Der 8. Dezember – Jungfrau von Caacupé

Caacupé: Wie schon seit Jahrzehnten findet auch heute in Caacupé das Fest der Madonna de los Milagros statt. Schon seit rund 10 Tagen pilgern Gläubige aus ganz Paraguay in das kleine Städtchen in der Provinz Cordillera. Die Wallfahrtskirche von Caacupé, eingeweiht von Papst Johannes Paul dem II., ist das religiöse und spirituelle Zentrum Paraguays und somit kein normaler kirchlicher Versammlungsort. Das Thema der heutigen Messe wird Familie sein.

Wenn einmal im Jahr tausende Pilger, sogar aus Brasilien und Argentinien, die kleine 20.000-Seelen-Gemeinde beehren, feiern die Menschen zusammen das Fest ihrer Schutzheiligen, der Madonna von Caacupé.

Die Legende der Heiligen Jungfrau von Caacupé reicht zurück bis ins 16. Jahrhundert, als ein von den Franziskanern bekehrter Guaraní von einem verfeindeten Stamm verfolgt wurde. Er schwor bei der heiligen Jungfrau Maria, ihr ein Ebenbild aus eben jenem Holz zu schnitzen, wenn diese ihn beschütze.

Die Madonna von Caacupé

Der Guaraní Indianer überlebte und stellte gleich zwei Madonnen her. Die größere ist heute in der Franziskanerkirche von Tobatí untergebracht. Die kleinere Madonna behielt der Mann für sich. 1603 überflutete der Tapaycuá See (heute Ypacaraí See) das gesamte Tal und riss auch die Figur mit sich, doch wie durch ein Wunder tauchte sie wieder auf. Seitdem gilt die Figur als „Jungfrau der Wunder“. Ein Künstler stellt daraufhin eine Skulptur der Madonna mit blauen Augen, blondem Haar und dem traditionellen blauen Gewand her, welche noch heute jedes Jahr aufs Neue von den rund 3.000.000 Gläubigen in Caacupé geehrt wird.

Die Volksvertreter ziehen es vor, dieses Jahr nicht persönlich zu erschienen, da die Angst vor verbalen Übergriffen groß zu sein scheint.

(Wochenblatt)

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9 Kommentare zu “Der 8. Dezember – Jungfrau von Caacupé

  1. Ich wohne seit langer Zeit mitten drin im Trubel.
    Bis heute bin ich immer wieder bass erstaunt, wie ruhig und friedlich sich die Pilger benehmen.

  2. Für mich war es im 2013 die erste Pilgerreise nach Caacupé. Ich muss sagen, dass es berührend war zu sehen, wieviele junge Menschen mitgemacht hat bzw. mitgelaufen sind! Mag sein, dass nicht jeder mit dieser Tradition einverstanden ist (es ist nicht genau von der Bibel diktiert), aber sozial gesehen ist es eine großartige Chance in diesem Land und für diese Leute, ohne Handys mit anderen friedlich im Kontakt zu kommen. Die Beinschmerzen haben sich gelohnt…

    1. Ich war heute in Caacupe. Ich bin entsetzt, was die „Pilger“ an der Straße an Tonnen von Müll hinterlassen haben. Wer kommt für die Beseitigung auf?
      Die Allgemeinheit, die Komunen? Das Geld könnte gewiss sinnvoller eingesetzt werden! Der „Veranstalter“ dieses Aufzugs ist die Kirche. Diese sollte in die Pflicht genommen werden, den Müll auch zu beseitigen. Die kat. Kirche könnte auf diese weise wenigstens einen kleinensten Teil des südamerikanischen Beuteguts aus den vegangenen Jahrhunderten zurückgeben.

      1. ich finde ihren Kommentar absolut unpassend. Fragen Sie sich doch bitte einmal, wer den Polizeieinsatz und die Beseitigung des Mülls für eine politische oder Fußballveranstaltung bezahlt bzw. wegräumt. Dieses ständige Gehacke auf die kath. Kirche ist einfach nur unangebracht. Sie scheinen auch die Sünden von gestern als Kollektivschuld auf alle künftigen Generationen übertragen zu wollen. Sie merken offenbar nicht, dass Sie dabei der „Neuen Weltordnung“ in die Hände spielen, da die kath. Kirche auch für Christentum steht und die Christen bereits heute zu den am meisten Verfolgten auf der Welt gehören.

        1. Ich habe noch nie auf der Kirche „herumgehackt“. Es erstaunt mich umso mehr, dass Sie sich offenkundigen Tatsachen verschließen. Das habe ich bis zum heutigen Tage von Ihnen noch nicht erlebt! Wollen Sie etwa in Abrede stellen, das die kat. Kirche ganz Südamerika in den vergangenen Jahrhunderten ausgeraubt hat? Das hat nichts mit der NWO zu tun. Was wahr ist, muss wahr bleiben. Das hat auch nichts mit den Werten zu tun, welche die Kirche vertritt. Im Gegenteil, wenn die Kirche ein „Schuldeingeständniss“ in dieser Richtung abgeben würde, wäre das durchaus eine Stärkung des Einflusses der Selben. Eine Rückgabe der geraubten Güter wäre natürlich die Krönung!

          1. Wahr ist aber auch, dass wir zwischenzeitlich Befreiungstheologen hatten. Auch die Jesuiten haben Paraguay nicht ausgepluendert. Man kann sich doch nicht bis in alle Ewigkeit auf die Verbrechen frueherer Zeit beziehen. Oder fuehlen Sie sich etwa verantwortlich fuer die Verbrechen einer SS, nur weil es die einmal in Deutschland gab ?
            Ich sehe ueberhaupt je laenger je mehr Psychopathen welche jede Organisation unterwandern (egal ob links, rechts, religioes…) als die Schuldigen und nicht die Organisation selbst.

      2. Ich bin genau deiner Meinung. Nicht nur einen solchen Schwachsinn wie das Wunder von Caacupe nicht zu unterstützen, sondern auch den Schwachsinn Kirche selbst zu unterstützen.
        Unter christlichen Werten verstehe ich kinderschändende Priester weit weg zu versetzen, straffrei selbstverständlich.
        Am besten würde man verbieten, Abfall um die Kirche wegzuwerfen, dann würden die Schäfchen ihren Dreck wohl auf dem Grundstück der Kirche wegwerfen, der dann auch nicht von der öffentlichen Hand weggeräumt werden müsste.
        Ebenso Fussballstadien.

        1. Manchmal geht es mehr um Tradition als um Glaube. Die Tradition macht das Volk, macht das Land. Sie gibt ihm Gestahlt, macht es einzigartig. Was heutzutage in EU leider komplett fehlt da alle kleine und große Traditionen auf verschiedene Art und Weise abgeschafft werden (verboten oder wg. zu wenig Geld um sie weiter zu führen). Wie erwähnt, es ist schön zu sehen wie viele Menschen eines Landes friedlich zusammen kommen und zwar nicht auf Social Networks…

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