konzessionsbasis.

Prinzipiell ist gegen eine 20 jährige Verpachtung nichts zu sagen. Dies bleibt allerdings nur so lange so, bis man die Summe erfährt, die Acqua Paraná Tour S.A. monatlich als Pacht an die Stadtverwaltung zahlen muss.

Nur eine Million Guaranies muss das private Unternehmen alle 30 Tage aufbringen, um den Park zu administrieren. Trotz einiger Zweifel wurde im Geheimen eine Ausschreibung gemacht die am 26. September begann und am 7. November endete. Mit dem Vertrag 74/2011 wurde die Geschäftsverbindung zwischen der Stadt und dem Eigentümer des Unternehmens, Oscar Sánchez, rechtskräftig.

Der liberale Bürgermeister der Stadt Presidente Franco, Miguel Medina, sagte, dass die Verpachtung des Parkes die Bevölkerung begünstigt und das keine Pflichten oder Geschäfte dahinter versteckt wären.

Für die Präsidentschaft des Landes sowie für die aufgebrachten Anwohner war das Grund genug, eine öffentliche Debatte einzuberufen, um eine Annullierung des Vertrages zu erreichen. Diese heute Vormittag begonnene Debatte hatte hochrangige Gäste, darunter die Tourismusministerin, Liz Cramer, den Itaipú Direktor Efraín Enríquez Gamón und den Minister des Umweltsekretariats, Oscar Rivas. Sie endete abrupt und erfolglos.

Dieses Treffen war eine gute Gelegenheit der Bevölkerung zu erklären, wie die Kommune von der Konzession begünstigt wird wenn sie nur 1 Million Guaranies pro Monat für den Touristenpark erhält.

Bei der getätigten Ausschreibung in Rekordzeit zeigten die Stadtratsmitglieder eine nie zuvor gesehene Geschwindigkeit, um den Prozess unter Dach und Fach zu bringen. Die 1,3 Milliarden Guaranies, die den Besuchern in Verbesserungen zugutekommen sollten, sind nur dem Unternehmen Acqua Paraná Tour nützlich.

Man darf auch nicht vergessen, dass die Kleinhändler und Anbieter von Kunsthandwerk alle von dem Bereich gedrängt wurden, natürlich von den neuen Eigentümern. Auch sei zu bedenken, dass einer der Mitglieder von Acqua Paraná Tour der Ex Bürgermeister der Stadt und jetziger Senator Gregorio Areco (ANR) ist, neben anderen hochrangigen Politikern der Zone.

Mit diesem Wissen sollte der Vertrag umgehend annulliert werden, denn die Politiker begünstigen sich selbst anstatt der Besucher des Natur Highlights.

Mit Schlägen und herumfliegenden Stühlen wurde die öffentliche Debatte abrupt beendet. Die überhitzten Gemüter der Anhänger des Bürgermeisters Miguel Medina und auf der einen Seite und die der Front zum Schutz des Salto del Monday auf der anderen hoben nicht nur die Stimmen an.

Aus den verbalen Attacken wurden gewaltsame und die ersten Stühle begannen zu fliegen. Damit war das zweistündige Treffen auf dem Freiheitsplatz von Presidente Franco beendet und die hochrangigen Autoritäten flohen schnell von der Bühne.

Bis auf die gewaltbereiten Schreihälse war die Mehrheit der Teilnehmer erfreut ein solch demokratisches Mittel zu nutzen, um ihren Unmut zum Ausdruck zu bringen.

(Wochenblatt / Vanguardia / La Nación)

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1 Kommentar zu “Debatte über fragwürdige Privatisierung des Salto del Monday artet in Schlägerei aus

  1. —————Wenn das man gut geht——————
    Solange die Tier-und Pflanzenwelt nicht angetastet und die Umwelt nicht beeinträchtigt wird, sowie die ansässigen Menschen und deren Gewohnheitsrecht respektiert werden, kann es zumindest nicht schaden.

    Leider wird es wohl anders sein.

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