Dengue Epidemie bestätigt, aber es dürfte viel schlimmer kommen

Asunción: Die Direktion für Gesundheitsüberwachung hat in ihrem wöchentlichen Bericht bestätigt, dass sich Paraguay bereits in einer Dengue-Epidemie befindet und warnt davor, dass es fünfmal schlimmer sein könnte, wenn nicht Maßnahmen ergriffen werden.

Die tägliche und kontinuierliche Beseitigung der Brutstätten von Aedes aegypti-Mücken, die sich in den Häusern befinden, ist die formelle Aufforderung des Gesundheitsministeriums an die allgemeine Bevölkerung, um zu verhindern, dass die derzeitige und zu erwartende Dengue-Epidemie zu schweren Erkrankungen und Todesfällen führt.

Dr. Guillermo Sequera, Leiter der Direktion für Gesundheitsüberwachung, sagte, dass wir einer Epidemie gegenüberstehen würden, die fünfmal schlimmer sein könnte als die vorherige.

„Wir überschreiten die Grenze von 500 Meldungen von Dengue-Verdachtsfällen. In nur einem Monat hat sich die Zahl der Verdachtsfälle oder bestätigten von Dengue-Fieber im ganzen Land mehr als verdoppelt. Von Januar bis jetzt sind es 10.000 Verdachtsfälle von Dengue und in nur vier Wochen haben wir bereits 25 bestätigte“, sagte er. Sequera warnte, dass die Zunahme verdächtiger Fälle hauptsächlich im Departement Central zu verzeichnen ist, das das neue Epizentrum der Epidemie darstellen würde.

„Wir schätzen, dass in diesem neuen Stadium eine Epidemie von großem Ausmaß auftreten wird, die fünfmal so groß ist wie die in der vorherigen Epidemie, mit einer Prognose von nahezu 50.000 Fällen, bei denen das Epizentrum der Fälle in Zentral- und der Hauptstadtregion auftreten wird. Die meisten Verdachtsfälle kommen aus San Lorenzo, Capiatá und Lambaré. Unterdessen wiederholte Dr. María Teresa Barán, Direktorin von der Behörde Senepa, dass der beste Weg zur Bekämpfung dieser Epidemie darin bestehe, die Brutstätten der übertragenden Mücke Aedes aegypti zu beseitigen.

„Der alarmierende Prozentsatz der Mückenbrutstätten befindet sich in Privathäusern. In Lambaré wird ein Befallsindex von 9,94% registriert, in Asunción von 6,05% und in Mariano Roque Alonso ein Larvenbefall von 4,10% “, sagte sie. Barán fügte hinzu, dass die intensive Arbeit mit dem Beseitigen der Brutstätten fortgeführt werde, betonte jedoch, es sei Sache der Öffentlichkeit, das Wiederauftreten dieser Epidemie zu verhindern.

Wochenblatt / ABC Color

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6 Kommentare zu “Dengue Epidemie bestätigt, aber es dürfte viel schlimmer kommen

  1. Ich habe früher mal in Europa im Affenhaus getestet, ob die Affen das verstehen, ihren Müll nicht abzufackeln. Und tatsächlich, die haben es verstanden und vergiften ihr Ambiente nicht. Wahrscheinlich weil sie doch etwas mehr können als Feuerchen machen und ihre leeren Bierbücks hinters Gebüsch zu werden. Was hierzulande jedoch schon mal was ist, was man auf die Reihe bekommt. Auf die jährlich wiederkehrenden Warnungen folgen also die jährlich wiederkehrenden Kranken und Toten. Immerhin haben es drei Gattungen der Affen schon begriffen.

  2. Seit Jahren wird vor den Gefahren des überall hinterlassenen Hausmülls und Unrats sowie verwahrloster Grundstücke im Hinblick auf Dengue gewarnt. Was hat das bisher gebracht? NICHTS! Und warum? Weil die Menschen hier von Grund auf uneinsichtig und stur bis zur Dummheit zu sein scheinen. Weil die Politiker des Landes auf ganzer Linie versagen und sich nur darum kümmern, wie sie ihre eigenen Taschen füllen können. Weil die gesamte Presse das Thema nicht endlich mal mit großem Nachdruck über Wochen auf der Tagesordnung hält. Weil die politische Opposition komplett zum Vergessen ist und weil die Jugend des Landes wie lethargisch in ihrem bequemen Sesseln verweilt genau wie ihre Vorbilder in der Familie, den Schulen, den Freunden und in der Politik. Was muß eigentlich noch geschehen, bis die Menschen hier endlich mal aufwachen und sich bewegen?

  3. Die Mehrheit der Paraguayer wird gar nichts von diesem Problem wissen. Hier ist Aufklärung erforderlich und zwar dringend. Es gibt Städte, da gehen die Bediensteten zu den Menschen und klären das vor Ort, was weg muss und warum. Das sollte landesweit gemacht werden. – Beim Lesen des Artikels kamen mir Zweifel, ob das so stimmt. Diese Dengue-Geschichte ist doch auch wieder etwas, was von Menschen gemacht wurde und es sollen überall irgendwie Epedemien geben. Sei es mit Masern, Grippe, Vogelpest usw. Das ist doch irgendwie merkwürdig, oder?

  4. Solange in Paraguay der Grossteil der Bevoelkerung nicht lesen kann und die Zeitungspreise 60% eines Stundenlohnes ausmachen wird sich nichts aendern! ( 60% eines Gehaltes in Europa entspricht in etwa einem Zeitungspreis von 15 Euro… wer bezahlt in Europa 15 Euro fuer eine Tageszeitung?

  5. @Paul
    aber Fernsehen und Radio könnten dazu beitragen.
    Statt dieser unsäglichen Telenovelas, in denen stundenlang nur geplärrt, oder diese dümmlichen Kochsendungen, in denen mehr herumgehampelt als gekocht wird, könnten sie über Gesundheit und Hygiene aufklären.

    Und wenn Bücher nicht so furchtbar teuer wären, würde vielleicht auch mehr gelesen werden.

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