Dem Protest ein Gesicht gegeben

Asunción: Auch wenn Mario Abdo im Nachhinein seiner Phrase die Medien als Manipulatoren hinstellte, nützte ihm dies nichts bei der gestrigen Demonstration. Die Menschen, die daran teilnahmen beschimpften ihn als unsensibel und als Marionette.

Meist junge Menschen, die gestern in schwarz gekleidet sich an der Plaza Uruguaya eintrafen um gegen die Gefühllosigkeit des Präsidenten sowie gegen Korruption zu demonstrieren, hatten nach Marschbeginn die ANR Zentrale an den Straßen 25 de Mayo und Tacuary als Ziel ausgewählt. Da angekommen wurde der Zaun des Geländes mit Toilettenpapier „geschmückt“. Die Schreie nach „Raus Mario“, „Unsensibler Marito“ und Marito, Marionette von Cartes“ waren deutlich und oft zu hören und zu auf Plakaten lesen.

Mario Abdo sagte bei einer Einweihungsfeier einer Dialysestation in Villarrica einem Pressevertreter der ihm vom Problem eines Mannes erzählte, dass er kein Arzt von hier sei und das nicht wissen könne“, lachte darauf hin und wendete sich ab. Diese Reaktion sorgte dafür, dass sich die Medien dem Fall annahmen und Bodo gezwungen war schnell zu reagieren.

Später kaufte man im Namen von Mario Abdo Benítez das Medikament Midazolam, wenngleich die Rechnung der Apotheke abgelaufen und somit wertlos ist, um nicht zu sagen gefälscht. Der Mann, der seinen Bruder auf einer Intensivstation seinen Bruder pflegte, wurde vom regionalen Gesundheitsdirektor gebeten einen Dank an den Präsidenten zu formulieren, was in Form eines Videos geschah, was wieder erniedrigend war. Jetzt will Joel Oviedo (60) sein Taxi verkaufen, um weiter Geld für Medikamente zu haben, die sein Bruder benötigt. Obwohl das Gesundheitssystem kostenlos ist, sind Medikamente Mangelware. Jeder Covid-19 Patient auf der ITS benötigt Medikamente im Wert von rund 2 Millionen Guaranies täglich. Bei 15 bis 30 Tagen Internierung schnellt der Betrag in die Höhe.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Dem Protest ein Gesicht gegeben

  1. Das liest sich nach big Pharma Betrug. Die Wirksamsten Medikamente, die in den USA fuer die Behandlung des Praesidenten verwendet wurden sind so billig, daß sie jedem us Buerger auch ohne Krankenversicherung gratis gegeben werden. Paraguay mit Cartes als big Pharma Handlanger nimmt dem Paraguayer 2 Millionen pro Tag in seinen Apotheken dafuer ab?

  2. Gefälschte Rechnung – das passt nur zu gut – dieser Abdo und seine Regierung machen sich permanent zu Witzfiguren. Unfassbar wie die Leute verarscht werden. Unter Cartes schien es zu sein, dass da schon “Profis” (ob ehrlich oder nicht, ist eine andere Frage) am Werk waren, zumindest haben sich die öffentlich wahrgenommenen Skandale in Grenzen gehalten. Unter Abdo wird offenbar nur geschludert. Selbst dem Schatzmeister der Colorado-Partei war das zuviel.

  3. Die covidiotie fällt langsam auch den richtigen auf den kopf. Man warte jetzt noch auf die wirklichen konsequenzen dieser quarantäne und medidas.
    Politik muss sich wie alles am machbaren orientieren. Ein virus mit der fliegenklatsche oder dem schmetterlingsnetz zu jagen, ist so ziemlich das dümmste, was noch aus den denkfabriken kommen konnte.

  4. Die Medikamente sind vorhanden und müssten kostenlos abgegeben werden.
    Aber das arme medizinische Personal muss sich ja sein schmales Gehalt damit aufbessern, indem es sie an die Patienten verkauft.
    Wie oft hört man: Wir haben das nicht da. Wir bekommen keine Medikamente.
    Und sobald man durchblicken lässt, daß man dafür bezahlen würde, haben sie die Medikamente kistenweise da.
    Alle sind korrupt bis ins Mark.
    Vom Obersten angefangen bis zum kleinsten Rädchen im Getriebe.

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