Dengue: Asunción ruft den Umweltnotfall für 90 Tage aus

Asunción: Der Gemeinderat von der Hauptstadt in Paraguay beschloss den Umweltnotfall wegen des Vormarsches der Dengue-Erkrankungen auszurufen. Zudem sollen die Strafen für die Nichtbeseitigung von Mückenbrutplätzen verdoppelt werden.

Der Antrag wurde heute im Gemeinderat behandelt und ohne Gegenstimmen verabschiedet. Mario Ferreiro unterzeichnete anschließend das Dekret. Von nun an verfügt die Kommune über mehr Ressourcen, um die Mückenbrutplätze in der Stadt zu beseitigen.

In diesem Sinne beantragte der Stadtrat José Alvarenga (ANR), die Geldbußen um bis zu 100% für diejenigen zu erhöhen, die ihre Grundstücke nicht sauber halten. Gegenwärtig sieht die Verordnung 408/14 “Null Abfall“ Geldstrafen von 20 bis 2.700 Tagessätze von dem täglichen Mindestlohn (von 1,57 bis 211,963 Millionen Guaranies) vor.

Alvarenga will die Strafen verdoppeln, umso eine abschreckende Wirkung auf die Eigentümer zu erzielen, die schmutzige Brachflächen besitzen. Der Stadtrat erinnerte daran, dass die Gemeinde befugt sei, Personen zu bestrafen, die gegen die Verordnungen verstoßen. Ebenfalls können alle Vergehen an die Staatsanwaltschaft gemeldet werden, die wiederum eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren beantragen könne.

Innerhalb von nicht mehr als 15 Tagen soll über den Antrag von Alvarenga abgestimmt werden.

Wochenblatt / Hoy

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

3 Kommentare zu “Dengue: Asunción ruft den Umweltnotfall für 90 Tage aus

  1. Solange sich am Denken und den Gewohnheiten der Menschen nichts grundsätzlich ändert, werden auch diese kurzzeitigen und hektischen Maßnahmen nicht viel bringen. Umweltbewußtsein muß von Klein auf gelehrt werden. Das fängt in den Schulen an, geht über lang anhaltende Kampagnen mittels Plakaten, Zeitungen, Rundfunk und FS bis hin zu konsequenten Kontrollen und saftigen Strafen. Der Paraguayer legt aber stets viel Wert darauf, daß er seine Gewohnheiten hegt und pflegt und sich bei all dem wenig sagen lassen will, nach dem Motto, „das haben wir doch schon immer so gemacht“ Wie kann man mit solchen Einstellungen etwas verändern? Eine Herkulesaufgabe die Energie und Durchhaltevermögen erfordert. Nicht gerade eine Charaktereigenschaft der Paraguayer. Schade und traurig zugleich.

  2. Verstehe ich das richtig?
    Diese horrenden Strafen werden auch ausgesprochen wenn man die Natur sich selber überlässt und dafür Sorge trägt, dass kein Müll in der Wildnis liegt?
    Ein Link zu besagtem Gesetz wäre nett…

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.