Der Held im Chaco

Fuerte Olimpo: Es gibt sie noch, die Helden in Paraguay. Ever Lagraña (17) ist einer von ihnen. Er fand auf der Straße eine Brieftasche mit mehreren Dokumenten und 1.700.000 Guaranies.

Er zögerte nicht, sie der Besitzerin, der Krankenpflegerin Laura Ojeda, zurückzugeben und wurde jetzt für seine Geste geehrt. Im Rahmen der Abschlussfeier der Bildungseinrichtung, die Lagraña besucht, wurde der Held für seine Ehrlichkeit ausgezeichnet.

„Meine Eltern haben mir immer Wert auf Arbeit und Ehrlichkeit gegeben. Als ich dann die Brieftasche fand, habe ich nicht gezögert, die Besitzerin zu finden und alles wieder in ihrem eigenen Haus zurückzugeben“, erklärte der junge Mann.

„Ich wusste, dass die Brieftasche nicht mir gehört, also tat ich, was mir recht schien. Zu keinem Zeitpunkt kam es mir in den Sinn, etwas zu behalten, das nicht mir gehört“, fügte er hinzu.

Lagraña arbeitet immer noch nebenbei, um seiner Familie zu helfen und einen Beitrag für seine Ausbildung in der Schule zu leisten. An seinen freien Tagen und besonders in der Ferienzeit gehört er zur Reinigungscrew der Stadtverwaltung von Fuerte Olimpo im Departement Alto Paraguay.

Wochneblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Der Held im Chaco

  1. Ein Held ? Ein Held rettet mehrere Menschen aus einem brennenden Haus oder begibt sich in Gefahr um anderen zu Helfen oder einer gerechten Sache zu dienen. Der Kompass ist wohl bei vielen etwas aus der Kontrolle geraten. Das man aber jemanden ehrt der fremdes Eigentum nicht einsackt sagt viel über die momentane gesamte Weltlage und auch Paraguay aus. Bitte keine Bibelzitat ich bin Atheist und das ist eine allgemeine Feststellung.

    1. Ja, es sagt leider viel aus über das Denken der Leute hier.
      Wenn ich was verlorengegangenes finde, weiss ich sofort, dass jemand sicher verzweifelt danach sucht und mir fällt es im Traum nicht ein, etwas, was mir nicht gehört, mir anzueignen.
      Ich nehme mal an, das ist noch indianisches Denken. Als die Guarani-Indianer mit Pfeil und Bogen jagten, haben sie alles was in der Landschaft gefunden wurde einfach mitgenommen, – sonst findet es jemand vom anderen Stamm.
      Während das früher legitim war, ist das heute nun mal nicht mehr so – aber man kann jahrhundertalte Praktiken leider nicht einfach von heute auf morgen abstellen. Und wenn Papa das macht, macht es Sohn auch.

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