Den ganzen Chaco gegen sich aufgebracht

Filadelfia: Wut und Unvermögen machten sich in Filadelfia, Chaco breit, nachdem ein Colorado Politiker sich über Indigene abwertend äußerte, da auch viele seiner Anhänger Indigene sind.

Der ANR Parteibüroleiter aus Filadelfia und Ex-Berater der Departementsverwaltung von Boquerón, Alcides Pintos (links im Beitragsbild), sagte viele unschöne Sachen in einem WhatsApp Audio, welches sich in Boquerón aber auch dem Rest des Landes verbreitete. Wortwörtlich sagte er: „Es ist schwierig die Indigenen zu domestizieren. Ich werde das Problem der Armen nicht lösen, um sie an der Nase rumzuführen, ja, aber ich will niemand mehr auf die Nerven gehen“, sagte er in Bezugnahme auf die Ureinwohner. „Ich möchte arbeiten, ich möchte leben, ich möchte eine Freundin haben, ich möchte trinken, ich möchte in einem schönen Geländewagen fahren, das Leben leben, mich nicht um die Armen sorgen“, schloss Pintos ab und sagte genau das, was die wählende Bevölkerung glaubt zu verstehen wenn Leute wie er in die Politik wollen.

Eine Gruppe von indigenen Anführern meldete sich zu Wort und erklärte sich nicht von Pintos vertreten zu sehen, da dieser in Asunción aufwuchs.

Der Anführer der Gruppe Ivopey Renda, Crescencio Cáceres, sagte: „Er ist nichts für uns, er hat uns als arm behandelt, also ist er für uns nichts“.

Wochenblatt / Extra

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3 Kommentare zu “Den ganzen Chaco gegen sich aufgebracht

  1. Hab ich es nicht gerade gesagt: „Seltsame Politiker gibt es hier“! Welche charakterlichen und geistigen Eigenschaften muß man als Politiker eigentlich hier mitbringen?

  2. Er sagt da etwas anderes als in der WB Uebersetzung.
    „Para joder a los pobres si se puede. Pero yo no quiero mas…“ sagt er da.
    Uebersetzung: „Die Armen an der Nase herumzufuehren und zu betruegen – ja das mache er (gerne) [„er liesse sich gerne dazu herab“, meint er im Kontext der spanischen Sprache]. Aber sich mit den Armen herumschlagen und und herumplagen das haette er so langsam satt. Es waere an der Zeit weiterzuziehen und das eigene Leben zu leben und zu geniessen.“
    So umgangssprachlich seine Aussage.
    Mit anderen Worten: Scheiss drauf auf die Armen und ewigen Plagegeistern – jetzt ist es an der Zeit mal ans eigene Leben zu denken und abzufeiern.
    Man sieht die Armen zusehends als Klotz am Bein der paraguayischen wirtschaftlichen Entwicklung. Das ist auch die offizielle Mentalitaet der hoeheren Gesellschaft der Mennoniten und Kooperativen.

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