Der famose, lateinamerikanische Politiker

Ciudad del Este: Nachdem man in einer argentinischen Fernsehshow sich den neuen “Bürgermeister“ der Grenzstadt genauer angesehen hat, kam man zu der Feststellung, dass er ein Klischee erfüllt.

Einst der Opposition angehörig verkaufte Celso Miranda sich an die korrupten Machthaber, die einen Wechsel vortäuschen müssen um weiter an Einfluss zu haben. Als wäre dies nicht genug, versucht der wortkarge Mann eindruckslos den Menschen zu erklären, was er vorhat. Dass er ein reguliertes Durcheinander anstrebt, überrascht da keinen wirklich.

Die Moderatoren der Show “Eso no es Joda“ kommen zu dem Schluss, dass er ein famoser lateinamerikanischer Politiker ist, da er sich im Sakko ohne Hemd vor einem Regal Bierdosen ablichtet und anscheinend noch stolz darauf ist. Als Student ist dies kein Problem, als ehemaliges Stadtratsmitglied jedoch schon, und jetzt als vorübergehend geduldeter Bürgermeister noch viel weniger.

Miranda, der im Volksmund Kelumbu heißt, wurde vom Zacarías Irún Klan angeworben, um den Posten des Bürgermeisters zu besetzen bis Neuwahlen kommen. Doch damit soll er nur ein 21 Millionen US-Dollar großes Loch verdecken, welches bei der Intervention ans Tageslicht gefördert wurde. Zudem wird eine neue Kundgebung vorbereitet, die zeitgleich zu Sandra McLeods Anhörung im Abgeordnetenhaus stattfinden soll.

Kelembú wurde am 9. Juli 1969 in Presidente Franco geboren und ist mit Rosalina Cubas Rojas verheiratet, mit der er vier Kinder hat. Er hat ein Geschäft in Ciudad del Este, wo er auch lebt. Bisher nutzte er den Humor um Kritik an der Familie Zacarías zu üben, mit der er sich nun verbündet hat. Er kandidierte in der Vergangenheit für diverse Ämter, stetig ohne Erfolg. Erst beim fünften Anlauf als Stadtratsmitglied und mit Unterstützung von Paraguayo Cubas gewann er einen Posten.

Wochenblatt

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5 Kommentare zu “Der famose, lateinamerikanische Politiker

  1. So einer Witzfigur einen Bürgermeisterposten zu geben ist wohl nur in Paraguay möglich. Da können die Argentinier zurecht lachen.

    Der Prozess um Zacarias-Irun zieht sich hingegen wie zähes Kaugummi.

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