Dem Volk dienlich sein

Asunción: Wenn man schon vom Volk gewählt wird, sollte man doch wenigstens so tun, als ob man diesem hilft und sich nicht Versteck spielen und alles in Unklaren lassen.

Das Abgeordnetenhaus will keine Daten darüber herausgeben, wer die Nutzer der Fahrzeuge sind, die zum Automobilpark zugehörig sind und an Abgeordnete permanent verliehen werden. Insgesamt sind es 37 Fahrzeuge, die meist privaten Zwecken zugeführt werden, samt Tankgutscheinen versteht sich.

Dies kam ans Tagelicht als zu Wochenbeginn ein liberaler Politiker erschossen wurde, der im Auto der Abgeordneten Mirta Ramona Mendoza (PLRA) unterwegs war. Der Erschossene Carlos Sosa aus Concepción war Kandidat als Stadtratsmitglied. Allerdings hatte er eine bewegte Vergangenheit, darunter eine Verurteilung wegen Todschlags und anderer Vergehen.

Am vergangenen Sonntag verunfallte zudem der Abgeordnete Víctor Ríos (PLRA) in einem anderen Fahrzeug aus dem Fuhrpark. Abgeordnete Mendoza erklärte die nutzung mit der Überführung eines Kranken, was eine Lüge war. Abgeordneter Ríos bat um die Nutzung, weil sein Fahrzeug defekt war, so er selbst. Ob dies der Wahrheit entspricht, ist schlecht nachzuvollziehen.

Obwohl die Fahrzeuge nur dem Direktorium des Abgeordnetenhauses zustehen sollten, herrscht totaler Kontrollverlust. Jeder macht was er will und übergibt die Fahrzeuge an Dritte, die keinen Bezug zum Unterhaus des Kongresses haben.

Trotz diverser Anträge weiß der Präsident der Kammer, Pedro Alliana, nicht, in welchen Händen sich die Fahrzeuge befinden. Von den 37 Fahrzeugen sind 7 nicht einsatzbereit, womit 30 übrig bleiben. Von diesen sind nur 3 Fahrzeuge im Parkhaus zur Verfügung, der Rest unterwegs.

Nach dem Attentat auf den liberalen Politiker erklärte Alliana seinen Kollegen, dass der falsche gebrauch der Fahrzeuge Konsequenzen haben könne. Die Vergabe der restlichen drei Fahrzeuge ist bis auf weiteres gestoppt.

Wochenblatt / Última Hora

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