Dem offiziellen Ende nah

Asunción: 150 Jahre nach seiner Fertigstellung sieht der Palacio de López seinem offiziellen Ende entgegen. Die Cartes Regierung will ihn in ein Museum umwandeln. Anscheinend ist die bauliche Struktur erbärmlich.

Die Regierung wird den Palacio de López in ein Zentrum für Aktivitäten sekundärer Wichtigkeit und als Teil touristischen Interesses umwandeln. Die Absicht hinter der Entscheidung ist die Umwandlung in ein Kulturzentrum für offizielle Zeremonien.

Um dies umzusetzen sieht man eine Ausweitung des Bauwerkes vor. Ein neuer Flügel mit 3 Stockwerken soll für die administrativen Tätigkeiten errichtet werden. Mitte dieses Jahres könnte das neue Gebäude schon errichtet werden. Alle anderen Aufgaben, die vom Präsidenten des Landes erledigt werden müssen, werden von Mburuvicha Róga aus umgesetzt, sodass der López Palast so konserviert werden kann, wie er sich heute befindet.

Unter der Franco Regierung, die von 2012 bis 2013 andauerte, wurde in zwei Etappen der López Palast restauriert. Zuerst der Salon Mariscal und dann der Salon Libertador, im oberen Stockwerk. Die Arbeiten kosteten rund 4 Millionen US-Dollar. Nur ein Jahr später fiel ein Teil der Zwischendecke bei einem Ministertreffen zu Boden, bei dem glücklicherweise keiner verletzt wurde.

Wochenblatt / La Nación

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4 Kommentare zu “Dem offiziellen Ende nah

  1. Das ist wieder typisch Paraguay! Wie kann man nur ein geschichtliches Bauwerk erst so herunter kommen lassen? Nein, dazu fehlt einem wirklich jegliches Verständnis, auch wenn das tagtäglich auf den Straßen zu beobachten ist. Anstatt neue Schlaglöcher sofort zu reparieren wird zugewartet bis der gesamte Straßenbelag hin ist. Welch eine Logik!!

  2. Mit einer Ausweitung des Bauwerkes bis Mitte Jahr würde ich wegen der Hitze noch abwarten und dann beim Bau viel Wasser verwenden. Terere, nein, zum Befeuchten der Materialien wie Backsteine, sonst wird der Backstein das Wasser schon aus dem Zement ziehen, bevor die chemische Reaktion stattgefunden hat.
    Ich habe meine Kenntnisse des Maurerhandwerks auch nur aus Utube und anderen Homepages. Da wird klar und deutlich empfohlen den Zement nicht der prallen Sonne auszusetzen oder wenn man muss, dann abdecken und regelmäßig zu befeuchten. Bis er ausgehärtet ist jedenfalls.
    Auch ein Fundament mit Stahlarmierung mit etwas mehr als zwei Zentimeter dicke ist zu empfehlen, sowie zuerst Zement- und dann ein Kalkzement-Außenerputz, damit der Schimmel der restlichen 100% der Gebäude nicht übergreift.
    Für das Geld, dass das Vorhaben kosten wird, sollten oben erwähnte „Mehrkosten“ eigentlich inklusive sein.
    Einfach dafür, dass das neue Gebäude nicht schon nach 14 Tagen der Eröffnung sich selbständig wieder anfängt in seine Grundmoleküle zu zerlegen.
    Ja, der dumme Gringo mit seinen Empfehlungen. Geht vier Jahre in die Lehre, um zu kapieren, was man hier in zwei Monaten Lehrzeit viel besser macht, kommt her, um auf Wochenblatt.cc seine Empfehlung abzugeben. „Schwachsinn, wir haben das immer schon so gemacht, wie man an den schönen, liebevoll naturbelassenen Bauwerken erkennen kann.“ 2. Satz: „Warum gehst du nicht wieder, wenn dir etwas nicht passt?“
    Vielleicht aus Weitsicht? Oder wird es einen guten Eindruck hinterlassen wenn die Touristen 2018 an einer Ruine vorbei laufen werden?

  3. Da musste ich mich jetzt doch noch mal vergewissern, ob ich richtig gelesen habe. Und tatsächlich, für mickrige, ortsunübliche 4 Millionen US-Dollar würde ich mir als Malermeister auch nicht die Mühe machen, zuerst noch die alte Farbe der Decke abzukratzen. Das ist mühsam. Selber schuld, wenn dann die Decke einbricht! Knausrige Bande.

  4. Soweit ich weiss haben unsere kleinen Freunde, auch Cupi’í genannt, dem Gebäude so zugesetzt, dass es am besten wäre es abzureissen.
    Schauen wir uns doch nur nahezu sämtliche Ministerien an oder die Municipalidades in unserer Nähe, man kann einfach nur den Kopf schütteln über den Zustand der Gebäude, wobei Farbe abblättern das absolut Geringste dabei ist.
    Mich wundert, dass es das Wort „Mantenimiento“ überhaupt im Spanischen gibt, denn zumindest hier in PY interessiert es keine Sau.
    Letztens war ich in so einem Gebäude hinter dem Omnibus Terminal in ASU um mal wieder ein Certificado de Antecedentes zu organisieren. Dort ist eine Eisentür installiert und es gehen bestimmt hunderte Leute täglich durch diese Tür. Unglaublich welche Töne diese Tür bei jedem Auf- und zumachen von sich gibt – juckt hier niemand, obwohl das Problem innerhalb Sekunden gelöst werden könnte. Ausserdem sind bestimmt 1/3 der Bodenfliessen zerstört, aber die Brocken liegen dort weiter herum. Wenn ich das dann im Familien- oder Freundeskreis erzähle wird minutenlang gelacht und es gibt immer wieder den lapidaren Kommentar „Bienvenido a Paraguay“.

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