Der Konsum geht zurück

Encarnación: Eigentlich kaum zu glauben, aber auf der Messe von der Stadtverwaltung in Encarnación klagten die Aussteller über einen Einbruch beim Konsum. In anderen Teilen des Landes jammern die Kunden über hohe Preise.

294 Geschäftsunternehmen nahmen an der Expo in Encarnación teil. Darunter befanden sich Bekleidungsartikelhersteller, Schuhverkäufer und natürlich auch Anbieter von Lebensmitteln. Der Zustrom von Interessenten aus Argentinien war hoch. „Die Leute kommen zwar, wie in früheren Jahren. Es ist viel Bewegung erkennbar. Jedoch gekauft wird wenig“, sagte Albina Ruiz Diaz, eine Händlerin.

Es gibt parallel dazu Beschwerden über Straßenhändler, die informell arbeiten würden. Sie haben sich auf dem Stadtplatz oder an den Bürgersteigen im Zentrum von Encarnación ausgebreitet. „Wir haben unsere monatlichen Verpflichtungen. Der Strom, das Wasser und die Steuern müssen bezahlt werden. Diejenigen Händler auf den Gehwegen aber nicht. Das ist unlauterer Wettbewerb und lässt unseren Konsum einbrechen“, klagte Dona Albina, eine Lebensmittelverkäuferin.

Alfredo Martinez, Leiter der Stadtverwaltung für alle Gewerbetreibenden, erklärte, dass die fliegenden Händler sehr wohl eine Gebühr entrichten müssten.

Der mangelnde Konsum könnte aber auch andere Gründe haben. Vor allem die Preise bei vielen Produkten schnellten in die Höhe. In Campo 9 kostete im lokalen Supermarkt diese Woche ein Kilogramm Schnitzelfleisch vom Rind 40.000 Guaranies, Anfang des Monats lag der Preis noch bei 24.000 Gs. Eine Wassermelone ist nicht für unter 20.000 Guaranies zu bekommen, der Kilopreis liegt bei rund 2.000 Guaranies in der Zone.

Wochenblatt / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Der Konsum geht zurück

  1. Wie kann eigentlich sein, dass die Lebensmittel in Paraguay TEURER als in Deutschland sind (bis auf Fleisch, Wurst, Brot und viel mehr fällt mir auch nicht mehr ein.), aber wenn ich in einem Lokal speisen gehe, ist es deutlich günstiger als in Deutschland.

    Der Staat sollte endlich eine Regulierungsbehörde für Lebensmittel einrichten, vor allem Gemüse und Obst müssen ein Limit haben. Das weit verbreitete Übergewicht ist eine Folge, dass zu wenig Gemüse gegessen wird.

    1. Das ist ganz einafch in Deutschland führen die Lebensmittelketten einen harten Preiskrieg.Die Verkaufsfläche in D sehr groß im vergleich zu den Nachbarländern.Die Gewinnspanne ist in D gering, in Paraguay ist sie sehr hoch.Jeder Händler möchte hier Reich werden.
      Obst und Gemüse ist ja auch deshalb nicht so billig weil es zum größtenteil eingeführt werden muss.
      Jeder möchte verdienen auch der Staat!
      In Paraguay regiert die Sojabohne! Gemüseanbau macht viel Handarbeit die Lohnt sich nicht für die Sojabarone.
      Eine Regulierungsbehörde für Lebensmittel einrichten ist blödsinn, eine Neuausrichtung der Landwirtschaft, fort von der Monokultur, angepasst an den Klimawandel täte not, dann ist auch mehr Gemüsse da.
      Das heißt auch mehr Arbeit auf den Lande und mehr Kaufkraft!

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